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aktuelle ausgabe 7. Januar 2010
„ … laut sagen: Nein!“Als sich im November 2004 ein Aktivist der Protestgruppe „The Yes Men“ in den BBC-Nachrichten als Pressesprecher von Dow Chemical ausgab und Entschädigung für die Opfer der Chemiekatastrophe im indischen Bhopal ankündigte, fiel der Aktienkurs des Konzerns binnen 25 Minuten um zwei Milliarden Dollar. Protest ist vielseitiger geworden und bedient sich immer neuer Kanäle. In seiner aktuellen Ausgabe stellt das Greenpeace Magazin einige der kreativsten und engagiertesten Menschen vor, die Demos und Flashmobs organisieren, Bäume besetzen, Flüchtlinge vor der Abschiebung bewahren und vieles mehr.Wenn der „Yes Man“ Andy Bichlbaum von der Aktion berichtet, die ihn und seinen Kompagnon Mike Bonanno berühmt gemacht hat, klingt die Strategie fast zu simpel: „Wir mussten nur warten, wie beim Angeln.“ Die beiden Gründer des vielleicht berühmtesten Aktivistenduos, das seit zehn Jahren immer wieder in verschiedene Rollen schlüpft und die Mächtigen der Welt vorführt, hatten damals ihren ersten Coup gelandet: Sie stellten eine gefälschte Website der Welthandelsorganisation WTO ins Netz und wurden daraufhin auf eine Konferenz in Salzburg eingeladen, auf der sie, sich als WTO-Vertreter ausgebend, den freien Handel mit Wählerstimmen propagierten. Zwei Jahre später verkündeten sie die Auflösung der WTO. Begründung: „Wir haben erkannt, dass unser System ungerecht ist und nur den Interessen multinationaler Firmen dient.“
Seit unser Autor Marc Fischer vor ein paar Jahren einen Typ namens Jude Finisterra im Fernsehen sah, der als angeblicher Pressesprecher von Dow Chemical live bei BBC erklärte, der Konzern werde die volle Verantwortung für die Giftgaskatastrophe von Bhopal übernehmen, wollte er einmal bei einer Aktion der Yes Men dabei sein. 1984 war in der Chemiefabrik im indischen Bhopal bei einer durch Sparmaßnahmen verursachten Katastrophe tonnenweise Giftgas frei geworden, das hunderttausende Menschen verletzte oder tötete. Für die aktuelle Ausgabe des Greenpeace Magazins hat Marc Fischer nun seinen Wunsch realisiert und seine Erlebnisse aufgeschrieben.
Erfährt man von Greenpeace-Aktionen wie der Besetzung der Reaktorkuppel des AKW Unterweser im Juni diesen Jahres aus den Nachrichten, kann man sich kaum vorstellen, welchen Mut es erfordert, den Energiekonzernen buchstäblich aufs Dach zu steigen. Wie es sich anfühlt, neun Stunden im Inneren des Schornsteins von Großbritanniens Kohlemeiler Kingsnorth bis zur Spitze zu klettern, um von oben eine Botschaft für mehr Klimaschutz an den gigantischen Schornstein zu pinseln, erfahren Sie im aktuellen Greenpeace Magazin.
Vor zehn Jahren hat sich das Greenpeace Magazin entschieden, über die Minenopfer in Bosnien nicht nur zu berichten, sondern auch selbst aktiv zu werden. Seither kann jeder neue Abonnent als Prämie sechs Quadratmeter eines Minenfeldes in Bosnien räumen lassen. Durch die große Unterstützung unserer Leser konnten bereits 480.000 Quadratmeter von den tödlichen Kriegsresten befreit werden – darunter zwei Areale in der Nähe von Schulen. Lernen Sie in der aktuellen Ausgabe den Berufsalltag eines Minenräumers kennen und erfahren Sie, was mit Ihrer Hilfe bereits erreicht wurde.
Lesen Sie außerdem: „Komm in die Gänge“ – Wie Hamburger Künstler sich mit kreativer Hausbsetzung gegen Gentrifizierung und Monotonisierung der Hamburger Innenstadt einsetzen; „Wahlergebnisse nehme ich, wie sie kommen“ – Der Vollzeit-Aktivist Jochen Stay spricht im Interview über die Macht sozialer Bewegungen und zivilen Ungehorsam.
Erfahren Sie des Weiteren Neues über Guerilla-Gärtner, Animals Angels, Aktivisten, die aktiv abrüsten, Polit-Hacker, Skater in Kabul, CO2-Weightwatcher, Baumbesetzer, Klimapiraten und vieles mehr.
Das Greenpeace Magazin erhalten Sie ab Freitag, den 27. November hier, am Kiosk oder im Abo. |
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