Greenpeace Magazin Ausgabe 2.99

Babes im Wollkleid

„Mangalitza“ sagen Rumänen und Ungarn zum Wollschwein, was „leicht fett werdend“ heißt und damit ein wichtiges Merkmal der „gefährdeten Nutztierrasse 1999“ nennt. Die Tiere sind zudem äußerst robust und wetterhart, das dichte, lokkige Haarkleid schützt vor Kälte und Sonnenbrand. Um 1900 war es noch das wichtigste Schwein des Balkans. Heute hat das „Magerschwein“ die fetten Vettern fast verdrängt, von denen nur noch 1500 in Ungarn, Rumänien, Österreich, Deutschland und der Schweiz existieren. Die „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ will diese letzten Bestände sichern und europaweite Erhaltungsprogramme auf den Weg bringen. In Deutschland werden neue Halter für das blonde, das schwalbenbäuchige und das einfarbig rote Wollschwein gesucht. Züchter sind begeistert von der Fleischqualität. 1999, das Jahr des Wollschweins, soll der bedrohten Art zu einem neuen Aufschwung verhelfen.

Informationen:
Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen
Tel. 05542/1864