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tagesthemen

18. März 2010, 16:51

«Brot für die Welt» wirbt für soziale Geldanlagen

Berlin (dpa) - Anleger sollen ihr Geld künftig mit gutem Gewissen investieren können. Dieses Ziel verfolgt ein Kriterienkatalog für ethische Investmentfonds, den die Hilfsorganisation «Brot für die Welt» und das Südwind-Institut am Donnerstag in Berlin vorstellten. Man wolle Unternehmen zu einem sozialverantwortliches Verhalten auf den Kapitalmärkten bewegen, sagte die Direktorin von «Brot für die Welt», Cornelia Füllkrug-Weitzel. «Die von uns entwickelten Kriterien für solche Geldanlagen folgen den ökumenischen Werten Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.»

Antje Schneeweiß vom ökumenischen Südwind-Institut erklärte, im Mittelpunkt stünden entwicklungspolitische Aspekte. So werde bei der Bewertung von Geldanlagen unter anderem berücksichtigt, ob Gewinne, die in Entwicklungsländern erwirtschaftet wurden, auch dort reinvestiert werden. Füllkrug-Weitzel ergänzte, die Folgen der Finanzmarktkrise hätten vor allem die ärmsten Länder «mit voller Wucht getroffen».

Der Kriterienkatalog wird den Angaben zufolge kontinuierlich weiterentwickelt. Dafür soll ein Fachausschuss sorgen, an dessen Spitze die langjährige Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) steht.

 

Welche Ökofonds halten, was sie versprechen, und wo Sie Ihr Geld ohne Gewissensbisse anlegen können, lesen Sie im Greenpeace Magazin.


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