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Sa, 2016-06-25 07:10
Bacharach (dpa)

Regionalzug in Rheinland-Pfalz entgleist - Zehn Verletzte

Bacharach (dpa) - In einem entgleisten Regionalzug sind bei einem Unwetter in Rheinland-Pfalz zehn Menschen verletzt worden. Ein Bahnsprecher sagte am Samstagmorgen, darunter sei auch der Lokführer, neun Passagiere seien mit leichten Verletzungen davon gekommen. Der Zug war zwischen Bacherach und Oberwesel wegen einer Gerölllawine infolge des Starkregens entgleist. 

Sa, 2016-06-25 07:20
Tübingen (dpa)

Wärmegewitter: Blitze nach Hitze

Tübingen (dpa) - Schwere Wärmegewitter mit böigem Wind und Starkregen sind im Sommer keine Seltenheit. Ein Gewitter entsteht, wenn stark unterschiedlich warme Luftmassen aufeinandertreffen oder in der Atmosphäre zwischen oben und unten besonders große Temperaturunterschiede bestehen. Die meist örtlich begrenzten Sommergewitter entstehen oft innerhalb weniger Minuten. Je größer die Hitze am Boden ist, umso heftiger sind sie in der Regel.

Feuchtwarme Luft steigt nach oben, kondensiert und bildet eine Gewitterwolke. In der Wolke baut sich ein immer größer werdendes elektrisches Spannungsfeld auf, das sich durch eine Art Kurzschluss - einen Blitz - wieder entlädt. Dazu breitet sich eine akustische Schockwelle aus: der Donner.

Schwere Gewitter werden oft von Sturm- oder Orkanböen, unwetterartigem Starkregen, Graupel oder Hagel begleitet. Die Hagelkörner bilden sich in der Gewitterwolke und fallen zu Boden, wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben.

Sa, 2016-06-25 07:57
Bacharach (dpa)

Regionalzug entgleist - Zehn Verletzte in Rheinland-Pfalz

Nach einem Unwetter liegt auf der Bahnstrecke Koblenz-Frankfurt Geröll auf den Schienen. Ein Zug entgleist, Menschen werden verletzt.

Bacharach (dpa) -  Ein Regionalzug ist am Samstagmorgen bei einem Unwetter in Rheinland-Pfalz nahe Bacharach entgleist. Dabei sind zehn Menschen verletzt worden. Ein Bahnsprecher sagte am Samstagmorgen, darunter sei der Lokführer, neun Passagiere seien mit leichten Verletzungen davon gekommen. Der vordere Zugteil des RE 4251 von Koblenz nach Frankfurt war gegen 5.30 Uhr zwischen Bacherach und Oberwesel wegen eines Erdrutsches infolge des Starkregens entgleist.

«Bei einem Unwetter rutschte Geröll auf die Gleise», sagte eine Polizeisprecher. Die linksrheinische Strecke wurde für die Bergungsarbeiten gesperrt. Wie lange die Sperrung andauere, sei noch nicht klar, sagte der Bahnsprecher. 

Wie die Sprecherin der Polizei in Koblenz weiter berichtete, war ein großes Aufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Die Bundesstraße 9 wurde gesperrt. Zu Verkehrsbehinderungen kam es aber zunächst nicht. Die Bergung des Zuges wird nach Polizeiangaben rund zwei bis drei Tage dauern.  

Zuvor war es am Freitag auf derselben Bahnstrecke nach einem heftigen Gewitter im Mittelrheintal zu Beeinträchtigungen gekommen. Beiderseits des Rheins wurden die Gleise unterspült. Linksrheinisch war der Abschnitt zwischen Niederheimbach und Bingen betroffen. Dieser konnte aber am Nachmittag laut Bahn wieder mit verminderter Geschwindigkeit befahren werden.

Erst vor rund einem Monat war ein Regionalzug auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport (Kreis Mayen-Koblenz) und Moselkern (Kreis Cochem-Zell) nach einem Erdrutsch infolge eines heftigen Unwetters an der Mosel entgleist. Dabei wurde niemand verletzt.

Sa, 2016-06-25 07:45
Berlin (dpa)

BKA-Chef warnt vor Gefahr neuer rechter Terrorzellen

Die rechte Gewalt gegen Flüchtlinge hat nach Einschätzung des BKA-Präsidenten ein bedrohliches Ausmaß erreicht. Den geistigen Nährboden lieferten Rechtspopulisten. Der Hass könnte zu einer weiteren Radikalisierung führen.

Berlin (dpa) - Mit der zunehmenden Gewaltbereitschaft von Rechtsextremisten gegen Flüchtlinge wächst nach Einschätzung von BKA-Präsident Holger Münch die Gefahr von neuen rechten Terrorzellen. Die rechte Szene erreiche mit dem Zuwanderungsthema Menschen, die vorher nicht zu Gewalttaten geneigt oder als extremistisch gegolten hätten, sagte der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus einer derartigen Bewegung heraus am Ende Strukturen abspalten, die sich radikalisieren - bis hin zu terroristischen Strukturen.»

Bei Hinweisen, die auf derartige Strukturen hindeuten, handele das BKA schnell und konsequent, sagte Münch. Das Vorgehen gegen die «Old School Society», die «Bamberger Gruppe» und die «Bürgerbewegung Freital» beweise das. «Auch das ist eine der Lehren, die wir aus dem selbst ernannten NSU gezogen haben.» Die rechtsextreme Terrorzelle NSU, der zwischen 2000 und 2007 zehn ganz überwiegend rassistisch motivierte Morde zur Last gelegt werden, war viele Jahre unentdeckt geblieben.

Mit der geringeren Zahl ankommender Flüchtlinge sei der Anstieg bei den Straftaten gegen Asylunterkünfte zuletzt zwar etwas abgeflacht, sagte Münch. «Die Zahlen bleiben aber auf einem sehr hohen Niveau. Es gibt überhaupt keinen Grund zur Entwarnung.» Der BKA-Chef beklagte, die Parolen von Rechtspopulisten bereiteten den «geistigen Nährboden» für Gewalt gegen Flüchtlinge.

Sorgen bereiten den Ermittlern Hass-Postings im Internet. «Das ist so etwas wie ein Katalysator. Man bewegt sich in Foren, in denen sich alle einig sind und in denen es keine Ausgewogenheit mehr gibt», sagte Münch. «Da geht es nicht mehr nur um Meinungsäußerungen, sondern das reicht über schwere Beleidigungen bis hin zur Volksverhetzung.» Die Zahl der Delikte sei hier im vergangenen Jahr auf über 2800 gestiegen. «Das nehmen wir sehr ernst. Hass-Postings sind vielfach eine Vorstufe zu Gewalt.»

Der BKA-Präsident sagte, der Großteil der Übergriffe gegen Asylbewerberheime gehe auf das Konto von Tätern, die vorher nicht in der rechten Szene in Erscheinung getreten seien und aus dem regionalen Umfeld der Unterkünfte kämen. «Das ist etwas, was uns Sorge bereitet.» Die Zahl der Übergriffe gegen Asylunterkünfte liegt in diesem Jahr bereits bei 568. Münch sprach von einem «bedrohlichen Ausmaß an rechter Gewalt».

Angriffe gegen Flüchtlingsheime haben im vergangenen Jahr rasant zugenommen. 2015 zählte die Polizei 1031 Fälle - und damit fünfmal mehr als im Jahr zuvor. Darunter sind viele Sachbeschädigungen und Propagandadelikte, aber auch eine wachsende Zahl von Gewalttaten. Besonders deutlich war die Zunahme bei den Brandstiftungen. Hier stieg die Zahl zwischen 2014 und 2015 von 6 auf 94. In diesem Jahr gab es laut Münch bereits 51 Brandstiftungen, davon blieb es in 15 Fällen bei Versuchen.

Die Zahl rechtsmotivierter Straftaten hatte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. «Wir haben ein vor zwei Jahren noch unvorstellbares Ausmaß an Gewalt aus dem rechten Spektrum», sagte Münch. «Das ist schon sehr alarmierend.» In der rechten Szene gibt es laut BKA derzeit 18 sogenannte Gefährder - also Menschen, denen die Polizei schwerste Straftaten bis hin zu Terroranschlägen zutraut.

Sa, 2016-06-25 06:31
Bacharach (dpa)

Regionalzug in Rheinland-Pfalz entgleist - Großeinsatz für Retter

Bacharach (dpa) - Ein Regionalzug ist am Samstagmorgen bei einem Unwetter in Rheinland-Pfalz nahe Bacharach entgleist. «Bisher gibt es einen Verletzten», sagte eine Sprecherin der Polizei in Koblenz. Die Rettungskräfte seien mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Die Bundesstraße 9 wurde gesperrt. «Bei einem Unwetter rutschte Geröll auf die Gleise», so die Sprecherin weiter. Die Lage an der Unfallstelle sei unübersichtlich. Mehr Details gab es zunächst nicht.

Sa, 2016-06-25 06:55
London (dpa)

Die Europäische Union

London (dpa) - Die Europäische Union (EU) ist eine Gemeinschaft von 28 Staaten mit insgesamt rund 508 Millionen Einwohnern.

Gegründet wurde das Staatenbündnis als Reaktion auf das Leid des Zweiten Weltkrieges. Am 25. März 1957 unterzeichneten sechs Staaten die Römischen Verträge zur Gründung der EWG, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, sowie der Europäischen Atomgemeinschaft Euratom: Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg und die Niederlande. Vorläufer war die 1951 gegründete Montanunion, die die rüstungsrelevanten Wirtschaftsbranchen Kohle und Stahl unter gemeinsame Kontrolle brachte.

Grundlage der EWG war eine gemeinsame Politik auch in Bereichen wie Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Wettbewerb und Außenhandel. 1968 folgte der nächste große Schritt: An den Grenzen zwischen den sechs Staaten waren keine Zölle mehr zu zahlen. Mit Dänemark, Irland und Großbritannien wurde die EWG 1973 erstmals erweitert. Im Laufe der folgenden Jahre rückten die Staaten noch enger zusammen und übertrugen immer mehr Kompetenzen auf Einrichtungen der Gemeinschaft.

Amtliche Sammelbezeichnung für die EWG, die Europäische Atomgemeinschaft und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl war bis zum Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages am 1. November 1993 «Europäische Gemeinschaften». Der Vertrag schuf die rechtlichen und institutionellen Grundlagen für eine Wirtschafts- und Währungsunion und brachte den Einstieg in eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Seitdem ist die einheitliche Bezeichnung «Europäische Union» (EU).

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Sa, 2016-06-25 07:00
Tübingen (dpa)

Sturmjäger findet Adrenalinkick bei der Jagd auf dunkle Wolken Von Lena Müssigmann, dpa

Wenn ein Gewitter aufzieht und mancher Sommertag jäh endet, fängt für Benjamin Wolf der Spaß erst an. Er ist Sturmjäger.

Tübingen (dpa) - Wenn es so richtig kracht, will Benjamin Wolf nah dran sein. Dafür schaut sich der 28-jährige Tübinger in der Hochsaison von Mai bis Juli täglich komplexe Wetterdaten und Satellitenbilder an, um im richtigen Moment loszufahren. Wenn er ein Gewitter vorhersieht, lädt er seinen Fotorucksack mit Kamera, etlichen Objektiven und Stativ ins Auto und fährt los. Sein Ziel: Eine Gewitterzelle, die sich vor seinen Augen entlädt.

Vor elf Jahren hat Wolf mit dem seltenen Hobby begonnen, obwohl er früher große Angst vor Gewittern hatte - oder gerade deswegen. Er will die Wettererscheinung verstehen. «Diese Kräfte, die Größenordnungen haben mich fasziniert», sagt Wolf, der in Chemie promoviert.

Wenn er auf Jagd geht, hat Wolf im Optimalfall noch zwei Kollegen dabei: Einer fährt, einer navigiert und einer studiert die aktuellen Wetterkarten. Allein sei das alles kaum zu schaffen. Den richtigen Standort zu finden sei zur Hälfte Erfahrung und Fachkenntnis, zur anderen Hälfte Glück. «In dem Moment, wo's losgeht, wird's stressig», sagt Wolf. Unerfahrene Begleiter nimmt er auch deshalb nicht gerne mit.

