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schmähpreis

24. Januar 2013

Public Eye Award für Goldman Sachs und Shell

Die US-Investmentbank Goldman Sachs und der niederländisch-britische Ölriese Shell sind in diesem Jahr mit dem Online-Negativpreis bedacht worden.

Bei Goldman Sachs verschlage einem die Dreistigkeit den Atem, mit welcher die US-Bank die ganze Welt hinters Licht führe und Gewinne auf Kosten der Steuerzahler maximiere, sagte der Wirtschaftsethiker Ulrich Thielemann im Namen der Jury bei der Prämierung in Davos. Die weltgrößte Investmentbank sei ein „zentraler Akteur in der finanzgetriebenen Globalisierung“. Sie bezahle die Profite von wenigen mit explodierender Ungleichheit und der Verarmung breiter Schichten.

Der Publikumspreis aus der Online-Abstimmung ging an den Ölmulti Shell, dessen Ölförderprojekte in der Arktis auf große Kritik stoßen. Obwohl die Reserven in der Arktis nur für drei Jahre reichten, setze Shell eines der letzten Naturparadiese der Erde aufs Spiel, hieß es. Der Konzern gefährde damit den Lebensraum von vier Millionen Menschen und einer einzigartigen Tierwelt.

Mit dem Public Eye Award brandmarken die Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Erklärung von Bern (EvB) während des Weltwirtschaftsforums in Davos besonders krasse Fälle von Profitgier und Umweltsünden.

Insgesamt waren sieben Unternehmen für den diesjährigen Public Eye Award nominiert. Zu den Preisträgern früherer Jahre gehören unter anderen der Rohstoffkonzern Glencore, die Pharmakonzerne Roche und Novartis sowie die britische Bank Barclays. Shell hatte den Award wegen Umweltzerstörungen im Nigerdelta bereits bei der ersten Vergabe im Jahr 2005 erhalten.

sk/dpa




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