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Greenpeace Magazin Ausgabe 3.15

Kein Steak auf dem Teller

Mumbai hat den Verzehr von Rindfleisch verboten. Ein Verstoß wird in der westindischen Metropole mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet. Hindu-Nationalisten bejubeln das Gesetz als Erfolg, sie fordern ein landesweites Schlacht- und Verzehrverbot von Kühen, die im Hinduismus als heilig gelten. Was aus Sicht des Tierschutzes erfreulich ist, bringt liberale Kräfte im Land auf die Barrikaden: Ein knappes Jahr nach dem Wahlsieg der Hindu-Nationalisten fürchten sie, dass Minderheiten durch solche Entscheidungen diskriminiert werden. Auf Twitter äußerten Tausende ihren Unmut über den „Beef ban“: Das Land habe mit Vergewaltigungen, Armut und Korruption nun wirklich andere Probleme, erklärte die in Indien bekannte Schauspielerin Sumona Chakravarti. „Was jemand isst, ist doch seine persönliche Entscheidung.“