Wenn er einen guten Platz hat, kann er sofort fotografieren. Wenn er schlecht steht, geht die Jagd weiter, die ihm den eigentlichen Adrenalinkick gibt. Rund 15 000 Kilometer fährt er nach eigenen Angaben pro Jahr für das Hobby, auch ins angrenzende Ausland.

Mit Tornadojägern aus den USA, die sich für Fernsehdokumentationen schreiend in Lebensgefahr begeben, habe er nichts gemein. Auch in der deutschen Szene gebe es sensationsgierige Kollegen, berichtet Wolf. Aber: «Es zieht uns alle in den Dreck, wenn sich jemand an dem Schaden ergötzt.»

Ein Tornado gehört auch zu Wolfs spektakulärsten Beobachtungen. Im vergangenen Jahr ist der heftige Wirbelwind über den Südschwarzwald gefegt. Zur Dokumentation der Schäden hat sich Wolf danach über das Waldgebiet fliegen lassen, wo die Bäume wie ausgeschüttete Streichhölzer am Boden lagen.

Was aber bringt die mitunter gefährliche Jagd? Wolf ist Teil des ehrenamtlichen Vereins Skywarn. Er meldet bei einer Hotline seine Beobachtungen - zum Beispiel wo er Sturm, Hagel, Platzregen in welcher Intensität beobachtet. Mit seinen Fotos dokumentiert er Gewitter und manchmal ihre Folgen. Wetterdienste greifen auf die Informationen zu. «Wir sind die Augen vor Ort», sagt Wolf über sich und andere Wetterbeobachter.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt das. «Die Skywarn-Datenbank ist für uns hilfreich», sagt Uwe Schickedanz, Leiter des DWD in Stuttgart. Die Daten der Hobbymeteorologen werden demnach für Prognosen genutzt. «Ich spreche mit Respekt von diesen Leuten. Das hat meteorologischen Mehrwert, was die machen.»

Die Sturmjäger begeben sich nach Einschätzung des Experten zwar in erhöhte Gefahr. Er nehme aber an, dass sie sich entsprechend intensiv mit dem Wetter beschäftigen und Risiken einschätzen können. Ihre Faszination kann er gut verstehen: «Wenn man sieht, wie sich der Wald im Orkan beugt, wie Regen runterkommt, wenn es um 18 Uhr Nacht wird mitten im Sommer.»

Wolf hat Tausende Fotos, ein paar Terrabytes auf Festplatten. Wie bei jedem Jäger hängt seine schönste Beute an der Wand: zwei Bilder imposanter Blitze bei Nacht.

Sa, 2016-06-25 06:13
Stuttgart (dpa)

Unwetter treffen den Südwesten - 25 Verletzte bei Musikfestival

Sanitäter versorgen verletzte Festivalbesucher, während am Himmel die Blitze zucken. Auch die Kleinstadt Pfullingen meldet Land unter.

Stuttgart (dpa) - Auf die Tropenhitze folgt das Donnerwetter: Erneut hat es Baden-Württemberg besonders heftig getroffen. Beim «Southside Festival» mit Zehntausenden Musikfans gab es am Freitagabend 25 Verletzte. Die Feiernden flüchteten vor Blitz, Donner und Starkregen. Auch in Pfullingen, südlich von Stuttgart, goss es wie aus Kübeln. Zwei kleine Bäche traten über die Ufer und trieben die hilflosen Bewohner in die Enge. Das ganze Ausmaß der Schäden werde sich wohl erst bei Sonnenaufgang zeigen, erklärten die erschöpften Retter.

Sanitäter versorgten beim «Southside Festival» im Kreis Tuttlingen 25 verletzte Musikfans. «Fünf von ihnen kamen ins Krankenhaus», sagte ein Sprecher der Polizei. Um was für Verletzungen es sich handelte, konnte er am Samstagmorgen nicht sagen. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgesagt. Die Sicherheit auf dem Gelände könne nicht mehr gewährleistet werden, teilten die Veranstalter mit. Die Besucher wurden aufgefordert, die Heimreise anzutreten.

Zu Beginn der dreitägigen Open-Air-Veranstaltung auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes in Neuhausen Ob Eck herrschte noch schönstes Sommerwetter, dann kamen Blitz und Donner. Das «Southside Festival» findet traditionell gleichzeitig mit dem «Hurricane Festival» in Niedersachsen statt. Auch dort wurde die Veranstaltung am Freitagabend wegen eines Unwetters unterbrochen.

Gewitter und ein Hagelsturm überraschten Pfullingen in den späten Abendstunden. Die Feuerwehr war unterunterbrochen im Einsatz, um überflutete Keller und Tiefgaragen abzupumpen, weggespülte Fahrzeuge zu bergen und einen Kellerbrand zu löschen. In kurzer Zeit traten in der 18 000-Einwohner-Gemeinde zwei Bäche über die Ufer und überfluteten Teile der Stadt.

«Es sieht verheerend aus im Stadtgebiet», sagte Bürgermeister Michael Schrenk in der Nacht. Besonders öffentliche Gebäude wie Sporthallen und ein Museum seien betroffen. «Es sind großflächig große Schäden entstanden.» Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht.

Ähnliche Szenen hatten sich am Freitagnachmittag bei einem Unwetter in Stromberg in Rheinland-Pfalz abgespielt. Der sonst so harmlose Welschbach verwandelte sich in einen reißenden Fluss. Das Wasser stand teils zwei Meter hoch in der kleinen Stadt.

Etwa 60 Gebäude wurden überflutet. 30 Anwohner waren in ihren Häusern eingeschlossen. Der Gesamtschaden könnte eine sechs- oder siebenstellige Höhe erreichen. Verletzte gab es nach Angaben vom Krisenstab des Kreises Bad Kreuznach nicht.

Für das Wochenende kündigte der Deutsche Wetterdienst erneut heftigen Regen an.

Sa, 2016-06-25 06:00
Frankfurt/Main (dpa)

Wenn Bulldogge «Alice Cooper» am Flughafen Urlaub macht Von Andrea Eibl und Boris Roessler , dpa

Der Urlaub ist genehmigt, der Flug gebucht. Doch wohin mit dem geliebten Vierbeiner? Der Frankfurter Flughafen hat da ein Angebot.

Frankfurt/Main (dpa) - Hunde bellen, stehen auf den Hinterbeinen, schlagen mit den Pfoten gegen die Gitter ihres Zwingers. In der Hundepension am Frankfurter Flughafen riecht es nach Regen und nassem Fell, während nicht weit entfernt die Maschinen über das Rollfeld donnern. Alice Cooper steigt aus seinem Zwinger und schmiegt sich an seine Besitzerin Kerstin Denk. Nun darf der Hund wieder nach Hause.

Die elf Jahre alte französische Bulldogge, benannt nach dem berühmten Rockmusiker, hat eine Woche lang auf 24 Quadratmetern gelebt - in einem umzäunten Ferienappartement für Vierbeiner mit Holzboden, kleiner Hundehütte und Terrasse.

Die Hundepension wurde Ende der 90er Jahre vom Flughafenbetreiber Fraport in Betrieb genommen und beherbergt etwa 600 Hunde pro Jahr. Mit 3500 Quadratmetern ist das Areal etwa so groß wie ein halbes Fußballfeld. Seit etwa fünf Jahren bringen die Denks ihre Dogge hierher, wenn sie in den Urlaub fahren: «Hier wissen wir, dass er in guten Händen ist, und der Hund weiß, dass er wieder abgeholt wird.» In der Hundepension sei immer jemand da, notfalls werde auch ein Tierarzt verständigt. Damit sich Alice Cooper am Flughafen richtig zuhause fühlt, haben die Denks ihm sein gewohntes Futter mitgegeben.

Das machen viele so, sagt Peter Russ. Er ist Diensthundeführer bei Fraport und täglich in der Hundepension. Jeder Hund habe eben seine Bedürfnisse, und die versuche man zu berücksichtigen. «Wenn jemand möchte, dass wir dem Hund Joghurt unter das Essen rühren und ihn anschließend den Becher ausschlecken lassen, machen wir auch das», sagt Russ und lacht.

«Wir sind keine Hundeschule», stellt der Hundeführer aber auch klar. Man erziehe die Tiere hier nicht, sondern halte lediglich Rituale ein. Denn auch Hunde würden erst mal ihre Grenzen austesten und schauen, ob ihnen fremde Menschen erlaubten, was Herrchen oder Frauchen zu Hause verbieten. Damit die Hunde sich bewegen können, gibt es neben den insgesamt etwa 36 Hundeappartements der Pension auch 13 umzäunte Auslaufgehege auf der Wiese.

Hundehalter sollten sich genau darüber informieren, ob in einer Pension genug Freilauf vorhanden ist. «Das reine Spazierenführen an der Leine ohne zusätzlichen Auslauf lehnen wir ab», sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund.

Nur knapp drei Kilometer ist die Hundepension von Terminal 1 entfernt. «Geschäftsreisende und Flughafenpersonal bringen ihre Hunde auch tageweise vorbei», sagt Diensthundeführer Russ. Für sie gebe es eine Tagespension.

Die Preise für die Einzel-Hundeappartements liegen zwischen 24 und 26 Euro zuzüglich einer Pauschale fürs anschließende Reinemachen. Voraussetzung sei, dass die Hunde gesund und geimpft seien. «Wenn Hunde sensibel wirken, empfehlen wir schon mal einen Schnuppertag», sagt Russ. «Damit sich das Tier an die Umgebung gewöhnen kann und Schnüffel weiß, dass er wieder abgeholt wird.»

Das halten auch Tierschützer für eine gute Idee: Grundsätzlich sei es zwar das Beste, seinen Hund in den Urlaub mitzunehmen, sagt Schmitz. Falls eine lange Flugreise für einen Hund aber zu viel Stress bedeuten würde, könne man ihn auch bei Bekannten unterbringen oder eben in eine Pension geben.

Geht doch!

Konfliktfrei surfen

Konzerne müssen Rohstoffe aus Krisengebieten offenlegen – Europa ringt um eine verpflichtende Regelung

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Ausgerechnet die USA machen vor, wie man große Firmen an die kurze Leine nimmt – zumindest in punkto Konfliktrohstoffe. Der „Dodd-Frank Act“ verpflichtet börsennotierte Unternehmen, offenzulegen, ob Handys, Laptops oder Autos Mineralien enthalten deren Verkauf Kriege oder bewaffnete Kämpfe in der DR Kongo und deren Nachbarländern finanziert. Dass das seit 2010 geltende Transparenzgesetz für Gold, Tantal, Wolfram und Zinn Wirkung zeigt, belegt nun ein Report des „Enough Project“: Inzwischen gebe es im Kongo mehr als 160 Minen, die als „konfliktfrei“ gelten, ermittelte die US-Organisation. Auch EU-Bürger wollen keine „blutigen“ Produkte. Deshalb verhandeln EU-Kommission, -Parlament und -Rat derzeit über eine Sorgfaltsregelung. Wie verbindlich diese sein wird, ist bislang offen. „Die EU-Regeln dürfen nicht hinter die US-Standards zurückfallen, das wäre ein Armutszeugnis“, sagt Christian Wimberger von der Christlichen Initiative Romero. Selbst eine verpflichtende Regelung für Konfliktmineralien könne nur ein erster Schritt sein. Als nächstes müsse der verbindliche Schutz von Menschenrechten und Umwelt auf alle industriellen Bergbauprojekte wie die Förderung von Coltan, Kupfer und Kohle ausgeweitet werden.
ci-romero.de (Rohstoffkampagne)
stop-mad-mining.org

Außerdem Interessant

Mailand: Cash fürs Radeln
Seit Jahren leiden die Mailänder unter Staus und schlechter Luft. Nun ergreift die Verwaltung der norditalienischen Metropole eine ungewöhnliche Maßnahme: Sie will jedem Pendler, der künftig mit dem Rad zur Arbeit fährt, eine Pauschale von 25 Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen. Für das Anreizprogramm stehen insgesamt 35 Millionen Euro bereit. Die Fahrten sollen per App dokumentiert werden.

