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greenpeace magazin 2.10
geht doch!Niederlande Kilometergeld
Die Holländer reformieren ihre Kfz-Steuer – der ADAC lehnt dieses Modell ab
Ab 2012 muss in den Niederlanden jeder Autobesitzer – je nach Größe des Wagens – im Schnitt drei Cent pro gefahrenem Kilometer zahlen, bis 2018 soll sich die Gebühr schrittweise auf durchschnittlich 6,7 Cent erhöhen. Mit diesem neuen System will die Regierung in Den Haag einen Anreiz bieten, das Auto stehen zu lassen. Denn: Wer ein großes Auto hat und noch dazu viel fährt, muss auch viel zahlen. Verkehrsminister Camiel Eurlings rechnet damit, dass der Kohlendioxidausstoß um rund zehn Prozent sinkt, da viele Menschen auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen werden. Darüber hinaus werde es weniger Staus und weniger Verkehrstote geben. Allerdings müssen zum Leidwesen der Datenschützer alle niederländischen Autos mit speziellen GPS-Geräten ausgestattet werden. Am Monatsende wird die fällige Summe für die gefahrenen Kilometer vom Girokonto abgebucht. Verkehrsexperten wie Heiner Monheim oder Ferdinand Dudenhöffer begrüßen dieses Modell als zukunftsweisend, der ADAC allerdings lehnt eine Kilometergebühr strikt ab.
Australien Plastikflaschen ade Das kleine Dorf Bundanoon im australischen Hochland verbietet den Verkauf von kommerziell abgefülltem Trinkwasser in Plastikflaschen. Die 2000 Bewohner können ihren Durst an öffentlichen Zapfsäulen stillen. Mit diesem weltweit einzigartigen Bann votierte das Dorf gegen den Plan einer Getränkefirma, die ein nahe gelegenes Grundwasserreservoir anzapfen, das Wasser im 120 Kilometer entfernten Sydney abfüllen und vor Ort wieder vermarkten wollte.
Berlin/Brandenburg Freiheit für Flüchtlinge Die Bundesländer Berlin und Brandenburg wollen die Residenzpflicht für Asylbewerber aufheben. Bislang dürfen sich Flüchtlinge nicht frei bewegen, sondern brauchen eine behördliche Genehmigung, wenn sie den Landkreis oder Regierungsbezirk verlassen wollen. Flüchtlingsorganisationen begrüßen die Abschaffung dieser Einschränkung, da sie soziale Kontakte und den Besuch von Fachärzten erschwere. Verletzungen der Residenzpflicht sind die häufigsten Rechtsverstöße bei Asylbewerbern.
Island Süßes wird teurer Für Limonaden, Kekse, Bonbons oder Schokolade – alle Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt – müssen die Isländer seit kurzem mehr Geld bezahlen: Seit September 2009 gilt für sie nicht mehr der ermäßigte Mehrwertsteuersatz wie für andere Lebensmittel, statt sieben sind jetzt 24,5 Prozent fällig. Der Grund für die Verteuerung von Süßwaren ist die schlechte Zahngesundheit isländischer Kinder und Jugendlicher. |
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