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Greenpeace Magazin Ausgabe 4.14

Die Energie-Hamster

Im kleinen Feldheim in Brandenburg soll diesen Sommer der größte Batteriespeicher Deutschlands gebaut werden. Die 128 Einwohner leben  energieautark. Die dörflichen Wind-, Solar- und Biogasanlagen erzeugen viel mehr Strom und Wärme, als die Bewohner des Ortes verbrauchen. Für das Projekt investieren der Ökostromproduzent Energiequelle und der Windkraftanlagenbauer Enercon 13 Millionen Euro. Die Speichersysteme, die aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Leistung von zehn Megawatt bestehen, sollen durch eine Halle vor Wettereinflüssen geschützt werden. Mit 17 mal 30 Metern hat sie in etwa die Größe einer Schulturnhalle. Nach Expertenmeinung wird sich das Projekt bei einer Lebensdauer von 20 Jahren finanziell lohnen, obwohl die Batterie nur so viel Strom speichern kann, wie der Windpark in zehn Minuten erzeugt. Die gespeicherte Energie soll zu Spitzenpreisen verkauft werden – als sogenannte Primärregelleistung, die benötigt wird, um sehr kurzfristig auftretende Versorgungslücken zu schließen.