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greenpeace magazin 1.11
geht doch!Italien Slow-CitiesWeltweit schließen sich immer mehr lebenswerte Städte der Slow-Cities-Bewegung an
Ausgerechnet McDonald’s war der Auslöser für die Entstehung der Slow-Bewegung: Als die US-Fast-Food-Kette 1986 an der Spanischen Treppe in Rom eine Filiale eröffnete, veranstalteten italienische Gourmets spontan ein öffentliches Spaghetti-Essen und riefen zur Rettung regionaler Küchentraditionen auf. Von da an sollte diese Idee als Slow Food um die Welt gehen. 13 Jahre später wollten sich toskanische Bürgermeister nicht mehr mit der Beschränkung aufs Kulinarische zufrieden geben und riefen die Bewegung „Cittaslow“ ins Leben. Von Italien aus formt sich Stadt für Stadt eine neue internationale Bewegung: Die Vereinigung der lebenswerten Städte zählt inzwischen 135 von Slow-City-Inspektoren geprüfte und zertifizierte Mitglieder in 20 Ländern. Sie verpflichten sich, ihre Lebensqualität zu erhöhen. Die mehr als 50 Kriterien schreiben zum Beispiel vor, regenerative Energien zu nutzen, Müll zu recyceln, typische regionale Produkte zu fördern sowie Grünanlagen, Bräuche und Traditionen zu pflegen. In Deutschland schmücken sich bereits neun Gemeinden mit dem begehrten Titel: Deidesheim, Hersbruck, Lüdinghausen, Marihn, Nördlingen, Schwarzenbruck, Überlingen, Waldkirch und Wirsberg. Selbst in Metropolen wie London (www.slowdownlondon.co.uk) gibt es mittlerweile Ambitionen, das hektische, laute und verstopfte Großstadtleben erträglicher zu machen.
Österreich Sanft mobil In Werfenweng im Salzburger Land sind Autos unerwünscht. Das Bergdorf setzt vielmehr auf abgasfreien Tourismus. Für die sanfte Mobilität sorgen Kutschen, Nachttaxis und Elektrofahrzeuge. Im Ort gilt Tempo 30. Alles, was sich auf zwei Beinen oder Rädern fortbewegt, hat Vorfahrt. Und der Strom kommt aus der dorfeigenen Solaranlage.
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