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greenpeace magazin 2.12
geht doch!Frankreich Giftfrei essenMit dem Verbot von Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen übernimmt Frankreich in Europa eine Vorreiterrolle
Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler vor dem hormonell wirkenden Gift
Bisphenol A (BPA), das vor allem in Kunststoff-Spielzeug, Lebensmittelverpackungen oder Kassenbons enthalten ist. Schon in geringen Dosen kann es das Nervensystem schädigen, die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und zu Entwicklungsstörungen führen. Doch ein Verbot dieser Chemikalie in alltäglichen Produkten wird nur zögerlich durchgesetzt. Als erstes Land hat Kanada 2008 BPA
als gefährliche Substanz deklariert und eine Verwendung in Babyflaschen verboten. Erst Ende 2010 zog die EU nach. Dänemark und Frankreich gehen weiter: In Dänemark ist BPA in allen Produkten für Kinder bis drei Jahre tabu. Frankreich will die Chemikalie ab 2014 in allen Lebensmittelverpackungen untersagen und diese in der Übergangszeit mit einem Warnhinweis versehen.
Doch mit diesem Schritt, der für die EU wegweisend sein könnte, ist der Stoff, der vor allem zur Herstellung von Lacken, Beschichtungen, CDs oder Brillengläsern verwendet wird, nicht vom Markt. Weltweit werden pro Jahr rund vier Millionen Tonnen BPA produziert – auf LKWs verladen würde die Schlange von Hamburg nach Rom reichen. Einer der größten Hersteller ist der Bayer-Konzern. Bis heute sieht Deutschland keine Veranlassung für ein nationales BPA-Verbot, obgleich das Umweltbundesamt immer wieder vor möglichen Gesundheitsrisiken warnt. Wie das Greenpeace Magazin vergangenen Herbst nachgewiesen hat, enthalten Kassenzettel immer noch BPA.
Demnächst soll ein erneuter Test überprüfen, ob der Handel die schädlichen Stoffe ersetzt hat. www.greenpeace-magazin.de/bisphenol
Ecuador Naturschutz im Grundgesetz
Dänemark Weniger Antibiotika im Schweinstall
Schweiz Gesellschaft für Nager |
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