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fluglärm

24. Juli 2012

Lufthansa will Nachtflugverbot aufweichen

Die Lufthansa will die strikte Zeitgrenze des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen aufweichen. Aus Sicht von Europas größter Fluggesellschaft soll jedes Flugzeug, das bis zu einer vordefinierten Zeit seine Parkposition verlassen hat, eine Startgenehmigung erhalten.

„Dabei sollte es gleichgültig sein, welchen Grund die mögliche Verspätung hat“, sagte Passagevorstand-Mitglied Kay Kratky der „Allgemeinen Zeitung Mainz“ und dem „Wiesbadener Kurier“.

Dies könne im Extremfall dazu führen, dass nach 23 Uhr noch 20 oder 30 Flüge starteten, räumte Kratky ein. Dies werde aber die Ausnahme bleiben, etwa bei extremen Wetterlagen wie schweren Gewittern.

In den vergangenen Monaten hatten wegen des Nachtflugverbots von 23 bis 5 Uhr wiederholt Großraumjets kurz nach 23 Uhr keine Starterlaubnis mehr erhalten. „Und hier reden wir von 20 000 gestrandeten Passagieren seit Inkrafttreten des Nachtflugverbots“, sagte Kratky. Für eine Flexibilisierung hatten sich auch der Flughafenbetreiber Fraport und die Deutsche Flugsicherung ausgesprochen.

dpa

Fraport war zuletzt mit seiner fragwürdigen Kampagne Ja zu Fra! aufgefallen, die wir in unserem Lügendetektor unter die Lupe genommen haben. Dass Lärm – egal ob von Flugzeugen, Zügen oder Autos – eine ernsthafte Gesundheitsgefahr darstellt und wie man sich dagegen schützen kann, haben wir im Greenpeace Magazin 4.01 und im Heft 5.10 berichtet. Beide können sie in unserem Archiv bestellen.




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