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Greenpeace Magazin Ausgabe 6.15

Früchte der Ausbeutung

Text: Alessandro Alviani Fotos: Maria Feck

Auf italienischen Gemüseäckern schuften tausende Inder zu Dumpinglöhnen und ohne soziale Absicherung. Sie ernten Wassermelonen, Zucchini und Radieschen – auch für deutsche Supermärkte

Sie können das nicht, sind viel zu schmächtig für diese Arbeit, grollt Egidio und schaut auf die Männer, die seit fünf Uhr morgens Wassermelonen von den Pflanzen schneiden und auf einen Trecker laden, zwölf, fünfzehn, zwanzig Kilo pro Stück, beste italienische Qualität. „Diese verblödeten Inder, sie haben keine Kraft, höchstens Zucchini können sie ernten“, stöhnt Egidio, weißer Cowboyhut, geöffnetes Hemd, ein goldenes Kreuz am Hals. In seiner Welt herrscht eine klare Hierarchie. Ganz oben rangieren die Tunesier, starke Männer, die ordentlich anpacken können. Unten die Inder. Auf diesem Feld außerhalb von Sabaudia, rund neunzig Kilometer südlich von Rom, wollen die Tunesier allerdings nicht arbeiten. Nicht unter diesen Bedingungen.

Es ist Anfang Juli, neun Uhr morgens, dreißig Grad, schwüle Stille. Egidio steht am Rand des Feldes, das einem Freund gehöre, und tut: nichts. Außer genau hinzuschauen. Die sieben Männer werfen sich die Melonen zu, manchmal kommt einer nicht rechtzeitig dahinter, dann prallen die Früchte gegen den Trecker, platzen auf und fallen zu Boden. Ein Inder mit rotem Turban steht am Rand der Gruppe, die Arme in die Hüften gestemmt, und tut: ebenfalls nichts. Ringsherum sieht man Turbane auf den endlosen Feldern, im Hintergrund säumt eine Reihe Kiefern die Via Litoranea und teilt Sabaudia in zwei Hälften, einen Ort, der auf Anordnung Benito Mussolinis in den Dreißigerjahren als faschistische Modellstadt gebaut wurde, nachdem das Sumpfgebiet urbar gemacht worden war. „Ach, Onkel Benito“, seufzt Egidio. Italien gehe den Bach runter, „diese ganzen Ausländer, die hier leben, diese Diebe. Man bräuchte heute einen Mussolini in jeder Stadt.“

Hinter ihm fahren Trecker voller Wassermelonen los. Sie werden auch nach Deutschland exportiert.

In der Provinz von Latina, auf der Pontinischen Ebene, leben nach Schätzungen 30.000 Inder, fast alle Anhänger der Sikh-Religion. Sie werden seit den Achtzigerjahren aus der nordindischen Punjab-Region mit der Aussicht auf einen sicheren und gut bezahlten Job nach Italien gelockt – und bleiben dann in einem System der Ausbeutung stecken. Fast alle arbeiten in der Landwirtschaft: Sie schuften bis zu 15 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, nur sonntags halbtags, ernten Melonen, Zucchini, Paprika oder Radieschen. Dafür bekommen sie im Schnitt drei Euro die Stunde, oft schwarz, müssen manchmal Monate auf ihren Lohn warten. Laut Gesetz stünden ihnen 8,60 Euro brutto pro Stunde zu, 5,50 Euro netto. Wer sein Geld einfordert, wird im besten Fall vertröstet, im schlimmsten eingeschüchtert oder verprügelt. Ihre Rechte kennen sie genauso wenig wie die italienische Sprache. Viele haben keine Aufenthaltserlaubnis.

Aus Angst, ihren Lohn nie zu sehen, bleiben sie bei ihren Arbeitgebern, die sie „Padrone“ nennen, Herren. Sie schweigen und schuften weiter. Um die Strapazen auszuhalten, greifen einige zu Opium oder Amphetaminen – und riskieren damit die Ausgrenzung aus der eigenen Gemeinschaft, die oft ihre einzige soziale Bindung in Italien ist. Drogen, Tabak und Alkohol sind in ihrer Religion strikt verboten.

