greenpeace magazin 5.97

Hungrige Pinguine

Der Treibhauseffekt bedroht die Nahrungsgrundlage vieler Meeressäuger und Seevögel.

Wissenschaftler der „Moss Landing Marine Laboratories“ in Kalifornien sehen den antarktischen Krill in Gefahr, weil das Meer immer wärmer wird. Von den kleinen Krebstieren leben Wale, Pinguine und zahlreiche Fischarten; ihr Bestand ist nach Überzeugung der Moss-Landing-Forscher ebenfalls bedroht. Sie führen beispielsweise den 30prozentigen Rückgang der Adelie-Pinguin-Kolonien auf King George Island auf die Krill-Knappheit zurück. Die Krebse werden von sogenannten Salpen verdrängt. Das sind gallertartige Wasser-Lebewesen, die im Gegensatz zum Krill von anderen Tieren nicht gefressen werden. Je wärmer das Meer rings um die Antarktis ist, desto günstiger sind die Bedingungen für die Salpen. Erst wenn im Winter das Wasser friert, hat der Krill wieder Vorteile gegenüber seinem Nahrungskonkurrenten. Doch weil in den hohen Breiten die Durchschnittstemperatur binnen 50 Jahren um 2,5 Grad Celsius stieg, bildet sich rings um den antarktischen Kontinent deutlich weniger Eis.





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