greenpeace magazin 1.06

51 Unterm Pflaster liegt der Garten

 

Verwandeln Sie die öden Flecken um die Straßenbäume vor Ihrer Tür in kleine Blumengärten. Das macht Fußgängern und Radlern gute Laune, lockt nette Insekten an und kann sogar Feinstaub aus der Luft filtern. Für Fortgeschrittene: Auch Verkehrsinseln sind geeignet!

 

 

Die meisten Kommunen bieten „Grüne Patenschaften“ für Parks, Verkehrsinseln oder Straßenstreifen an. In Hamburg können Firmen die Pflege eines ganzen Stadtparks finanzieren und werden dafür mit einem Sponsorenschild belohnt. Es geht aber auch im kleinen Stil und informeller – etwa indem sich Anwohner des Gestrüpps am Straßenrand oder einer "Baumscheibe" annehmen. Wer dabei bestimmte Gräser und Blumen auswählt, kann sogar die Feinstaubbelastung in der Luft senken. Ulrich Zens von der Uni Duisburg-Essen empfiehlt die Rasenschmiele: Die bis zu 60 Zentimeter langen Halme haben eine raue Oberfläche, an der Feinstaub hängen bleibt. Erlaubt ist aber alles, was gefällt. Hübsch sind etwa Lavendel oder Storchschnabel: Wildblumen, die auch Schmetterlinge lieben. Als Feinstaubfilter eignen sich Günsel, Odermenning, Aufrechtes Fingerkraut, Wiesen-Storchschnabel, Wiesen-Margerite, Seggen-Arten.

Garten- und Tiefbauämter geben in der Regel Infos zu Patenschaften; Forschungsprojekt zu Pflanzen als Staubfilter: www.uni-essen.de/angewandte-botanik

 



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