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atomtreck 4. September 2009
Konflikt mit Polizei in Morsleben – Treck wächstBei einer Protestaktion des Anti-Atom-Trecks am Endlager Morsleben ist es am Donnerstag zu Konflikten mit der Polizei gekommen. Dabei wurden zehn Aktivisten verletzt. Der letzten Samstag in Gorleben gestartete Anti-Atom-Treck wird morgen in Berlin mit 200 weiteren Traktoren eines „schnellen Trecks“ zur Großdemonstration zusammentreffen.Als Teilnehmer des Anti-Atom-Trecks am Donnerstag auf das Gelände des Atommüllendlagers Morsleben im Bördekreis in Sachsen-Anhalt drangen, setze die Polizei Pfefferspray und Hunde ein. Zehn Atomgegner seien verletzt worden, wie die Tageszeitung Junge Welt meldet. Während der Kundgebung hatten Aktivisten außerdem versucht, einen Findling aus Gorleben auf dem Gelände abzulegen – die Polizei setzte Schlagstöcke ein, ein Beamter zog seine Dienstwaffe.
Der Treck, der bereits die ganze Woche durch die Republik tourt, ist inzwischen auf mehr als 100 Fahrzeuge angewachsen und vier Kilometer lang. Zur großen Abschlussdemonstration morgen in Berlin werden noch einmal 200 Traktoren aus einem weiteren, „schnellen Treck“ dazustoßen.
Wer noch keinen fahrbaren Untersatz hat, um nach Berlin zu fahren, der kann sich entweder in der Mitfahrbörse von .ausgestrahlt umschauen oder einen der zahlreichen Busse und Sonderzüge aus vielen Großstädten nutzen.
Greenpeace hat am Donnerstag eine neue Studie zu den tatsächlichen Kosten der Atomenergie für den Steuerzahler vorgelegt. Demnach subventionierte der Bund die Risikotechnologie seit 1950 bereits mit 165 Milliarden Euro. Bereits heute ist klar, dass zu dieser Summe noch einmal 92,5 Milliarden Euro hinzukommen, die beispielsweise für das Abwracken alter Meiler nötig wird.
Mehr inhaltliches Rüstzeug für die Demo gibt’s übrigens im aktuellen Grennpeace Magazin: Autor Toralf Staud erläutert, warum Atomkraft nicht als Brückentechnologie taugt und den Ausbau der erneuerbaren Energien sogar bremst. Die zehn dreistesten Lügen der Atomlobby sind in unserer Ausgabe 5.08 nachzulesen.
KURT STUKENBERG |
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