Jetzt abonnieren Magazinarchiv durchsuchen

Greenpeace Magazin Ausgabe 3.05

Ahnungslose Landbesitzer

Auf dem Land von mindestens einem halben Dutzend Grundeignern wächst genmanipulierter Mais, ohne dass die Besitzer dies wissen – geschweige denn gutheißen. Das ergaben Greenpeace-Recherchen auf Grundlage des Anbaukatasters für gentechnisch veränderte Pflanzen der Bundesregierung. Greenpeace-Experte Marcus Nuernberger befürchtet, dass etliche weitere Flächen hinter dem Rücken ihrer Besitzer für Gentechnik-Anbau missbraucht werden. Den Stein ins Rollen brachte Andreas Mager aus Oberlichtenau in der Lausitz (Sachsen), der zusammen mit seiner Schwester 20 Hektar Ackerland geerbt und an die örtliche Agrar AG verpachtet hatte. Anfang März las der 47-jährige Heizungsbauer in der Zeitung, dass in seiner Heimatgemeinde Gen-Mais wachsen solle. Erst durch beharrliches Nachforschen fand er heraus, dass auch sein eigenes Land betroffen ist. Mit Unterstützung von Greenpeace konnte Mager seinem Pächter die Zusage abringen, nun doch keinen manipulierten Mais auszusäen. Landbesitzer können den Status ihrer verpachteten Felder im Internet überprüfen: www.keine-gentechnik.de. Betroffene berät Greenpeace, wie die Gentechnik vom Acker kommt.