London: Strom von der Themse
Im Mai hat die britische Hauptstadt den größten schwimmenden Solarpark der Welt in Betrieb genommen. Für 7,3 Millionen Euro wurden in der Themse 23.000 Paneele mit einer Kapazität von 6,3 Megawatt verankert. Der produzierte Strom soll die Wasseraufbereitungsanlagen in und um London versorgen. Der Vorteil der schwimmenden Sonnenkraftwerke: Sie sind leichter und billiger herzustellen als Anlagen an Land, werden durch das fließende Wasser konstant gekühlt und nehmen keinen Platz weg.

Frankreich: Palmöl – teurer durch Steuer
Um den Konsum zu drosseln und so die verheerenden Umweltschäden des Plantagenanbaus zu mindern, will die französische Regierung Palmöl besteuern: Ab 2017 sollen 30 Euro pro Tonne fällig werden, bis 2020 wird sich die Abgabe verdreifachen. In Deutschland ist bislang keine Palmölsteuer geplant. Der „Save Wildlife Conservation Fund“ drängt die Politik hierzulande schon länger zu diesem Schritt. Anders als in Frankreich dürfte sogenanntes „nachhaltiges Palmöl“ allerdings nicht ausgenommen werden, sagt eine Sprecherin der Stiftung, da es dafür noch immer keine verlässlichen Zertifizierungen gebe.
zeropalmoel.de

Geht doch!

Saubere Profite

Als erste deutsche Stadt investiert die westfälische Kommune nur noch in ethisch-ökologische Anlagen

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Dem Stadtkämmerer von Münster bereiten die RWE-Verluste keine schlaflosen Nächte: Als erste deutsche Stadt hat die westfälische Grünen-Hochburg zum Jahresbeginn alle Geldgeschäfte mit Klimasündern eingestellt. Rückstellungen für die Beamtenpensionen – das sind immerhin 460 Millionen Euro – dürfen nicht mehr in Fonds angelegt werden, die Aktien von Öl- und Kohleunternehmen beinhalten. Mehr noch: Auch Atomenergiekonzerne, Gentechnikfirmen und Rüstungsindustrie sind tabu. Drahtzieher dieser „Divestment“-Premiere waren die örtliche Fossil-Free-Gruppe und die Grünen. Seit Sommer 2013 machten die Klima-Aktivisten Druck auf der Straße, und die Partei überzeugte schließlich den Stadtrat. „Jeder, der nicht will, dass seine Stadt durch ihre Geldgeschäfte den Klimawandel befeuert, kann eine solche Kampagne starten“, sagt Tine Langenkamp von der Klimaschutzorganisation 350.org. „Dafür muss man kein Finanzexperte sein.“ Vom Ausstieg profitiere nicht nur das Klima, er rechne sich auch noch. „Ethisch-ökologische Geldanlagen können sogar mehr Renditen abwerfen als konventionelle“, sagt der grüne Fraktionsvorsitzende Otto Reiners, „deshalb erwarten wir einen Domino-Effekt.“
gofossilfree.wordpress.com
gofossilfree.org/de

Außerdem Interessant

Frankreich: La vie est belle
Eben noch hat Frankreich Schlagzeilen gemacht, weil Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen und in Restaurants „Doggy Bags“ eingeführt werden. Nun gibt das Nachbarland in anderen Bereichen Gas: In den nächsten fünf Jahren sollen tausend Kilometer Straßenbelag mit neuartigen Solarpaneelen ausgerüstet werden – bereits zwanzig Quadratmeter könnten den Strombedarf eines Single-Haushalts decken. Und schon in diesem Sommer werden in Paris tausend E-Roller stehen, die jeder mieten kann – sie sollen für bessere Luft sorgen.

Thailand: Autarke Solarschule
In der Sisaengtham-Schule im Nordosten Thailands lernen schon kleine Kinder, nachhaltig zu leben: Sie pflanzen nicht nur ihr eigenes Gemüse an, sondern installieren und reparieren auch Solarzellen. Ziel des als „Solar-Mönch“ bekannten Gründers Phra Khru Wimon Panyakhun ist es, dass sich die Schule in allen Bereichen selbst versorgt. Die Energieernte deckt bereits den Bedarf. Außerdem entwickelten die Kinder mobile Ladestationen, mit denen Bauern die Bewässerungspumpen für ihre Reisfelder mit der Kraft der Sonne statt mit Dieselgeneratoren betreiben können.

Kamerun: Häuser aus Plastikmüll
Roger Milla, die afrikanische Fußball-Legende aus Kamerun, betreibt in seinem Heimatland eine Recyclinganlage. Aus Plastikmüll werden dort Bausteine gepresst: „Wir wollen die Umweltverschmutzung verringern und Arbeitsplätze für Jugendliche schaffen“, sagt Milla. Ein ähnliches Projekt verfolgt die dänische Ingenieurstudentin Lise Fuglsang Vestergard in Indien: Sie lässt zerkleinerten Plastikmüll im „Solargrill“ zu Ziegelsteinen einschmelzen. 

Geht doch!

Richter als Klimaschützer

Ein Gericht in Den Haag hat die Regierung zu mehr Klimaschutz verdonnert.

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Dass die Niederlande ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 25 – statt wie geplant um 17 – Prozent drosseln müssen, hat nicht die Regierung angeordnet, sondern das Verwaltungsgericht in Den Haag. Dieses Urteil feierten Umweltschützer im vergangenen Sommer – in der Hoffnung, „dass es weltweit Nachahmer findet“, so Wendel Trio vom „Climate Action Network“. Laut der Hamburger Umweltanwältin Roda Verheyen verklagen bereits Bürger in zehn Ländern ihre Regierungen auf besseren Schutz vor den Folgen des Klimawandels. Solche Prozesse laufen etwa in Belgien, Norwegen, Tschechien, Schweden und in einigen US-Bundesstaaten. Auf den Philippinen sitzen klimaschädigende Konzerne auf der Anklagebank. Ebenso in Deutschland: Ein peruanischer Kleinbauer macht den Essener Energiekonzern RWE für die Gletscherschmelze verantwortlich. Überlaufende Seen könnten sein Dorf verwüsten. Auch die deutsche Regierung könnte die richterliche Gewalt bald zu spüren bekommen: „Sobald absehbar ist, dass die Einhaltung des im Abkommen von Paris vereinbarten Temperaturziels von weniger als zwei Grad Erwärmung gefährdet ist, wird es auch vor deutschen Gerichten Klimaschutzklagen geben“, ist sich Roda Verheyen sicher.

 

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Baden-Württemberg: Axt und Säge sind tabu
Zehn Prozent des staatlichen Waldes sollen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 sich selbst überlassen bleiben. Auf 33.000 Hektar Fläche – doppelt so viel wie bisher – sind Eingriffe untersagt. Damit steht der Südwesten bundesweit an der Spitze: Das selbstgesetzte Minimalziel der Bundesregierung, bis 2020 fünf Prozent der deutschen Wälder natürlich zu belassen, ist nicht einmal zur Hälfte erreicht. Ziel sei es, so der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos, die seit Jahren abnehmende Vielfalt von Pflanzen und Tieren wieder zu steigern.

Italien: Bonus fürs Straßenfegen
Gelungener Tauschhandel in Krisenzeiten: Die kleine toskanische Gemeinde Massarosa erlässt Bewohnern einen Teil der Müllsteuer, wenn sie Straßen fegen, Klassenzimmer streichen oder Parks säubern. Jeder, der mitmacht, bekommt einen Vertrag und wird versichert. Das Dorf spart Geld, die Helfer freuen sich über den Steuererlass, das Projekt fördert die Gemeinschaft und der Ort gewinnt an Lebensqualität. Bleibt zu hoffen, dass die Idee lokale Handwerksbetriebe nicht gefährdet.

Brüssel: Bodenlos bezahlbar
Die Brüsseler „Community Land Trust BXL“, eine Art Fonds für Gemeinschaftsland, kauft Grundstücke und baut darauf Häuser, die sich auch Menschen mit niedrigen Einkommen leisten können. Der Trick dabei: Erworben werden die Häuser, aber nicht der Boden, der bleibt im Besitz des gemeinnützigen Vereins. Außerdem unterbindet dieses Modellprojekt Spekulationen: Im Fall eines Weiterverkaufs geht der Gewinn an den Fonds.

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Sa, 2016-06-25 05:54
Peenemünde (dpa)

Jagd erfolgreich: Forscher entdecken erste Meereswirbel in Ostsee

Bei der weltweit ersten Zeppelin-Expedition zur Suche von Meereswirbeln sind Forscher in der Ostsee fündig geworden. Sie konnten Wirbel, über die man bislang wenig wusste, über Stunden bis zu ihrem Zerfall beobachten. Zum Glück spielte das Wetter mit.

Peenemünde (dpa) - Weltweite Premiere: Auf ihrer Zeppelin-Expedition «Uhrwerk Ozean» haben Meeresforscher in der Ostsee erste Meereswirbel entdeckt und vermessen. Südlich der dänischen Insel Bornholm sei ein Spiralwirbel mit einem Durchmesser von drei Kilometer aufgespürt und über sechs Stunden bis zu seinem Zerfall verfolgt worden, sagte der Expeditionsleiter Burkard Baschek vom Helmholtz-Zentrum für Küstenforschung Geesthacht der Deutschen Presse-Agentur. Ein weiterer, etwa 15 Kilometer großer Wirbel habe gezeigt, wie sich an den Rändern verschiedener Wassermassen scharfe Bänder von Cyanobakterien (Blaualgen) abzeichnen.

«Wir haben eine neue Intensität der Daten, die zum besseren Verständnis über den Zusammenhang der Meeresströmungen und die Auswirkungen auf die Mikroalgenproduktion beitragen können», sagte Baschek. 40 Ozeanographen aus Deutschland und den USA suchen seit einer Woche mit Zeppelin und Flugzeug nach Meereswirbeln in der Ostsee. Sind aus der Luft die Wirbel ins Visier genommen, bringen Forschungsschiffe Messgeräte wie unbemannte Tauchroboter und automatische Messboxen aus, um die Wirbel zu vermessen. Zum Einsatz kam auch ein Schnellboot, dass eine Schleppkette mit hoher Geschwindigkeit durch den Wirbel zog. Sensoren erfassen dabei die Energie und Mikroalgen in der Strömung.

Auf ihrer Expedition nehmen die Forscher vor allem die «kleinen», relativ instabilen Wirbel mit bis zu zehn Kilometern Durchmesser und Fronten in den Blick, die als Vorstufen solcher Wirbel gelten. Im Gegensatz zu den großen Strömungen seien diese Wirbel bislang kaum untersucht. Vor Jahren hatten Forscher um Baschek vor der kalifornischen Küste bereits ähnliche Mini-Wirbel beobachtet. Doch erstmals konnten nun durch den Einsatz des Zeppelins diese Strömungen bis zu ihrem Zerfall beobachtet und auch Turbulenzen vermessen werden, wie der Wissenschaftler sagte. Auch wurden erstmals biochemische Messungen vorgenommen. «Wir haben bereits jetzt vielversprechende Daten, die wir nun  auswerten müssen», sagte der Direktor des Instituts für Küstenforschung, Baschek.

Die Experten vermuten, dass die kleinen Wirbel - wie sie unter anderem in der Ostsee vorkommen - einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Energietransport und die Mikroalgenproduktion in den Weltmeeren haben.

Bei der Expedition spielte den Wissenschaftlern das stabile Sommerwetter in die Hände. «Wir haben großes Glück, dass die Wetterlage sehr ruhig ist», sagte Baschek. So habe man an dem drei Kilometer großen Spiralwirbel über sechs Stunden beobachten können, wie die Spiralarme immer breiter wurden und der Wirbel an Energie verlor. An dem mittelgroßen Wirbel, der rund 30 Kilometer südlich von Bornholm entdeckt wurde, konnte beobachtet werden, wie sich entlang von scharfen Fronten Cyanobakterien anordnen, sagte Baschek. «Innerhalb von vier Stunden haben wir gesehen, wie sich die Front immer weiter abgeschwächt hat, während sich die Wassermassen auf beiden Seiten der Front miteinander vermischt haben.»

