4. November 2009, 17:53
Obama bekräftigt: Iran hat jetzt die Wahl
Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat die Bereitschaft seines Landes zu einem neuen Verhältnis zum Iran «auf der Basis gegenseitiger Interessen und gegenseitigen Respekts» bekräftigt. Anlässlich des 30. Jahrestages der Besetzung der US-Botschaft in Teheran betonte er am Mittwoch, dass die iranische Regierung jetzt die Wahl habe, in der Vergangenheit gefangenzubleiben oder «die Tür zu größeren Chancen, zu Wohlstand und Gerechtigkeit für ihr Volk zu öffnen». Mit der Besetzung der Botschaft durch iranische Studenten im Zuge der islamischen Revolution hatte eine 444-tägige Geiselhaft für 52 US-Diplomaten begonnen.
Dieses Ereignis habe dazu beigetragen, die USA und den Iran auf einen «Pfad der andauernden Verdächtigung, des Misstrauens und der Konfrontation zu bringen», hieß es in der in Washington veröffentlichten Erklärung des Präsidenten. Amerika wolle die Vergangenheit überwinden und nach vorn blicken. «Wir mischen uns nicht in die inneren Angelegenheiten des Iran ein», sagte Obama. «Wir haben Terrorattacken gegen den Iran verurteilt. Wir haben das internationale Recht des Iran zur friedlichen Nutzung der Kernenergie anerkannt.» Die USA hätten auch ihre Bereitschaft zu vertrauensbildenden Maßnahmen demonstriert und etwa medizinischer Hilfe für die Bevölkerung zugestimmt.
«Wir haben klargemacht, dass der Iran einen Weg zu einem ergiebigeren und produktiveren Verhältnis zur internationalen Gemeinschaft hat, wenn er die Verpflichtungen erfüllt, die jede Nation hat», fuhr Obama fort. «Der Iran muss wählen. Wir haben 30 Jahre lang gehört, wogegen die iranische Regierung ist. Die Frage ist jetzt, für welche Art von Zukunft sie ist.» (Folgt neue Zusammenfassung bis 1830, ca 45 Zl)