„Kirat Karni“ heißt eine der Grundsäulen des Sikhismus, eine ehrliche Arbeit leisten. Nur: Was passiert, wenn das Gebot der ehrlichen Arbeit missbraucht wird, um ein System der Unehrlichkeit aufrechtzuerhalten? Was, wenn im neuen Land die eigenen Traditionen ins Wanken geraten? Und was, wenn selbst Mitglieder einer Gemeinde, die großen Wert auf Zusammenhalt und Solidarität legt, beginnen, das Ausbeutungssystem aktiv zu unterstützen?

Boby sitzt in seinem Wohnzimmer in Bella Farnia, einer Wohnsiedlung am Rand von Sabaudia, und zündet sich eine Winston an. Es ist kurz vor zwanzig Uhr, er hat soeben fünf Männer angerufen und ihnen Arbeit für den nächsten Morgen vermittelt. Zehn Cent von ihrem Stundenlohn behalte er für sich, sagt er. Kein Caporale streiche weniger als einen Euro pro Stunde ein, erzählen Insider über die illegalen Arbeitsvermittler.

Nur etwa zehn Kilometer sind es von Bella Farnia bis zu den Stränden und Sanddünen, die seit den Fünfzigern Regisseure, Schauspieler, Sportler und Schriftsteller anziehen: Federico Fellini war häufig in Sabaudia, Anita Ekberg hatte eine Villa an der Küste. „La dolce vita“ – der Titel des wohl bekanntesten Fellini-Films wäre passend für diesen Urlaubsort.

In Bella Farnia selbst kann man die Sanddünen nicht mal erahnen. Die weiß und ockergelb gestrichenen, niedrigen Häuser waren in den Achtzigerjahren als Feriendomizil für wohlhabende Römer und Neapolitaner gedacht. Heute leben hier, eng zusammengepfercht, vor allem Tagelöhner. Inder unter Indern.

Boby verließ Indien vor rund 15 Jahren in einem Flugzeug nach Thailand, flog weiter nach Israel, wurde in einem Schiff nach Griechenland versteckt. Nach Italien kam er zusammengedrängt mit dreißig anderen Männern hinter der Fahrer-kabine eines LKW voller Mandarinen, der Platz kostete ihn 1700 Dollar.

Seitdem ist er auf der Leiter der Ausbeutung aufgestiegen. Er läuft zum Bad, zeigt die Duschkabine mit Massagefunktion, selbst gebaut. Daneben Flaschen mit Senf- und Mandelöl für Massagen, die ihm seine Mutter direkt aus dem Punjab schickt. „Das Einzige, was mir aus Indien fehlt, ist meine Mutter“, sagt er und geht weiter ins Schlafzimmer, wo er eine Schublade voller Socken öffnet, eine weitere voller Hemden, eine dritte vollgestopft mit der Unterwäsche seiner aus Rumänien stammenden Frau, die er hier kennengelernt habe. Dreißig Tage lang könnten die beiden saubere Klamotten anziehen, ohne ein einziges Mal die Wäsche zu waschen, rechnet er vor. Er strahlt.

„Der Punkt ist doch: Die Leute brauchen einen Job, und die Arbeitgeber wollen keine Steuern zahlen“, erklärt Boby und holt ein Notizbuch, darin handgeschriebene Listen mit Spitznamen und Zahlen. Es sind die Männer, denen er Arbeit vermittelt hat und die Stunden, die sie auf seinem Konto haben. Er ist ein Buchhalter der Ausbeutung, selbst wenn er das Wort nie verwenden würde. Er sagt: „Ich tue es, weil ich gern helfe. Selbst wenn manche schlecht über mich reden: Gott weiß, dass ich sauber bin.“

