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Greenpeace Magazin Ausgabe 6.14

Klimaflüchtlinge anerkannt

Als erstes Land der Welt hat Neuseeland den Klimawandel als Asylgrund akzeptiert. Sigeo Alesana, seine Frau und ihre beiden Kinder im Alter von drei und fünf Jahren bekommen ein Bleiberecht. Damit sind sie die ersten anerkannten Klimaflüchtlinge der Welt. Die Familie stammt aus dem Pazifikinselstaat Tuvalu, der nur bis zu zwei Meter aus dem Wasser ragt und vom steigenden Meeresspiegel bedroht ist. Die Kleinkinder seien besonders stark durch Naturkatastrophen und Folgen des Klimawandels gefährdet, urteilte das Einwanderungstribunal. Außerdem lebe die gesamte Verwandtschaft der Familie in Neuseeland. Ende letzten Jahres hatte Ione Teitiota von der Pazifikinsel Kiribati schon einmal einen Antrag als Klimaflüchtling in Neuseeland gestellt. Ein Gericht hatte ihn abgelehnt.