greenpeace magazin 1.99

Besseren Schutz für bedrohte Haie

Auf einer Internationalen Tagung der Welternährungsorganisation (FAO) in Rom einigten sich 81 Staaten auf ein gemeinsames Vorgehen zum Schutz der 380 Haifischarten. Außerdem will man die Seevögel besser schützen, die rabiaten Fischfangmethoden zum Opfer fallen. Allerdings konnten sich die Staaten nicht auf eine Reduzierung der überdimensionierten Fangflotten einigen. Greenpeace-Experte Peter Pueschel: „Die Verträge sind ein Fortschritt für den Schutz von Haien und Seevögeln. Es ist aber ein Armutszeugnis, daß die Länder selbst bei freiwilligen Vereinbarungen jede konkrete Reduzierung der Fangkapazitäten ihrer Flotten torpedieren.“ Zur Zeit werden die Haibestände stark überfischt. Da Haie sich nur langsam fortpflanzen, kann es Jahre dauern, bis ihre Zahl wieder steigt. Von 100 befischten Haiarten sind 11 bereits vom Aussterben bedroht, mindestens 70 weitere gelten als gefährdet. In Deutschland wird Haifleisch oft als „Seeaal“ und als „Schillerlocke“ verkauft. Das Fleisch stammt vom Dornhai, dessen Bestände in der Nordsee und im Nordatlantik stark überfischt sind und der deshalb vom Aussterben bedroht ist. Greenpeace ruft deswegen zum Boykott von solchen Haifischprodukten auf.</td>

 





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