Die Messungen in einem Wirbel hätten auch gezeigt, dass das Zentrum kälter ist als die Ränder. Im Inneren der Strömungen wird - so die Vermutungen der Wissenschaftler - kaltes, nährstoffreiches Wasser an die Oberfläche gedrückt, was wiederum das Wachstum von Mikroalgen fördern könnte. Gesichtet und vermessen wurde auch eine acht Kilometer lange Front an der Südostspitze Bornholms. Fronten - als Vorstufe der Wirbel - bildeten  sich, wenn Wassermassen unterschiedlicher Temperatur oder Dichte aufeinandertreffen.

Bis Montag werden die Forscher noch zweimal mit dem Zeppelin auf Wirbel-Jagd in der Ostsee gehen. Danach beginnt die trockene wissenschaftliche Arbeit in den Laboren und an Rechnern.  

Sa, 2016-06-25 05:15
Berlin (dpa)

BKA-Chef warnt vor Gefahr neuer rechter Terrorzellen

Berlin (dpa) - Mit der zunehmenden Gewaltbereitschaft von Rechtsextremisten gegen Flüchtlinge wächst nach Einschätzung von BKA-Präsident Holger Münch die Gefahr von neuen rechten Terrorzellen. Die rechte Szene erreiche mit dem Zuwanderungsthema Menschen, die vorher nicht zu Gewalttaten geneigt oder als extremistisch gegolten hätten, sagte der Chef des Bundeskriminalamts (BKA) der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus einer derartigen Bewegung heraus am Ende Strukturen abspalten, die sich radikalisieren - bis hin zu terroristischen Strukturen.»

Die Zahl der Übergriffe gegen Asylunterkünfte liegt in diesem Jahr bereits bei 568. Münch sprach von einem «bedrohlichen Ausmaß an rechter Gewalt». Angriffe gegen Flüchtlingsheime haben im vergangenen Jahr rasant zugenommen. 2015 zählte die Polizei 1031 solcher Fälle - und damit fünfmal mehr als im Jahr zuvor. Darunter sind viele Sachbeschädigungen und Propagandadelikte, aber auch eine wachsende Zahl von Gewalttaten.

Sa, 2016-06-25 05:15
Charleston (dpa)

Mindestens 23 Tote bei Überflutungen im US-Bundesstaat West Virginia

Starke Regenfälle führen im Osten der USA zu Überschwemmungen. Mindestens 20 Menschen sterben. Und Hunderte sitzen fest.

Charleston (dpa) - Bei schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat West Virginia sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher des Katastrophenschutzes dem Sender CNN. Gouverneur Earl Ray Tomblin sagte am Freitag, ein verheerendes Tief habe seit Donnerstag zu Erdrutschen, Überflutungen und Schlammlawinen geführt. Es sei womöglich die schlimmste Flut in dem Staat seit 100 Jahren. Unter den Toten waren auch Kinder.

In 44 Bezirken wurde der Notstand verhängt, damit ist Bundeshilfe leichter möglich. Die Nationalgarde rückte zur Unterstützung der lokalen Behörden an.

Einige Gebiete des bergigen Bundesstaates in den Appalachen waren von der Außenwelt abgeschnitten. Straßen und Gleise seien zerstört, sagte Tomblin. Zehntausende waren ohne Strom. Das Fernsehen zeigte Bilder reißender Flüsse, Fahrzeuge trieben durch Städte und Dörfer.

Rund 500 Menschen saßen seit Donnerstag in einem Einkaufszentrum in Elkview fest, weil eine Zufahrtsbrücke vom Hochwasser zerstört worden war, wie der Sender ABC berichtete. Rettungskräfte halfen manchen von ihnen, über eine Ausweichroute aus dem eingeschlossenen Gebiet zu gelangen.

In Ravenswood wurde ein Vierjähriger am Donnerstag in Ravenswood vor den Augen seines Großvaters von den Fluten mitgerissen, wie die Zeitung «Charleston Gazette-Mail» berichtete. Der Mann versuchte noch, den Jungen aus dem Wasser zu ziehen, was ihm aber nicht gelang. Rettungskräfte fanden die Leiche des Kindes am Freitag.

À la Saison

Himmlische Himbeere

(Rubus idaeus)

Was haben glühende RAF-Terroristinnen und eiskalte Banker gemeinsam? Sie machen zu oft Ferien im Himbeerreich. Da wollen Sie auch hin? Ein Wegweiser.

 

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Schokolade, Zigaretten, Marshmallows – für diese Schätze aus dem „Himbeerreich“ bedankt sich Gudrun Ensslin 1968 per Gefängnispost bei ihrem Verlobten und bestellt noch eine luxuriöse Feuchtigkeitscreme hinterher. Die üppige BRD-Warenwelt versüßt der Pfarrerstochter, die kurz darauf die RAF mitgründen wird, ihr Zellenleben. Das Dialektische daran ist Ensslins Haftgrund: Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser. „Wer Himbeerreiche anzündet, kann nicht erwarten, deren Früchte zu ernten“, sinniert 2013 der Chauffeur Hans Helmut Hinz. Er meint aber keine konsumaffinen Linksterroristinnen, sondern bonusgetriebene Bankvorstände, deren Limousinen er durch die Finanzkrise kutschiert. Hinz ist eine Figur aus dem Theaterstück „Das Himbeerreich“. Dessen Autor Andres Veiel will uns ausdrücklich nicht sagen, dass Banker Terroristen sind. Aber eines wissen sie wohl so gut wie Bombenleger (und wir alle): Wo Himbeeren wachsen, wartet das Paradies.

Rubingleich funkeln die fragilen Früchte am stacheligen Strauch. Sie duften betörend, netzen die Fingerspitzen purpurn wie Theaterblut und zergehen sonnenwarm auf der Zunge – seit Jahrtausenden. Samenfunde in Steinzeitsiedlungen belegen, dass es sich um eine der ältesten Naschereien der Welt handelt. Die Himbeere ist echt „paläo“. Kultiviert wurde sie schon im alten Rom, wo sie als Heilpflanze auch gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche helfen sollte. Der Erfolg ist fraglich. Gesund ist die Himbeere aber durchaus. Sie enthält enorme Mengen Vitamin C, viel Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Das stärkt den Kreislauf, das Immunsystem und wirkt entgiftend sowie entzündungshemmend.

Die Römer nannten die Beere, die eigentlich eine Sammelsteinfrucht ist, Rubus idaeus – nach der Nymphe Ida. Einst soll die Tochter des kretischen Königs ein weinendes Kind in den Bergen gefunden haben, den jungen Göttervater Jupiter. Als sie ihm eine Himbeere pflückte, stach sie sich an den Dornen. Blut tropfte auf die ehedem weißen Früchte und färbte sie rot. Toll, diese antiken Sagen. Diese aber hat der französische Arzt Henri Leclerc 1925 für sein Buch „Les fruits de France“ dreist erfunden. Es ist auch eher öde, dass wohl der türkische Berg Ida Namenspate des Obstes war. Und „Himbeere“ kommt vom althochdeutschen Wort hintperi – Beere der Hirschkuh, vielleicht weil sie sich in lichten Wäldern so wohlfühlt.

In der Küche ist diese Frucht ein Naturtalent: Sie ist vollkommen, so wie sie ist. Ein paar gute Begleiter gibt es aber doch. Alles Cremige unterstreicht ihren Wohlgeschmack, Ziegenkäse steht im würzigen Kontrast dazu. Mit Pfirsich (Melba!), Mandel und Rosenwasser verträgt sie sich schwesterlich. Immerhin stammen sie alle aus der Großfamilie der Rosengewächse. Haselnüsse stehen ihr – traditionell in Linzertorte – ebenfalls gut. Auch dunkle Schokolade, Minze und – ja – Zucker, etwa in Marmelade, kann sie aushalten. Die Kerne mögen stören, sorgen aber auch für feine Holznoten. Nicht zuletzt harmoniert das berauschende Aroma reifer Himbeeren ausgezeichnet mit Alkohol, in Sekt etwa oder köstlichem Himbeergeist.

Es gibt auch schwarze, weiße, rosa und gelbe Sorten. Sobald Himbeeren zu sehr glänzen, ist aber Vorsicht geboten. Etwa in Hollywood. Seit 1981 verleihen Cineasten am Vorabend der Oscars den Antipreis „Goldene Himbeere“. Der Name der Plastiktrophäe spielt auf die Redewendung to blow a raspberry an: laut losprusten. Die so geehrten Schauspieler erscheinen selten persönlich. Im Jahr 2005 stellte sich Halle Berry aka Catwoman der Schmach und sprach die wahren Worte: „Wer kein guter Verlierer ist, kann kein guter Gewinner sein.“ So golden munden Niederlagen nur mit Himbeere. Liebe Banker, es ist nie zu spät, die eigene Leistung infrage zu stellen. Möge der Sommer himbeerreich sein.

Frisch vom Feld gibt's Himbeeren ab Juni.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Sagenhafter Spinat

(Spinacia oleracea)

Damit du groß und stark wirst? Von wegen! Spinat enthält gar nicht besonders viel Eisen. Weiß leider jedes Kind. Doch woher nimmt Popeye dann seine stahlharten Fäuste? Es ist... Ein Küchenkrimi.

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„Ich hab’ es geschafft. Der Spinat gab mir Kraft!“, singt ein Zeichentrickmann mit ballongroßen Unterarmen zu Militärmusik. „Ich bin Popeye der Seeheemann!“ Wir schreiben den 13. März 1942, und der Spinatmatrose hat irgendwo im Pazifik eine japanische Flotte zerlegt – im Alleingang, versteht sich. Alles, was er dafür braucht, ist eine Dose Spinat auf ex. Schon kommen die Superkräfte. Es ist die Zeit, in der selbst Comic-Helden im Dienst der US-Kriegspropaganda stehen. Die Botschaft „Der Spinat gab mir Kraft“ (im englischen Original: Strong to the finish, ’cos he eats his spinach) geht nicht nur an die Soldaten da draußen, sondern mindestens ebenso an deren Kinder daheim.

„Iss deinen Spinat!“ Wie viele Generationen hat dieser Befehl wohl gequält. Wie viel Leid war in der Welt, seit ein obskurer Chemiker im 19. Jahrhundert ein Komma falsch gesetzt und den Eisengehalt auf das Zehnfache potenziert hatte? Das Fuchsschwanzgewächs enthält gar nicht mehr von dem Spurenelement als andere Gemüse, enthüllte der Krebsexperte Terence Hamblin 1981 im British Medical Journal und folgerte spitz: „Als Eisenquelle hätte Popeye besser die Dosen verzehren sollen.“ Gute Pointe? Hier ist eine bessere: Den Rechenfehler hat es nie gegeben. Der Volksglaube, mit dem Hamblin ausgerechnet unter der Überschrift Fake! (Schwindel) aufräumte, ist selbst eine Sage. Ein „Supermythos“, wie Mike Sutton sagt. Der Kriminologe machte sich 2010 auf Spurensuche und fand: keine Quelle, nirgends. Als er Hamblin damit konfrontierte, mailte der zurück, er könne sich nicht recht erinnern. Er sei sich aber sicher, die Geschichte nicht erfunden zu haben.

Verbürgt sind Popeyes Verdienste um den Spinatabsatz in den USA. Dort hat der Matrose seine eigene Marke. Mehrere Gemeinden widmeten ihm Denkmäler. Crystal, Texas, und Alma, Alabama, konkurrieren sogar um den selbst erdachten Titel „Welthauptstadt des Spinats“. Er ist ein globales Gemüse. Im Fernen Osten zum ersten Mal kultiviert, verdankt er seinen Namen dem persischen aspanakh oder einem arabischen Poeten, der ihn als isfanatsch, Prinz aller Gemüse, pries. Im frühen Mittelalter erreichte er Spanien und verdrängte ein paar Jahrhunderte später auch seine Verwandte, die Gartenmelde, aus der deutschen Küche.