Keine dreihundert Meter weiter schaut Gurwinder auf sein Handy, vergebens. Auch heute hat er weder einen Anruf noch eine SMS bekommen: Ende Juni ist sein Vertrag ausgelaufen, ein neuer ist nicht in Sicht, es gebe derzeit zu wenig Arbeit. Sein Caporale hat eine Gruppe auf Whats-App eingerichtet. Jeden Abend schickt er einen kurzen Text an Gurwinders Freunde, häufig nach 21 Uhr. „Morgen um 6 Uhr 30“, steht da, dann der Name der Firma, die die Tagelöhner braucht. Es ist ein Betrieb, der auch nach Deutschland exportiert.

Gurwinder hat zuletzt Radieschen geerntet, 3000 Bündel à 15 Stück schaffe er pro Tag, ohne nach rechts und links zu schauen, mit nur dreißig Minuten Pause. Lohn: fünf Euro die Stunde. Handschuhe musste er selber kaufen, 1,20 Euro pro Paar, alle zwei Tage ein neues. „Der Padrone sagt mir immer: Wenn du woanders einen guten Job findest, geh’ doch dorthin“, flüstert Gurwinder. Er ist gespenstisch hager, sieht viel älter aus als 32, redet leise und langsam, als würde er jedes einzelne Wort, das er auf Italienisch gelernt hat, dreimal abwägen. In Indien besuchte er ein Maschinenbau-Institut, wollte später zur Uni gehen. Seine Eltern besitzen eine Waschanlage, einen Elektronikladen – und ein Stück Ackerland. Sein Bruder, der zuvor nach Norditalien gezogen war, überzeugte ihn, seine Ausbildung abzubrechen und auszuwandern. „Ich dachte, ich bekomme eh keine Arbeit in Indien, in Italien dagegen werde ich einen Bürojob, ein schönes Auto, ein nettes Haus finden.“

Nun wartet er und hofft und haust in einer Wohnung, die eigentlich nur ein Wohnzimmer mit Küchenecke ist, rund dreißig Quadratmeter klein. Er teilt sie mit drei anderen Tagelöhnern, sie schlafen nebeneinander auf zwei Doppelbetten, hundert Euro Monatsmiete pro Person, kalt. Ein Kabel quer an einer verschimmelten Wand, die einmal gelb gewesen sein muss, führt zu einer draußen angebrachten Satellitenschüssel. Von seinem Schlafplatz aus sieht er die Außenwelt nicht: Ein Rollo, das nicht hochgezogen werden kann, versperrt den Blick auf einem kleinen Platz. Zu jeder Zeit stehen dort indische Männer herum, sitzen auf Bänken, gießen die Chilipflanzen vor ihren Hauseingängen, hören so laut indische Musik, dass die Nachbarn mitsingen könnten. Jenseits einer Mauer liegt der einzige indische Laden in Bella Farnia, in den Regalen: Garam Masala neben Birra Peroni und Heineken.

„Ich mag es hier nicht, es ist viel zu laut, ich möchte lieber unter Italienern wohnen, endlich Italienisch lernen“, sagt Gurwinder. In Italien, findet er, „ist es besser als in Indien, dort ist es viel schwieriger, über die Runden zu kommen“. Nur die Italiener, die versteht er manchmal nicht. „Sie sehen meinen Turban, meinen Bart und denken: ein Ausländer. Ich bin aber nur ein Mensch.“ Ein paar Tage zuvor war er im Büro der Sozialversicherungsanstalt INPS in Terracina. Die Frau hinter dem Rechner sprach eine bürokratische Sprache, die selbst Italiener verwirrt hätte. Gurwinder verstand kein Wort, starrte sie verloren an, dann wurde ihm klar, dass er Arbeitslosengeld bekommt, fast 3000 Euro, einmalig. Er lachte. Mit dem Geld werde er einen Flug buchen, zum ersten Mal nach zwei Jahren nach Indien fliegen und seinen einjährigen Sohn kennenlernen.

