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Greenpeace Magazin Ausgabe 3.15

Die Stadtfarmer

Als Christian Echternacht und Nicolas Leschke vor drei Jahren begannen, auf dem Gelände der ehemaligen Malzfabrik in Berlin-Schöneberg Europas größte urbane Aquaponik-Farm aufzubauen, wurden sie von Anwohnern belächelt. In der Kreislaufanlage verbinden sie die Zucht von Buntbarschen mit der Kultivierung von Gemüse in Hydrokultur. Das für die Fischzucht verwendete und mit Nährstoffen angereicherte Wasser wird zu den Pflanzen ins Gewächshaus geleitet. Dort wird ausschließlich biologischer Dünger verwendet. So will das Unternehmens Efficient City Farming (ECF) 30 Tonnen Gemüse und 25 bis 30 Tonnen Fisch pro Jahr produzieren. Nur 1,2 Kilo Biofutter sind nötig, um rund ein Kilogramm Fisch zu erzeugen. Zum Vergleich: In der Landwirtschaft werden rund acht Kilogramm Futter eingesetzt, um ein Kilo Rindfleisch herzustellen.