Frühjahrsspinat taugt zu mehr als grüner Pampe in Rahm. Zitrusfrüchte, auch Zitronengras stehen in frischem Kontrast zu den erdigeren Noten seiner Blätter. Als Salat oder gedünstet verträgt er sich mit gerösteten Pinienkernen, gebratenem Speck, salzigen Anchovis und beliebigen Mengen Knoblauch. Auch Joghurt schmeichelt ihm, wie die indische Küche beweist. Und Eiergerichte wie Soufflé ergänzt Spinat aufs Feinste. Aber natürlich: An kalten Apriltagen hat auch der durchpürierte Klassiker mit Muskat und „Blubb“ seine tröstende Berechtigung. Nur ein halber Mythos ist, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Er enthält zwar Nitrat, das Bakterien in krebserregendes Nitrit umwandeln. Stellt man Reste aber rasch in den Kühlschrank, kann man die Entstehung giftiger Substanzen verzögern. Spinat à la Saison, frisch vom Feld und in Bioqualität, enthält übrigens am wenigsten Nitrat.

Und Superkräfte setzt der zarte Grüne wirklich frei. Forscher haben Eiweiße aus seinen Blättern isoliert und tüfteln damit an „Spinatzellen“ für künstliche Fotosynthese, die einst mehr leisten sollen als Solarzellen. Popeyes spinach power speist sich allerdings aus einer anderen Quelle: Im Juli 1932 isst der Matrose zum ersten Mal Spinat – frisch vom Beet. Seine Freundin Olivia ruft: „Lieber Himmel, bist du ein Pferd?“ Popeye spricht mit Pfeife im Mund: „Spinat ist voller Vitamin A. Das macht Menschen stark und gesund.“ Wie wahr. Und hoffentlich gilt das auch für Kettenraucher.

Frisch vom Feld gibt's Spinat ab März.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

À la Saison

Geselliger Grünkohl

(Brassica oleracea var. sabellica)

„Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, sagen die Oldenburger. Mag sein. Fakt ist: Wer Hipster werden will, muss Grünkohl sogar lieben. Ode an das gesündeste Gemüse der Welt.

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„Ich werd’s ja essen“, mäkelte Theodor Heuss anno 1952 erstaunlich undiplomatisch. „Aber sagt mir um Gottes willen, wie seid ihr Bremer darauf gekommen!“ Der Bundespräsident, im grünkohlfreien Süddeutschland aufgewachsen, starrte glasig auf die wurstbedeckten Gipfel des Matschgebirges, das ihm zur „Schaffermahlzeit“ im Bremer Rathaus serviert worden war. Doch der Verzehr des schwer verdaulichen Traditionsgerichts war keine Frage des Appetits, sondern der Staatsräson. Schließlich steckten die Hungerwinter der jungen Bundesrepublik noch in den Knochen und Heuss wollte der  Präsident aller Deutschen sein.

Ausgerechnet er verhalf dem Grünkohl aus Versehen zum nationalen Durchbruch: Als der Oldenburger Oberstadtdirektor den Präsidenten 1956 zum „Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten“ einlud, antwortete Heuss: „Lassen Sie sich etwas echt Oldenburgisches einfallen und kommen Sie damit nach Bonn. Dann mache ich auch mit.“ Leider nahmen die Oldenburger das wörtlich. Bis heute karren sie jeden Winter 150 Kilogramm vorgekochten Grünkohl in die Hauptstadt, die inzwischen Berlin heißt. Längst ist das Gröönkohl-Äten ein Fixstern am Politfirmament. „Wer Bundespräsident werden will, muss Grünkohl mögen“, behaupten die Niedersachsen. Aber wie um Gottes Willen sind die Fischköpp darauf gekommen?

Man weiß es nicht. Was die Herkunft des Kreuzblütlers betrifft, weist allerdings der Kosename Palme des Nordens, der auf seine Wuchsform (Ein Kohl ohne Kopf!) anspielt, die richtige Himmelsrichtung. Stammt doch der grüne – wie alle Kohlarten – vom Meerkohl ab, der zuerst im Mittelmeerraum kultiviert wurde. Etwa 400 Jahre vor Christus wurde ein krauser Blattkohl beschrieben, den die Römer später Sabellinischen Kohl nannten. Er könnte der Vorläufer des heutigen Grünkohls sein. Seine Wohlfühltemperatur hat er zweifellos nördlich der Alpen gefunden. Denn um sein erdig-süßes Aroma zu entfalten, braucht er es fußkalt. Der erste Bodenfrost der Novembernächte verwandelt die bitterstoffhaltige Stärke der Grünkohlblätter in herbe Süße und erhöht ihren Zuckergehalt um fast das Doppelte.

Für viele norddeutsche Menschen ist es dann an der Zeit, sich auf „Kohlfahrt“ zu begeben. Mit Bollerwagen ziehen sie über Land, während sie „Boßeln“ oder „Kloatscheeten“ spielen – was Ortsfremde am ehesten an Boccia erinnern dürfte. Kohldampf und Nieselregen treiben die Gesellschaft schließlich in einen Gasthof, wo sie nach Speis und Trank ihren Kohlkönig kürt. Grünkohl ist hier viel mehr als ein Gemüse, er gehört zur Identität ganzer Landstriche. Vielleicht ist es Dankbarkeit. War die winterhärteste Kohlart doch in den Jahrhunderten ohne Südfrüchte der wichtigste Lieferant von Kalzium, Eisen, Folsäure, Magnesium und fast sämtlicher Vitamine. Grünkohl hilft, den Körper zu entgiften, stärkt Lungen, Kreislauf und Immunabwehr – selbst wenn Hafergrützwurst („Pinkel“) und Speck die Bilanz verfetten.

Als gesündestes Gemüse der Welt wird er neuerdings in den USA gefeiert. New Yorker trinken ihren kale zum Smoothie zermalmt oder löffeln ihn aus Gläschen. Auch Salate und Chips zaubern sie aus frischem Grünkohl. Stars wie Gwyneth Paltrow schwören natürlich drauf. Und schon schwappt der Trend zurück, steht auch in Hamburger Supermärkten hochpreisiger Grünkohl-Schnickschnack. Vielleicht wird das Ex-Landei ja im flüssigen Aggregatzustand Süddeutschland erobern? In der Schweiz jedenfalls ist es unter dem malerischen Namen „Federkohl“ bereits schick. Weitere Karriereaussichten beschrieb Helmut Schmidt 1974 anlässlich seiner Wahl zum Oldenburger Grünkohlkönig wie folgt: „Mit Grünkohl ist es wie mit manchem Jungpolitiker in Parlamenten. Sobald er drin ist, bläht er sich auf.“ Ausprobieren? Noch ist „Gröönkohltiet“. Sie endet am Gründonnerstag.

Frisch vom Feld gibt's Grünkohl ab Dezember.

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

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Sa, 2016-06-25 05:32
Stuttgart (dpa)

Unwetter treffen den Südwesten - 25 Verletzte bei Musikfestival

Sanitäter versorgen verletzte Festivalbesucher, während am Himmel die Blitze zucken. Auch die Kleinstadt Pfullingen meldet Land unter.

Stuttgart (dpa) - Auf die Tropenhitze folgt das Donnerwetter: Erneut hat es Baden-Württemberg besonders heftig getroffen. Beim «Southside Festival» mit Zehntausenden Musikfans gab es am Freitagabend 25 Verletzte. Die Feiernden flüchteten vor Blitz, Donner und Starkregen. Auch in Pfullingen, südlich von Stuttgart, goss es wie aus Kübeln. Zwei kleine Bäche traten über die Ufer und trieben die hilflosen Bewohner in die Enge. Das ganze Ausmaß der Schäden werde sich wohl erst bei Sonnenaufgang zeigen, erklärten die erschöpften Retter.

Sanitäter versorgten beim «Southside Festival» im Kreis Tuttlingen 25 verletzte Musikfans. «Fünf von ihnen kamen ins Krankenhaus», sagte ein Sprecher der Polizei. Um was für Verletzungen es sich handelte, konnte er am Samstagmorgen nicht sagen. «Wie es mit dem Festival heute weitergeht, steht noch nicht fest», betonte der Sprecher. Die Gespräche mit dem Veranstalter liefen in den Morgenstunden noch.

Zu Beginn der dreitägigen Open-Air-Veranstaltung auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes in Neuhausen Ob Eck herrschte noch schönstes Sommerwetter, dann kamen Blitz und Donner. Das «Southside Festival» findet traditionell gleichzeitig mit dem «Hurricane Festival» in Niedersachsen statt. Auch dort wurde die Veranstaltung am Freitagabend wegen eines Unwetters unterbrochen.

Gewitter und ein Hagelsturm überraschten Pfullingen in den späten Abendstunden. Die Feuerwehr war unterunterbrochen im Einsatz, um überflutete Keller und Tiefgaragen abzupumpen, weggespülte Fahrzeuge zu bergen und einen Kellerbrand zu löschen. In kurzer Zeit traten in der 18 000-Einwohner-Gemeinde zwei Bäche über die Ufer und überfluteten Teile der Stadt.

«Es sieht verheerend aus im Stadtgebiet», sagte Bürgermeister Michael Schrenk in der Nacht. Besonders öffentliche Gebäude wie Sporthallen und ein Museum seien betroffen. «Es sind großflächig große Schäden entstanden.» Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht.

Ähnliche Szenen hatten sich am Freitagnachmittag bei einem Unwetter in Stromberg in Rheinland-Pfalz abgespielt. Der sonst so harmlose Welschbach verwandelte sich in einen reißenden Fluss. Das Wasser stand teils zwei Meter hoch in der kleinen Stadt.

Etwa 60 Gebäude wurden überflutet. 30 Anwohner waren in ihren Häusern eingeschlossen. Der Gesamtschaden könnte eine sechs- oder siebenstellige Höhe erreichen. Verletzte gab es nach Angaben vom Krisenstab des Kreises Bad Kreuznach nicht.

Für das Wochenende kündigte der Deutsche Wetterdienst erneut heftigen Regen an.

Sa, 2016-06-25 05:30
Washington (dpa)

Der Brexit der Insel: Menetekel für die Weltmacht? Von Martin Bialecki, dpa

Zwischen Briten-Brexit und US-Wahl gibt es reichlich Parallelen. Sie gehen über das Blond Boris Johnsons und Donald Trumps weit hinaus. Diese Beziehung könnte wirklich «speziell» werden.

Washington (dpa) - Sein ganzes Gewicht hatte Barack Obama in diese Frage geworfen, und nichts hat es geholfen. Überraschend scharf und unzweideutig hatte er sich in London neben einem rosige Zuversicht ausstrahlenden David Cameron gegen den Brexit gestellt. Ein Vierteljahr später kann der US-Präsident den scheidenden Briten nur ein bedauerndes «trotzdem» hinterherwinken: Die «special relationship» beider Länder bleibe gewiss bestehen. Trotz Brexits.

Das mag sein, aber vielleicht wird sie viel spezieller als von ihm gemeint. Der Ausgang des Referendums der ehemaligen Kolonialherren ist für die Weltmacht vor ihrer Wahl im November ein Menetekel.

Mit sicherem Gespür für den Augenblick ließ sich Donald Trump nach der Abstimmung aus Schottland vernehmen. Vollkommen ruhig, höflich und selbstgewiss, die weiße «Make America Great Again»-Mütze tief in der Stirn: So mache man das, großartig, diese Briten, hätten sich ihr Land zurückgenommen, und im Spätherbst werde er dieses Werk in den USA vollenden.

Die Parallelen sind augenfällig.

Die Bevölkerung in weiten Teilen tief verunsichert von der Hyperglobalisierung. Weiße Wähler mittleren Alters fühlen sich abgehängt und alleine. Löhne stagnieren, das Thema Einwanderung höchst kontrovers. Nackter Populismus, das Spiel mit rassistischen Ressentiments, Fakten werden ignoriert, die Eliten sind entkoppelt von der breiten Bevölkerung. Gekrönt wird das von dem vielleicht Linderung versprechenden Gefühl, aus irgendwas austreten zu müssen.

Was den Briten der Brexit, könnte den USA Trumps Isolationismus werden. Wer sich von der oberflächlichen Betrachtung des erstaunlichen Haars Boris Johnsons und Donald Trumps löst, sich den einen als Premier denkt und den anderen als Präsident, dem erscheint eine «special relationship» beider Länder in besonderem Licht.

