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Greenpeace Magazin Ausgabe 5.16

Hängen Kälber- und Milchproduktion zusammen?

fragt Lea Traud aus Kassel

Klare Antwort: Ja! Wie genau, zeigt die Grafik (im Heft). Denn was für Landwirte selbstverständlich ist, müssen sich viele Stadtmenschen erst klarmachen: Auch Kühe geben nur als Mütter Milch. Deshalb werden sie einmal jährlich künstlich besamt und sind fast durchgehend schwanger. Rund vier Millionen Milchkälber kommen in Deutschland Jahr für Jahr zur Welt. Während die Bauern sich über weibliche Tiere freuen, weil sie diese zu Milchkühen heranziehen können, gibt es viel zu viele Bullenkälber – für eines bekommen sie derzeit nur 10 bis 80 Euro. Einseitig gezüchtete Rassen wie das im Norden verbreitete Holstein-Rind setzen wenig Fleisch an, es lohnt sich nur die kürzere „Kälbermast“. Dagegen halten süddeutsche Milchbauern meist  Zweinutzungsrassen wie das Fleckvieh.