Greenpeace Magazin

Ausgabe 3.05

Editorial

Mehr als 80 Prozent der Deutschen befürworten erneuerbare Energien. 65 Prozent sind gegen Atomkraftwerke und möchten sie lieber heute als morgen ausknipsen. So weit so gut, möchte man meinen und sich zufrieden zurücklehnen.

Doch wenn es zum Schwur kommt, sieht das Ganze weniger rosig aus: Wie anders ließe es sich sonst erklären, dass nur etwa drei Prozent der bundesdeutschen Haushalte ihren Strom von umweltfreundlichen Anbietern beziehen – also Strom kaufen, der eben nicht in AKWs erzeugt wird.

Bislang, so vermute ich, haben viele das Umsteigen auf saubere Energie noch nicht gewagt, weil sich zahlreiche Vorurteile hartnäckig halten. Zum Beispiel, der Umstieg sei zu kompliziert.

Dabei machen die grünen Anbieter es ihren Kunden wirklich leicht: Einen kurzen Antrag, manchmal nur eine Karte ausfüllen – das war’s. Den ganzen Papierkram übernehmen die Firmen.

Andere meinen, Öko-Strom sei nicht sicher und komme womöglich nicht zuverlässig ins Haus – doch da gibt es keinerlei Unterschied zu herkömmlichen Anbietern! Und „unbezahlbar“ ist grüner Strom auch längst nicht mehr. Tatsächlich ist er zum Teil sogar billiger als konventioneller, auch weil die Stromkonzerne ihre Preise in den vergangenen Jahren kontinuierlich angehoben haben.

Wir haben für Sie, liebe Leserinnen und Leser, eine Stromtabelle produziert, die einen Vergleich zwischen den bundesweiten Öko-Anbietern und den wichtigsten Stromriesen ermöglicht.

Die Tabelle zeigt alle Preise und wie der Strom gemixt ist. Ob mit oder ohne Atomkraft. Sie beweist, dass der Preisunterschied für eine vierköpfige Familie oft überraschend gering ist. Und, zum Beispiel, dass Yello-Strom längst nicht so günstig ist, wie die Werbung verspricht. „Gelb“ mag er sein. „Gut“ ist er mit einem Atomkraftanteil von mindestens einem Drittel aber nicht.

Also steigen Sie um! Auf wirklich guten Strom, wie den von Greenpeace energy zum Beispiel. Das ist Energie aus Wasser, Fotovoltaik, Wind, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung. Gemanagt von einer Genossenschaft, die ihre Gewinne in neue Anlagen investiert. Die beigelegte Karte von Greenpeace energy ausfüllen, abschicken – fertig! Aber auch mit jedem anderen grünen Anbieter können Sie den Atomkonzernen und Klima-Aufheizern die rote Karte zeigen. Nie war es so leicht wie heute!

Mit freundlichem Gruß
Jochen Schildt, Chefredakteur

P.S.: Und wenn Sie mal partout nicht wissen sollten, was Sie Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern zum Geburtstag schenken sollen, gucken Sie mal in unser „Kleines Warenhaus“. Dort finden Sie exklusive Produkte, die Sie so nur bei uns bekommen.