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Salonfähige Pelze

Nachdem Felle lange Zeit fast ein Tabu waren, meldet die Branchenorganisation "International Fur Trade Federation" (IFTF) jetzt steigende Verkaufszahlen; mehr als 170 Modeschöpfer sollen derzeit mit Pelz arbeiten. Zum Comeback des Pelzes hat maßgeblich der Verband "Saga Furs of Scandinavia" beigetragen. Die 1988 gegründete Lobbygruppe ist ein Zusammenschluss der Pelzproduzenten in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark; sie vertritt damit mehr als die Hälfte des Weltmarktes für Fuchs- und Nerzpelze. Durch geschicktes Marketing hat Saga Pelz in der Modewelt wieder salonfähig gemacht. Der Verband arbeitet mit Modeschulen auf der ganzen Welt zusammen, versorgt sie kostenlos mit Material und bietet Workshops für Jungdesigner an, um sie auf Pelz einzustimmen. "Taktisch klug", nennt Harald Ullmann, Sprecher der Tierrechtsorganisation Peta, die Strategie von Saga. Der Einfluss der Lobbyisten auf die Modeindustrie sei nicht zu unterschätzen, dennoch habe Pelz nach seiner Einschätzung bei den Kunden nach wie vor ein schlechtes Image.

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