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Greenpeace Magazin Ausgabe 6.16

Kochen mit der Sonne

Wegweiser: Wolfgang Scheffler (59)
Schon als Physikstudent in den Siebzigerjahren grübelte Wolfgang Scheffler, was er gegen die Ungerechtigkeit in der Welt tun könnte. „Das reiche Europa hier, das arme Afrika dort – ich wollte dazu beitragen, dass sich etwas verändert“, sagt Scheffler. Bis heute haben große Teile Afrikas keinen Zugang zu Elektrizität, viele Menschen kochen mit mühsam gesammeltem Feuerholz oder sind auf teure, umweltschädliche Dieselgeneratoren angewiesen. Für Veränderung, sagt Scheffler, brauche es deshalb alternative Energiequellen – am besten solche, die sich die Menschen selbst erschließen können. Und so entwarf er einen einfach konstruierten Herd, der mit Sonnenlicht betrieben wird. Die Idee ist simpel und effektiv: Ein Parabolspiegel bündelt Sonnenstrahlen so, dass mit deren Energie für bis zu siebzig Personen zugleich gekocht werden kann. Heute sind mehrere Tausend der Solarkocher weltweit im Einsatz. Mit dem Verein „Solare Brücke“ verbreitet Scheffler die Idee der selbstbaubaren Sonnenherde in den ärmsten Regionen Afrikas und Südasiens stetig weiter. „Wir wollen, dass die Menschen ihr Leben selbst verbessern können“, sagt er.
solare-bruecke.org