Jetzt abonnieren Magazinarchiv durchsuchen

Greenpeace Magazin Ausgabe 1.15

Banken machen ein bombiges Geschäft

Deutschland tritt zusammen mit anderen Staaten für eine atomwaffenfreie Welt ein. Zehn deutsche Finanzinstitute folgen dem Ziel „Global Zero“ aber nicht. Mit rund 7,2 Milliarden Euro unterstützten sie von 2011 bis 2014 internationale Atomwaffenhersteller. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Don’t bank on the bomb“ (Investiert nicht in die Bombe) der niederländischen Friedensorganisation Pax. Angeführt wird das hiesige Ranking von der Deutschen Bank mit Geschäftsbeziehungen zu 14 Produzenten von Atomsprengköpfen oder Trägersystemen. Es folgen die Commerzbank und der Allianz-Versicherungskonzern. Die Finanzinstitute verteidigen sich damit, dass ihre Kunden wie etwa ThyssenKrupp in der Regel Mischkonzerne sind. Rund 1,35 Milliarden Euro seien direkt in die Herstellung von Atomwaffen geflossen, erwidern die Verfasser der Studie. Wie bei Streumunition und Landminen fordern sie „null Toleranz“.