Er verlässt seine Wohnung, geht an einer leeren Bierflasche vorbei zu seinem Freund Jatinder, der früher Wassermelonen, Zucchini und Kohlrabi geerntet hat. Seit drei Monaten kann er nicht mehr arbeiten wegen Rückenproblemen. So wie Gurwinder würde er aber nicht über seine Situation klagen: Er glaube an Gott und Gott sei da, wenn er Probleme habe, sagt er lächelnd, während seine Frau Chai serviert. Er gehe jetzt auch zweimal am Tag zum Gurdwara in Sabaudia. Der Sikh-Tempel, eine schlichte Lagerhalle, ist sonntags immer voll besetzt.

Ohne Schmerzen würde Jatinder sofort wieder auf den Feldern schuften, trotz eines Lohnes von nur 3,50 Euro die Stunde, trotz gefälschter Gehaltsnachweise. Sechs oder sieben Padroni hatte er hier schon. „Sie sind alle gleich, sie wollen, dass man immer mehr arbeitet, immer mehr, aber zahlen dann zu wenig. Nicht gut.“

„Ohne den Beitrag der Sikh-Gemeinde wäre die Landwirtschaftsbranche, die eine strategische Rolle für die regionale Wirtschaft spielt, unausweichlich in der Krise“, schreibt der Soziologe Marco Omizzolo in einem Bericht für die italienische gemeinnützige Organisation „In Migrazione“. Das hätte schwerwiegende ökonomische und soziale Folgen. Omizzolo, der schon mal als Tagelöhner verkleidet drei Monate lang mit den Sikhs auf den Feldern arbeitete und letztes Jahr vor dem Antimafia-Ausschuss des italienischen Parlaments über die Lage vor Ort berichtete, sitzt in einem winzigen Büro in Bella Farnia, das Sprach-, Rechts- und Sozialberatung anbietet – das erste Integrationsangebot an die Sikhs in dreißig Jahren, gestartet nicht vom italienischen Staat, sondern von einer Hilfsorganisation.

Auf der Pontinischen Ebene habe sich ein illegales System etabliert, das mittlerweile tief verwurzelt sei, erklärt Omizzolo. Er spricht von Indern, denen Arbeitgeber 800 Euro für einen Personalausweis abverlangen, obwohl er legal weniger als zwanzig Euro koste; von den nur zwölf Arbeitsinspektoren, die rund 9500 Agrarbetriebe in der Provinz überprüfen sollen; von den Fluchtwegen auf den Feldern und den Wachposten, die Alarm schlagen, sobald ein Inspekteur auftaucht; von indischen „Sponsoren“, die die Reise nach Bella Farnia organisieren und zweimal kassieren: erst von den italienischen Arbeitgebern, die sich neue Tagelöhner erkaufen, dann von den Indern, denen sie einen Job und eine Wohnung versprechen.

Die Angehörigen der Tagelöhner sehen wiederum die Reise nach Italien als Teil der Familienplanung, als soziale und ökonomische Investition. Daher lasten auf den Landarbeitern hohe Erwartungen. „Es gibt nie eine realistische Darstellung der Lage vor Ort, weil das den Familien Sorgen bereiten und die eigene Arbeitsfähigkeit in Frage stellen würde“, sagt Omizzolo. Die Tagelöhner geben daher ein positives Bild Italiens weiter, stellen es als ein Land dar, das Chancen bietet – und verstärken so die Abwanderung.

Eine große Halle an einer viel befahrenen Straße am Rande von Sabaudia, am Außenzaun verspricht ein Transparent Wassermelonen aus eigener Produktion für 27 Cent das Kilo. Claudio Filosa sitzt in seinem Büro, in der Ecke hängen an einem Mast die italienische und die europäische Flagge, im dunklen Holzregal stehen Bücher mit Titeln wie „Der wunderbare Verkäufer“.