Das riskante Unbekannte siegt über den Status Quo, wie die «New York Times» schreibt, alle Expertise wird beiseitegewischt für den Wandel («Washington Post»): Wenn «Hauptsache, anders!» die Überschrift dieses US-Wahljahres bleibt, wird es für die Demokraten am 8. November schwer. Dringend müsste Hillary Clinton die viele Millionen zählende Anhängerschaft Bernie Sanders' einbinden, will sie nicht als kühle Staatsfrau von der Wut versengt werden, die Trumps Glut angesteckt hat. Der Linke Sanders adressiert genau jene Probleme, die auch im Vereinigten Königreich eine große Rolle gespielt haben.

Die Amerikaner interessiert nur bedingt, was außerhalb ihrer Grenzen passiert. Dabei trifft der EU-Austritt Großbritanniens die USA hart. Nicht nur für die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP ist dieses Ergebnis Senkblei. Auch die gewohnt enge Zusammenarbeit der Geheimdienste wird überprüft werden.

Die beiden Länder sind sich kulturell nah, militärisch enge Verbündete, wirtschaftlich geschätzte Partner, über die Finanzmärkte bis in die Altersvorsorge hinein finanziell verwoben.

Der «New Yorker» schrieb zum Votum gallig: «Die Briten haben nun jedes Recht verloren zu behaupten, dass die Amerikaner dümmer sind als sie.» Man könne nur hoffen, dass sich das im November wieder ändere.

Sa, 2016-06-25 04:08
Peenemünde (dpa)

Jagd erfolgreich: Forscher entdecken erste Meereswirbel in Ostsee

Peenemünde (dpa) - Auf ihrer Expedition «Uhrwerk Ozean» mit einem Zeppelin haben Meeresforscher in der Ostsee erste Meereswirbel entdeckt. Südlich der dänischen Insel Bornholm sei ein Spiralwirbel mit einem Durchmesser von drei Kilometer aufgespürt und über sechs Stunden bis zu seinem Zerfall verfolgt worden, sagte der Expeditionsleiter Burkard Baschek vom Helmholtz-Zentrum für Küstenforschung Geesthacht der Deutschen Presse-Agentur. Ein weiterer, etwa 15 Kilometer großer Wirbel habe gezeigt, wie sich an den Rändern verschiedener Wassermassen scharfe Bänder von Cyanobakterien (Blaualgen) abzeichnen.

Sa, 2016-06-25 04:21
Pfullingen (dpa)

Hochwasser in Pfullingen - «verheerende» Folgen von Starkregen

Wieder einmal hat ein Starkregen große Schäden im Südwesten angerichtet. Diesmal hat es die Gemeinde Pfullingen getroffen.

Pfullingen (dpa) - Erneut sind sonst harmlose Bäche im Südwesten nach Starkregen angeschwollen und haben schwere Schäden angerichtet. Das Unwetter in der Nacht zum Samstag hat in Pfullingen südlich von Stuttgart gravierende Folgen gezeitigt. Die Feuerwehr war unterunterbrochen im Einsatz, um überflutete Keller und Tiefgaragen abzupumpen, weggespülte Fahrzeuge zu bergen und einen Kellerbrand zu löschen. In kurzer Zeit waren in der 18 000-Einwohner-Gemeinde wegen Starkregen zwei Bäche über die Ufer getreten und hatten Teile der Stadt überflutet. Hinzu kam ein Hagelsturm.

«Es sieht verheerend aus im Stadtgebiet», sagte Bürgermeister Michael Schrenk in der Nacht. Besonders öffentliche Gebäude wie Sporthallen und ein Museum seien betroffen. «Es sind großflächig große Schäden entstanden.» Viele Menschen würden erst am Morgen sehen, was die zu Strömen angeschwollenen Echaz und der Eierbach angerichtet haben.

Erst Ende Mai hatte ein Unwetter in Braunsbach (Hohenlohekreis) zu schweren Verwüstungen geführt. Auch Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) war betroffen. Es hatte auch Tote gegeben.

Menschen kamen aber in Pfullingen am Fuße der schwäbischen Alb nicht zu Schaden, wie Dietmar All, Kommandant der Feuerwehr Pfullingen berichtete. Allerdings seien fünf Personen im Obergeschoss eines Gebäudes eingeschlossen gewesen, die sich wegen der Gefahr eines Stromstoßes nicht mehr hinaus getraut hätten. Eine Person saß zwei Stunden lang im Aufzug fest. Im Einsatz waren 261 Feuerwehrleute auch aus Nachbarkommunen mit 42 Fahrzeugen.

Nach Auskunft der Feuerwehr waren die Folgen gravierender als die des Unwetters im Jahr 2013. «Eigentlich sind das ruhige Bäche, am Freitagabend war das Wasser allerdings zwei Meter höher als normal», berichtete ein Sprecher. Fast im Minutentakt gingen Notrufe ein. Auch im nahen Reutlingen richtete die Echaz Schaden an. So überflutete der Bach das Erdgeschoss eines Altenheims, dessen Bewohner in die oberen Stockwerke gebracht werden mussten.

Dass kübelartige Regenfälle Rinnsale wie den Eierbach so schnell ansteigen lassen, bezeichnete Zugführer Michael Schön als «brutales Phänomen». Das sollte eigentlich nur alle 50 Jahre vorkommen. «Die 50 Jahre werden sehr kurz in der Zwischenzeit.»

Sa, 2016-06-25 04:04
Gaza (dpa)

UN-Palästinenserhilfswerk fordert Ende der Blockade von Gaza

Gaza (dpa) - Zehn Jahre nach Beginn der israelischen Blockademaßnahmen im Gazastreifen fordert das UN-Palästinenserhilfswerk ein Ende der Abriegelung. «Ich denke, es ist sehr wichtig, sofort die Blockade zu beenden», sagte der Sprecher von UNRWA in Gaza, Adnan Abu Hasna, der Deutschen Presse-Agentur. «Die Menschen haben nichts zu verlieren. Die Dinge können nicht für eine lange Zeit so weiter gehen.» Die Frustration der Leute sei gefährlich.

Die Wirtschaft in dem Küstenstreifen liegt brach. Der Import und Export von Waren wird von Israel überwacht. Wer ausreisen will, braucht eine Genehmigung. Nach Angaben der Weltbank von 2015 ist die Arbeitslosenquote mit 43 Prozent weltweit vermutlich die höchste.

2006 hatte die radikal-islamische Hamas den israelischen Soldaten Gilad Schalit in den Gazastreifen verschleppt. Israel reagierte mit Waffengewalt und Restriktionen.

Ägypten hat mittlerweile den einzigen gemeinsamen Grenzübergang geschlossen. Seit Anfang des Jahres hat die israelische Armee nach eigenen Angaben zwei Angriffstunnel der Hamas in Israel entdeckt.

Sa, 2016-06-25 04:04
Aviv (dpa)

Zehn Jahre Gazastreifen nach der Entführung von Gilad Schalit

Gaza/Tel Aviv (dpa) - Am 25. Juni 2006 verschleppte die radikal-islamische Hamas den israelischen Soldaten Gilad Schalit in den Gazastreifen. Als Reaktion darauf marschierte die israelische Armee in das Küstengebiet ein und verhängte scharfe Restriktionen. Radikale Palästinenser schießen bis heute regelmäßig Raketen nach Israel. Die zentralen Ereignisse seit der Entführung Schalits:

Juni 2006: Die israelische Armee rückt zur Befreiung des am 25. Juni verschleppten Soldaten Gilad Schalit mit Bodentruppen in den Gazastreifen ein. Israel verhängt eine Blockade des Küstenstreifens.

Juni 2007: Die radikal-islamische Hamas vertreibt die gemäßigtere Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und übernimmt die alleinige Kontrolle im Gazastreifen. Israel verschärft die Blockade.

Jahreswende 2008/2009: Der erste Gaza-Krieg. Israel reagiert auf fortwährende Raketenangriffe mit der dreiwöchigen Militäroperation «Gegossenes Blei». Mehr als 1400 Palästinenser und 13 Israelis werden getötet.

Mai 2010: Israelische Soldaten entern das Schiff «Mavi Marmara», mit dem pro-palästinensische Aktivisten versuchen wollen, die Seeblockade Gazas zu durchbrechen. Zehn Türken werden getötet. Angesichts scharfer internationaler Kritik ist Israel gezwungen, die Gaza-Blockade zu lockern.

November 2012: Nach mehrtägigem Raketenbeschuss durch militante Palästinenser tötete Israel den Hamas-Militärchef Ahmed Dschabari. Daraufhin beginnt ein achttägiger Schlagabtausch beider Seiten, bei dem mehr als 160 Menschen sterben.

Juli/August 2014: Die Ermordung jüdischer und arabischer Jugendlicher setzt im Nahen Osten eine Gewaltspirale in Gang. Der dritte Gaza-Krieg bricht aus. Während 50-tägiger Kämpfe werden 2250 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet.

Sa, 2016-06-25 04:03
Gaza (dpa)

Gazastreifen: Wo der größte Wunsch ein eigener Teddybär ist Von Stefanie Järkel, dpa

Die radikal-islamische Hamas verschleppte vor zehn Jahren den israelischen Soldaten Gilad Schalit. Israel reagierte mit Waffengewalt - und scharfen Restriktionen. Die Folgen spüren die Menschen bis heute.

Gaza (dpa) - Saleh al-Cheisi hat Segelohren und eine große Lücke zwischen den Vorderzähnen. Der Neunjährige sitzt auf einem Plastikstuhl vor dem Eingang zum Haus seiner Familie in Gaza. «Ich träume von meinem eigenen Zimmer voll mit Spielsachen - Motorrädern, Zug und einem Teddybär», sagt der Junge. Aktuell schläft er mit seiner Mutter und sieben Geschwistern in einem Raum. Im Oktober wird Saleh zehn. Er ist damit so alt wie die israelische Blockade des Gazastreifens.

Die heute in dem palästinensischen Küstenstreifen herrschende radikal-islamische Hamas verschleppte am 25. Juni 2006 den israelischen Soldaten Gilad Schalit. Die Angreifer waren durch einen Tunnel unter dem Grenzzaun nach Israel gelangt. Israel riegelte daraufhin zeitweise das Küstengebiet ab. Wenige Tage nach der Entführung marschierte die israelische Armee im Süden des Gazastreifens ein, bombardierte Brücken sowie ein Elektrizitätswerk und besetzte den Flughafen.

«Es war niemals einfach, aber man kann die Zeit davor nicht mit dem vergleichen, was danach passierte», sagt der Sprecher der UN-Palästinenserhilfswerks, Adnan Abu Hasna, in Gaza. Vorher hätten die Palästinenser noch frei reisen können. Allerdings hatte Israel nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Gisha schon im März 2006 palästinensischen Arbeitern die Einreise nach Israel untersagt. Die Hamas hatte in den Monaten zuvor regelmäßig Raketen auf Israel abgeschossen.

Im Jahr 2000 seien 80 000 Menschen auf die Unterstützung mit Nahrungsmitteln angewiesen gewesen, sagt Abu Hasna. Heute seien es fast eine Million - rund die Hälfte der Bewohner. Doch Schai Grunberg von der Menschenrechtsorganisation Gisha sagt auch: «Es gibt keinen Mangel an Nahrungsmitteln in Gaza, allerdings kämpfen die Menschen darum, sich Essen und grundsätzliche Dinge zum Leben leisten zu können.»

Israel kontrolliert bis heute, wer und was nach und von Gaza kommt. Wer ausreisen will, braucht eine Genehmigung. Militante Palästinenser feuerten aus dem Gazastreifen bis 2014 regelmäßig Raketen auf Israel ab. Seit Anfang des Jahres hat die israelische Armee zwei weitere Angriffstunnel der Hamas entdeckt. Anfang Mai beschossen sich Hamas und Israel tagelang.

Saleh al-Cheisi lebt mit seiner Familie rund 700 Meter von der Grenze zu Israel entfernt. Die Wände der Häuser an der Straße sind übersät mit Einschusslöchern. «Wir sind die ersten, die es trifft», sagt Salehs Vater Amdschad al-Cheisi im schwarz-weiß karierten Hemd und Jeans. Bis 2006 hätten sie israelische Militärfahrzeuge nur vorbeifahren sehen. Doch das habe sich später geändert.

Drei Gazakriege gab es seit der Geburt von Saleh al-Cheisi - um den Jahreswechsel 2007/2008, in den Jahren 2011 und 2014. In diesen Zeiten flüchtete die Familie zu Verwandten tiefer in den Gazastreifen. Doch auch im Sommer vergangenen Jahres sei jeden Freitag geschossen worden, sagt Salehs Mutter Ferjal al-Cheisi.

