greenpeace magazin 5.97

Nachgehakt

GPM 5/96 Salz in die Bonner Wunden: Die „Salinas GmbH" verkauft ab September Steinsalz (Bezug: Salinas, Hauptstraße 6, 29471 Gartow). Da die Behörden die Förderung aus dem Salzstock in Gorleben bisher nicht erlauben, wird vorerst Salz aus Thüringen zugekauft. Die Bundesregierung will im Gorlebener Salzstock ein Endlager für Atommüll einrichten und versucht deshalb, das Geschäft zu verhindern – mit dem Argument, die Vermarktung sei nicht wirtschaftlich. Das Gegenteil soll jetzt bewiesen werden. Gegen die drohende Enteignung des Salzstock-Inhabers Andreas Graf Bernstorff durch ein eigens erlassenes Gesetz („Lex Bernstorff“) will sich Salinas gerichtlich wehren.

 

 

GPM 6/96 Der Ausstieg ist machbar: Die „Stromrebellen“ von Schönau haben es geschafft: Die Bürgerinitiative sammelte 5,7 Millionen Mark, kaufte nach jahrelangem politischen und juristischen Streit das Leitungsnetz und übernimmt nun die Energieversorgung des Schwarzwaldortes. Nach und nach sollen Wind- und Wasserkraft sowie kleine Blockheizkraftwerke in Privathaushalten den größten Teil des bisher gelieferten Atomstroms ersetzen.

 

 

GPM 2/97 Das Gift, das in die Kälte kommt: Wissenschaftler aus acht Anrainer-Staaten legten jetzt einen Bericht über den Zustand der Umwelt in der Arktis vor. Sie fordern, in den Industrieländern die Emissionen von Schwermetallen, PCB und Pestiziden drastisch zu reduzieren, weil diese Schadstoffe in der Kälte der Nordpolregion kondensieren und sich in Pflanzen und Tieren anreichern. Norwegens Umweltminister Lars Erik Liljelund warnte vor den Folgen für die Inuit, die sich traditionell vor allem von selbstgejagtem Fisch und Fleisch ernähren.



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