Filosa ist Präsident der Kooperative Ortoverde, die jedes Jahr fünf- bis sechstausend Tonnen Wassermelonen produziert. Davon erreichten 1000 bis 1500 Tonnen den deutschen Markt, erklärt er. Ortoverde habe unter anderem Aldi, Edeka und Lidl beliefert, schicke Melonen nach Frankfurt, Stuttgart, Berlin oder Köln, berichtet Filosa. Hinzu kämen Karotten, Kohlrabi und Rettich.

„Hier gibt es absolut keine Sklaverei“, holt er aus. „Die Inder werden genauso gut bezahlt wie die Italiener. Sind dann auch die Italiener Sklaven?“ Er wolle nicht ausschließen, dass es auch unehrliche Arbeitgeber gebe, die übrigens seiner Firma mit unlauterem Wettbewerb schaden würden, aber das sei nicht die Regel. „Ich akzeptiere es nicht, dass man uns Ausbeuter nennt, statt uns einen Orden zu verleihen, weil wir selbst unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten: Der Staat hat alles verteuert.“ Er selbst habe dreißig Hektar Land, beschäftige bis zu zwanzig Sikhs, alle mit Vertrag. „Wir sind keine Verbrecher, sondern Unternehmer“, wiederholt er.

Im Sommer 2012 streikten rund vierzig Inder einen Tag lang vor dem Sitz der Kooperative. Es war die erste Aktion in der Geschichte der Sikh-Gemeinde hier. Die Tagelöhner hatten zu diesem Zeitpunkt seit sechs, einige seit zwölf Monaten keinen Lohn bekommen, berichteten sie, sondern nur kleine Anzahlungen, wurden mit körperlicher Gewalt oder mit dem Rauswurf bedroht. Auf ihren Gehaltsnachweisen waren längst nicht alle Arbeitstage vermerkt.

Insider berichten, dass die Hungerlöhne und die Verzögerungen bei der Lohnzahlung weiterhin gängige Praxis der Kooperative sind.

Die deutschen Einzelhandelsketten, die Ortoverde laut Geschäftsführer Filosa beliefert hat, erklären auf Anfrage, ihnen sei von Verletzungen des Arbeitsrechts bei der Melonenernte nichts bekannt. Ortoverde habe versichert, schreibt etwa Lidl, dass alle vertraglichen Konditionen eingehalten worden seien und es keine Proteste von Arbeitern gegeben habe. Edeka sowie Aldi Nord und Süd erklären, keine „direkten“ Geschäftsbeziehungen zu der Kooperative zu unterhalten. Generell müssten ihnen Lieferanten die Einhaltung sozialer Mindeststandards vertraglich zusichern.

Inzwischen tut sich langsam etwas, auch in Italiens Polizei und Justiz. Im Juli begann in Latina ein Prozess gegen einen italienischen Arbeitgeber und vier indische und pakistanische Vermittler. Ihnen wird vorgeworfen, dreißig indische Tagelöhner ausgebeutet und Geld eingesteckt zu haben, um ihnen gefälschte Papiere für die Aufenthaltserlaubnis zu besorgen. Zum ersten Mal wurden „In Migrazione“ und die Agrargewerkschaft FLAI als Nebenkläger zugelassen – ein Erfolg.

Trotzdem bleibt Eugenio Siracusa, der Landessekretär der Gewerkschaft, skeptisch. Die Landwirtschaft basiere vollständig auf der Macht der Agrarunternehmer, sagt er. „Es ist ein ungleicher Kampf, ein Kampf gegen Windmühlen. Und es ist ein kulturelles Problem: Es muss sich endlich eine Kultur des Rechts durchsetzen gegen die Kultur der Gerissenheit“, erklärt Siracusa im Gewerkschaftsbüro in Latina. An der Wand hängt das berühmte Gemälde „Der vierte Stand“ von Giuseppe Pellizza aus dem Jahr 1901: Selbstbewusst marschieren darauf die Arbeiter einer neuen Zeit entgegen.