Greenpeace Magazin

Ausgabe 6.13

Editorial

Mehr als 80 Prozent der Deutschen

lehnen neue Braunkohlegruben ab, ergab eine Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace. Doch in der Lausitz und im Rheinland fressen sich die Bagger immer weiter in die Landschaft – ganze Dörfer und Wälder werden plattgemacht

Dabei ist die Erzeugung von Strom durch Braun- und Steinkohle höchst schädlich für die Gesundheit der Menschen wie auch für das Klima. Neue Kohlekraftwerke blockieren die Energiewende und sind als sogenannte Brückentechnologie untauglich.

Die neue Bundesregierung muss sich umgehend auch mit der problematischen Kohle beschäftigen, wenn sie denn den Anspruch hat, eine kluge Politik zu betreiben und die Energiewende nicht – wie in den vergangenen Jahren – auszusitzen und schließlich in den Sand zu setzen.

Unsere Titelgeschichte „Kohlekraft? Nein, danke!“ wurde von unseren Reportern Katja Morgenthaler, Susanne Tappe und Wolfgang Hassenstein recherchiert. Weil die Kohle nach der Atomkraft die nächste große Bedrohung ist, haben wir einen Aufkleber entworfen, den Sie, liebe Leserinnen und Leser, von sofort an bestellen können (Seite 85).

In Bosnien sind noch heute die schrecklichen Folgen des Bürgerkriegs zu spüren. Unsere Redakteurin Andrea Hösch reiste zum elften Mal in das ehemalige Kriegsgebiet, um die vom Greenpeace Magazin ins Leben gerufene Minenaktion voranzubringen.

Bei Tuzla besuchte sie ein Kinderhaus, in dessen Nähe im Jahr 2000 zwei Kinder durch Minen getötet wurden. Gerade lässt das Greenpeace Magazin dort wieder ein Minenfeld räumen. Ihre Geschichte „Zuflucht für kleine Seelen“ ist sehr lesenswert, Sie finden sie ab Seite 38.

Ich wünsche Ihnen beim Lesen viele neue Einsichten, bleiben Sie uns treu und empfehlen Sie uns bitte weiter.

Mit freundlichen Grüßen

JOCHEN SCHILDT Chefredakteur