Greenpeace Magazin

Ausgabe 4.14

Editorial

Wir lieben Lebensmittel

heißt der verheißungsvolle Werbespruch von Edeka – auch andere wie McDonald’s, Aldi, Lidl oder Rewe stellen sich gern als Liebhaber von Qualität dar.

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht und stellen fest: Liebe kann blind machen. Denn ansonsten müssten Supermarkt-Manager besonders zuckrige und vor Zusatzstoffen nur so triefende Produkte – die vor allem auf Kinder abzielen – sofort aus ihren Geschäften verbannen.

Das Gegenteil ist der Fall. In den Regalen findet sich immer mehr quietschbuntes Süßzeug. Einen Großteil des Umsatzes tragen jammernde Kinder bei – die Waren werden häufig auf ihrer Augenhöhe bei den Kassen platziert. Vor lauter Liebe erbarmen sich Väter oder Mütter, wenn ihre Kleinen an den sogenannten Quengelkassen erbeutete Tüten mit ungesunden Lebensmitteln nicht mehr hergeben wollen, und kaufen krankmachenden Ramsch.

Meine Kollegen Svenja Beller und Wolfgang Hassenstein beschreiben den Wahnsinn im Supermarkt und die gesundheitlichen Folgen. Lesen Sie die Geschichte „Die Rattenfänger“.

Wie heißt eigentlich unsere neue Umweltministerin – und wichtiger noch, was macht sie? Der raumgreifende SPD-Chef und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat bei der Kabinettsbildung Ende vergangenen Jahres mit der Energiewende zweifellos das wichtigste Thema der Umweltpolitik an sich gezogen. Trotzdem hat die Umweltministerin Barbara Hendricks noch jede Menge
Arbeit vor sich. Meine Kollegin Susanne Tappe traf Frau Hendricks in einem Wald in Thüringen und in ihrem Ministerbüro in Berlin. So können Sie, liebe Leserinnen und Leser, die unbekannte Neue, die nicht so gern im Rampenlicht steht, kennenlernen.

Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse beim Durchblättern und Lesen dieser Ausgabe Ihres Greenpeace Magazins. Empfehlen Sie uns bitte weiter!

Mit freundlichen Grüßen

Jochen Schildt   Chefredakteur