Eines Abends habe ihr Sohn eine Art epileptischen Anfall gehabt. Er krampfte und wurde bewusstlos. «Wir mussten ins Krankenhaus, er war in einem sehr schlechten Zustand», erzählt die 46-Jährige. «Ich habe einen Krankenwagen gerufen, aber die sagten, sie können nicht kommen.» Erst müsse die palästinensische Seite mit den Israelis eine Feuerpause vereinbaren. Am Ende habe ein Freund mit einem Taxi den Jungen ins Krankenhaus gebracht.

«Es ist nicht nur Saleh», sagt Amdschad al-Cheisi im Schatten eines Olivenbaumes. «Alle meine Kinder leiden.» Bis 2006 habe er regelmäßig als Bauarbeiter in Israel gearbeitet. Danach sei er arbeitslos geworden. Die Einfuhr von Baumaterialien wie Zement hatte Israel immer wieder unterbunden, aus Sorge, dass die Hamas damit neue Tunnel nach Israel baut.

Nach der Machtübernahme der Hamas 2007 wandelte Israel die schon bestehende Abriegelung in eine permanente Blockade um. Es habe nur noch ein eingeschränktes Warenangebot gegeben, erzählt al-Cheisi, kein Spielzeug, keine Pepsi, keine Zahnpasta. Die Vereinten Nationen warnten 2009, dass es an Milch, Geflügel und Brot mangele. In dieser Zeit gelangten allerdings viele Waren aus Ägypten durch Schmugglertunnel in den Gazastreifen. Ägypten zerstörte später die meisten Tunnel und schloss den einzigen gemeinsamen Grenzübergang.

2010 lockerte Israel nach internationalen Protesten die Blockade. Ein Jahr später kam Gilad Schalit nach fünf Jahren Gefangenschaft frei. Heute brauchen nur noch Waren eine Genehmigung, die nach Ansicht Israels von der Hamas missbraucht werden könnten - etwa besondere Arten von Eisen oder laut Gisha Batterien. Die zuständige israelische Behörde Cogat verweist auf die steigende Zahl importierter Waren in den Gazastreifen. 4,3 Millionen Tonnen seien es 2015 gewesen, nach einer Million im Jahr zuvor.

Wer während des Ramadans auf dem Markt in Gaza steht, fragt sich auch: Blockade? Ein Mann schiebt einen Karren mit einem Berg Brot, die Händler bieten Obst und Gemüse an, Männer kaufen süße Pfannkuchen zum Fastenbrechen am Abend. Bei Alaa Massud gibt es Nudeln aus Italien, gepökeltes Fleisch aus Südamerika und Knorr-Hühnersuppe zum Auflösen - umgerechnet 2,50 Euro das Kilo.

«Als die Blockade strikter war, bis 2010, konnte ich das alles nicht bekommen», sagt der 34-Jährige. Allerdings: «Das Geschäft läuft schlechter als in den Vorjahren, weil die Menschen kein Geld haben.» Die Kühltruhe vor seinem Laden ist leer, es gibt mal wieder keinen Strom. Bei 30 Grad würde der Käse nur schlecht werden.

Saleh al-Cheisi träumt derweil weiter von einem Teddybär. Wenn er erwachsen ist, will er Arzt werden und den Menschen helfen. Sein Vater Amdschad hofft darauf, endlich sein Haus renovieren zu können - und auf Stabilität, auf Ruhe und Sicherheit. «Ich will einen Job», sagt er. «Ich will nicht auf die Nacht warten, auf die nächste Schießerei.»

Sa, 2016-06-25 02:37
Pfullingen (dpa)

Hochwasser in Pfullingen - Verletzte bei «Southside Festival»

Zwei kleine Bäche treten in Pfullingen über die Ufer und treiben hilflose Anwohner in die Enge. Beim «Southside Festival» flüchten Tausende Musikfans vor Blitz und Donner.

Pfullingen (dpa) - Ein heftiges Unwetter hat am Freitagabend über Baden-Württemberg getobt. In Pfullingen - südlich von Stuttgart - traten zwei Bäche über die Ufer und fluteten Straßen und Keller.

«Mehrere Menschen sitzen in Tiefgaragen fest und könnnen nicht raus», sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen. Die Gebäude stünden unter Strom, die Retter versuchten, die Stromversorgung zu kappen. Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht.

«Eigentlich sind das ruhige Bäche, dann war das Wasser allerdings zwei Meter höher als normal», berichtete der Sprecher. Fast im Minutentakt gingen Notrufe ein. Die Feuerwehr kündigte für die Nacht eine Pressekonferenz an.

Das «Southside Festival» mit Zehntausenden Musikfans im Kreis Tuttlingen legte wegen des Unwetters eine Pause ein. Zu Beginn der dreitägigen Open-Air-Veranstaltung auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflugplatzes in Neuhausen Ob Eck war bestes Sommerwetter, dann kamen Blitz und Donner.

«Sanitäter versorgten mehrere leicht verletzte Festivalbesucher», berichtete ein Sprecher der Polizei. Um was für Verletzungen es sich handelte, konnte er am frühen Samstagmorgen nicht sagen. «Wie es hier heute weitergeht, steht noch nicht fest», betonte der Sprecher.

Das «Southside Festival» findet traditionell gleichzeitig mit dem «Hurricane Festival» in Niedersachsen statt. Auch dort wurde die Veranstaltung am Freitagabend wegen eines schweren Unwetters zunächst unterbrochen.

Für das Wochenende kündigte der Deutsche Wetterdienst erneut heftigen Regen an.

Sa, 2016-06-25 01:47
Charleston (dpa)

Mindestens 20 Tote bei Überflutungen im US-Bundesstaat West Virginia

Starke Regenfälle führen im Osten der USA zu Überschwemmungen. Mindestens 20 Menschen sterben. Und Hunderte sitzen fest.

Charleston (dpa) - Bei schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat West Virginia sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher des Katastrophenschutzes dem Sender CNN. Gouverneur Earl Ray Tomblin sagte am Freitag, ein verheerendes Tief habe seit Donnerstag zu Erdrutschen, Überflutungen und Schlammlawinen geführt. Es sei womöglich die schlimmste Flut in dem Staat seit 100 Jahren. Unter den Toten waren auch Kinder.

In 44 Bezirken wurde der Notstand verhängt, damit ist Bundeshilfe leichter möglich. Die Nationalgarde rückte zur Unterstützung der lokalen Behörden an.

Einige Gebiete des bergigen Bundesstaates in den Appalachen waren von der Außenwelt abgeschnitten. Straßen und Gleise seien zerstört, sagte Tomblin. Zehntausende waren ohne Strom. Das Fernsehen zeigte Bilder reißender Flüsse, Fahrzeuge trieben durch Städte und Dörfer.

Rund 500 Menschen saßen seit Donnerstag in einem Einkaufszentrum in Elkview fest, weil eine Zufahrtsbrücke vom Hochwasser zerstört worden war, wie der Sender ABC berichtete. Rettungskräfte halfen manchen von ihnen, über eine Ausweichroute aus dem eingeschlossenen Gebiet zu gelangen.

In Ravenswood wurde ein Vierjähriger am Donnerstag in Ravenswood vor den Augen seines Großvaters von den Fluten mitgerissen, wie die Zeitung «Charleston Gazette-Mail» berichtete. Der Mann versuchte noch, den Jungen aus dem Wasser zu ziehen, was ihm aber nicht gelang. Rettungskräfte fanden die Leiche des Kindes am Freitag.

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Der Marktführer bei Industriewurst*

*in Plastik verpackt, bei Aldi & Co. verkloppt

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Komplett neben der Spur.

Der Lüguan. Lässt Kontrollen links liegen.

Jeder hat doch mal eine abwegige Idee. Warum sollte das bei den Ingenieuren und Managern von Volkswagen anders sein. Wenn es einfach nicht klappen will, einen Motor so hinzubekommen, dass er sauber läuft und trotzdem ordentlich Wums hat, kann man schon mal die ausgetretenen Pfade verlassen und die Schikanen kontrollwütiger Umweltfreaks ausmanövrieren. Dass da ein paar Asthmatiker am Straßenrand ins Gras beißen, dass Kundenrechte und fairer Wettbewerb auf der Strecke bleiben, dass am Ende der ganze Konzern erst auf die schiefe Bahn und dann ins Schleudern gerät, das alles sieht von hinten betrachtet natürlich dreckig aus. Aber da lag nun mal so verdammt viel Schotter auf der Straße.

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AUSSEN GRÜN.*
INNEN BRAUN.*
KALORIEN-AMPEL ROT.**

Die neue Coca-Cola Lie hat ein grünes Etikett. Das soll ja bei Imageproblemen helfen.
Es sind aber immer noch drei gehäufte Teelöffel Zucker in einer 0,33-Liter-Flasche. Schließlich macht nicht die Cola dick, sondern Bewegungsmangel, haben Forscher*** herausgefunden.
Mehr Infos unter greenpeace-magazin.de/coke

*  MIT FARBSTOFF
** COCA-COLA LIE MIT STEVIA-EXTRAKT ENTHÄLT 37 % WENIGER ZUCKER. DAS REICHT IMMER NOCH, UM MIT EINER MINI-FLASCHE DIE VON DER WHO EMPFOHLENE TAGESDOSIS ZU KNACKEN. DIE KALORIEN-AMPEL LEUCHTET WEITER IM SCHÖNSTEN COLA-ROT.
*** DIE COCA-COLA GESPONSERT HAT 

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Deutsche See – Wir schalten auf stur 

HÖCHSTE QUANTITÄT UND SKRUPELLOSE GESCHÄFTE MIT WALFÄNGERN.

Unser Rotbarsch stammt aus Beständen vor den Küsten Islands. Dort haben wir Verbündete gefunden, die unsere große Leidenschaft für Geld teilen. Das kleine Inselvolk ist seit 2006 wieder auf Waljagd. Denn rund um Island erstreckt sich ein einzigartiges Ökosystem. Der Schutz dieses Naturschatzes liegt einigen Isländern genauso fern wie uns. Geld, das wir dem Fischereiunternehmen HB Grandi für den Rotbarsch überweisen, fließt in die illegale Jagd auf gefährdete Finnwale.

Unseren Rotbarsch beziehen wir von unserem Komplizen: HB GRANDI – Fieser Fisch

greenpeace-magazin.de/deutschesee

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Wie kaschiert man eigentlich miese Qualität?
Mehr zu Lidls Schönfärberei jetzt auf www.greenpeace-magazin.de/lidl

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„Rasen ist dumm. Hirn wär’geil!“
(Starke Autos für schwache Egos jetzt unter sixt.de)

Mehr unter
greenpeace-magazin.de/sixt

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Die Lage ist ernst!
Kinderarbeit bei der Kakao- und Haselnussernte, Palmöl-Monokulturen im Urwald!
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Wir schotten uns ab, behandeln Flüchtlinge wie Kriminelle und missachten die Menschenrechte.

Uns doch egal, ob Ihr vor Krieg, Folter und Verfolgung flieht – wir waren schließlich zuerst da. Wir zwingen Eure jämmerlichen Boote zur Umkehr und riskieren tödliche Havarien. Schafft Ihr es trotzdem zu uns, sperren wir Euch in Gefangenenlager auf entlegenen Inseln. Das gilt übrigens für alle, auch für Familien und Kinder, egal was Ihr hinter Euch habt. Wir nennen Euch einfach „illegal“ – obwohl es ein Menschenrecht ist, per Boot Asyl zu suchen.
Australien: Isoliert und Paranoid am Ende der Welt

Mehr Informationen: amnesty.de/laenderbericht/australien; sorryasylumseekers.com

Nicht autorisiert von Australiens Regierung, Capital Hill, Canberra




 

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Ist es vermessen, mit Sonnenenergie zu prahlen, wenn man fast keine verkauft?
Energie aus Sonnenkraft ist einfach genial. Deshalb schalten wir ständig diese seltsamen Anzeigen mit der Vogelscheuche und der komischen Dosenöffnerlasche im Hintergrund. Zwar erzeugen wir weiter vor allem Kohle- und Atomstrom und haben unsere Investitionen in Erneuerbare gerade erst zurückgeschraubt. Aber vielleicht bleibt ja bei irgendwem hängen, dass wir eigentlich ganz harmlos sind.

Wir hinken hinterher. Steigen Sie um: atomausstieg selber-machen.de

VeRWEgen werben


 

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Jedes Jahr ein Wegwerf-Smartphone
Nur bei uns: Alle 12 Monate Dein „altes“ Smartphone zum Fenster rauswerfen.* Mit Vodafone NextPhone.
Vodafone Power to waste 

Teuerstes Wegwerf-Produkt aller Zeiten.
*„Kaum habe ich heute ein neues Smartphone gekauft, steht bereits die Ankündigung des nächsten Flaggschiff-Modells eines weiteren Herstellers an“: Mit diesem entsetzlichen Dilemma preist Vodafone seinen Kunden die neue Vertragsoption NextPhone an. Wer einen Aufpreis zahlt, bekommt im Tausch gegen sein „altes“ schon nach 12 Monaten ein neues subventioniertes Smartphone – das abgegebene Gerät werde dann weiterverwendet. Eine „umweltschädliche Marketingstrategie“ kritisiert Germanwatch. Der Slogan fördere die Wegwerfmentalität.

Erschienen in Ausgabe 5.14

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Wasser, sechs Würfelzucker, kaum Saft – schmeckt supersüß, ist superungesund.

Trotzdem machen wir auf allen Kanälen grelle Reklame, locken mit Spielen, Stickern und Sportevents. Aber falls sich jemand daran stößt:
Diese Werbung ist gar nicht an Kinder gerichtet!

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Früher gehörten zum Picknick: Ein Korb. selbstgemachte Leckereien, Gemütlichkeit. Und heute? Plastik, Fabrikfrikadellen*, Bequemlichkeit.

*Mit Fleisch aus Massentierhaltung und Gen-Soja im Tierfutter

Erschienen in Ausgabe 3.14

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Born to be Pauschalurlauber.
Weiche Betten für harte Kerle. Von Florida nach Kalifornien heizen inkl. Harley-Einwegmiete, Leihhelm und 15 Hotelübernachtungen – und auf echt heißen Stühlen die ständigen Hitzerekorde im Süden der USA weiter anfeuern.

Erschienen in Ausgabe 2.14

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Datensicherheit made in USA.
Mit der Einführung des Fingerabdrucks als Passwort-Ersatz für das neue iPhone beweisen wir Fingerspitzengefühl: Pünktlich zur Veröffentlichung des NSA-Überwachungsskandals kannst Du neben all den anderen Daten, die wir von Dir haben, jetzt auch Deinen Fingerabdruck auf dem iPhone abspeichern. Vollkommen sicher und ohne Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste versteht sich – wie Du es von Produkten aus den USA gewohnt bist.

iSpy5s

Erschienen in Ausgabe 1.14

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Der neue Range Rover Superstupid

VON 0 AUF HIRNLOSE BESCHLEUNIGUNG.

Der neue Range Rover Superstupid speziell für Dummys: Er röhrt wie ein Hirsch, ruiniert blöderweise das Klima und hat für alle, die das nächste Jahrhunderthochwasser zu spät bemerken, eine um 15 Zentimeter erhöhte „Wat-Tiefe“.

Verbrauchs- und Emissionswerte „Range Rover Sport Supercharged“: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): außerorts 9,7, innerorts 18,3, kombiniert 12,8; CO2-Emission: 298 g/km; CO2-Effizienzklasse: G. Schlechter geht’s nicht. (Dabei sind dicke Autos in der CO2-Kennzeichnung schon im Vorteil. Gerechterweise müsste das hoffnungslos übermotorisierte Protz-SUV in Effizienzklasse T landen, nur reicht die Skala nicht so weit)

Land Unter
ABSURD AND BEHIND

Erschienen in Ausgabe 6.13

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Manche Rechenkünstler haben geniale Ideen. Unsere haben gute Beziehungen. Endlich bringen auch wir ein Elektroauto auf den Markt – das sollen die Brüsseler Bürokraten gefälligst belohnen! Unser genialer Plan: Für jeden BMWi dürfen wir ungestraft mehrere Spritschlucker verkaufen. Zwar verfehlen wir so das CO2-Ziel. Aber Hauptsache, Kanzlerin Merkel macht beim Schönrechnen mit – und bremst für uns in der EU den Klimaschutz aus.
Bremser in Brüssel.

BMW
GANG

Erschienen in Ausgabe 5.13

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Antithese 01 Hühner erkunden gern mal eine Wiese, picken nach einem Käfer oder nehmen ein Sonnenbad.

Daran ändern auch die modernen Werbemethoden der deutschen Geflügelwirtschaft nichts. Trotzdem haben fast alle Masthühner in Deutschland ihr kurzes Leben lang ein Dach überm Kopf, drängeln sich zu Zigtausenden in riesigen Hallen und fressen sich aus Langweile in nur fünf Wochen schlachtreif. Das macht sie oft krank, am Ende sind sie lahm und gehbehindert.

Finden Sie das okay? Ihre Meinung ist gefragt:
www.geflügel-thesen.de

Wo Turbomast Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelwirtschaft in Deutschland.

Erschienen in Ausgabe 4.13

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Mit Klimaschutz Reibach machen.

222 Autos mit fossilem Antrieb zu gewinnen!

Bier, Auto, Umwelt.
Bei uns irgendwie ein Gebräu!

Jeder Kronkorken ein Gewinn!
Für VW als millionenfache Minireklame und natürlich für uns.

Bier trinken, Auto fahren, Umwelt schützen – das lieben die Deutschen. Passt zwar alles überhaupt nicht zusammen, aber egal. Wir von Krombacher haben daraus mithilfe eines WWF-Regenwaldschutzprojekts ein irres Marketinggebräu zusammengerührt. Jetzt kaufen die Leute im ganzen Land unser industrielles Einheitsbier, und kleine, regionale Brauereien machen dicht. Zwar hat deren Bier schon deshalb eine bessere CO2-Bilanz, weil es nicht so weit durch die Gegend gefahren werden muss, aber egal. Wir von Rei-, äh, Krombacher werben einfach alle anderen nieder.

Erschienen in Ausgabe 3.13

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Nichts bringt Sie so nah heran wie Ihre ganz persönliche Emission.

Begegnen Sie den schönsten Opfern des Klimawandels, solange es sie noch gibt. Auf echten Emissionsschiffen, die Schweröl und Schiffsdiesel verbrennen. Ohne Rußfilter, aber mit höchstem Komfort.

MS Hanseatic – MS Bremen
Emissionskreuzfahrten

Hapag-Lloyd Heizfahrten
Große Folgen. Ganz exklusiv.

Mehr unter  www.russfrei-fuers-klima.de

Erschienen in Ausgabe 2.13

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Nichts Neues.

Wir haben im September die sechste Version unseres iPhones auf dem Markt gebracht - unsere Arbeiter behandeln wir aber immer noch mies.

iSlave 5

Erschienen in Ausgabe 1.13

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Die harte Wahrheit über weiches PVC
Alle reden übers Klima – Kritik an der Chlorchemie klingt doch ökomäßig nach den 80ern. Da kann man’s ja mal versuchen, dachten wir von der PVC-Industrie uns, und haben eine Anzeigenserie entwickelt mit echt coolen Sprüchen wie „PVC ist cool“, „PVC klingt gut“ und „PVC spielt mit“. Vielleicht merkt ja keiner, dass wir immer noch dieses üble Billigzeug verkloppen, das bei der Verbrennung hochgiftige Dioxine freisetzt, das Weichmacher mit nicht genau bekanntem Gefahrenpotenzial enthält (weshalb das Umweltbundesamt rät, „vorsorglich auf Weich-PVC ganz zu verzichten“) und das die Meere verschmutzt, weil es sich kaum zersetzt. Hm. Aber irgendwas ist hier schiefgelaufen.

Erschienen in Ausgabe 6.12

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Gestatten, Rainer Wendt. Führender Lobbyist der deutschen Hühnermäster.

Meine Branche hat ein mieses Image. Wir vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, dessen Vizepräsident ich bin, werben deshalb jetzt mal in Holzoptik und machen auf Transparenz. Auf www.deutsches-geflügel.de kann man sich ansehen, wie Masthühner heute produziert werden – nämlich wie Massengut. Wir zeigen aber nicht, dass die überzüchteten Tiere im eigenen Kot stehen, oft krank werden und dann meist der ganze Stall Antibiotika bekommt. Wir Geflügelhalter sind zumeist abhängige Vertragsmäster riesiger Futtermittel- und Schlachtkonzerne, die uns die Hühnchen zu Dumpingpreisen abnehmen. Aber ich habe schon drei 40.000er-Ställe und liefere Wiesenhof mehr als 800.000 Hühnchen im Jahr. Man muss die Sache halt groß aufziehen.

Wo Qualzucht Quantität erzeugt.
Wir, die Geflügelfabrikanten in Deutschland.
 

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Langes Wochenende. Kurz das Klima killen. Einfach so.

Klimawandel hin oder her
ab 99€
mal eben quer durch Europa jetten

z.B. nach Mallorca (trocknet aus), Venedig (säuft ab), Helsinki (taut auf) oder innerhalb Deutschlands – obwohl da überall die Bahn fährt.

Erschienen in Ausgabe 4.12

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„Ich hab's nicht so mit Broteschmieren.“

Ich hasse es, täglich Pausenbrote zu belegen und Äpfel zu waschen. Für das Hungergefühl zwischendurch stecke ich mir und meinen Kindern einfach eine Milch-Schnitte ein. Die enthält zwar mehr Zucker, Fett und Kalorien als Schoko-Sahne-Torte. Aber wir tun einfach mal so, als sei es eine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit.*

*Ferrero erhielt deshalb von Foodwatch den Goldenen Windbeutel für die „dreisteste Werbelüge des Jahres 2011“
 

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Ja, aaaber...

9 Tage Mittelmeer 2,3 Tonnen CO2 p.P.*

Ja, das mit dem Klimawandel und der dreckigen Luft, das ist echt blöd. Wir bei AIDA wissen natürlich, dass man solche Themen heute nicht mehr einfach so umschiffen kann, aaaber: Wir sind doch nicht allein Schuld! Jaja, schon gut, wir machen jetzt auch mal auf Umweltschützer, retuschieren auf Werbefotos die Qualmwolken unserer Schiffe weg und trennen an Bord schön den Müll, aaaber: Aufs billige Schweröl verzichten und Rußfilter einbauen? Das machen doch die anderen auch nicht!

*Durchschnittswert für ein mittelgroßes Kreuzfahrtschiff laut Atmosfair-CO2-Rechner

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Er grinst noch immer.
Nur schamloser.
Darf ein Auto Gefühle zeigen? Zum Beispiel für die Opfer des Klimawandels? Der 21st Century Heatle antwortet darauf mit einem breiten Grinsen. Nicht nur die Form erinnert an seine Vorfahren. Auch Verbrauch und CO2-Ausstoß* sind noch so hoch wie beim Käfer vor 40 Jahren. Egal, dass es auf der Erde bis zum Jahr 2100 rund sechs Grad heißer wird. Schnurzpiepe, dass dadurch Dürren, Fluten und Volks-, äh, Völkerwanderungen ausgelöst werden. Hauptsache, mit dem Heatle kann man ordentlich heizen. *Protzmotor mit 147 kW (200 PS), Spritverbrauch, l/100 km innerorts 10,3 / außerorts 6,1 / kombiniert 7,7 / CO2-Emission kombiniert 179 g/km. Zeitgemäße Autos verbrauchen halb so viel.

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Pfui! Drama Unersättlich!
Probieren Sie jetzt den Geschmack von Urwaldzerstörung und Vertreibung!
Unilever kauft drei Prozent der weltweiten Ernte an Palmöl und mischt es beispielsweise in die neue Rama Unwiderstehlich! Obwohl in Indonesien für Palmölplantagen noch immer Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden.

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Immer noch – umweltschädlicher Becher
Becher wird künftig vielleicht recycelt.
ActiIrreführus – bringt Ihrer Umwelt leider nichts.

 

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