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Greenpeace Magazin Ausgabe 1.17

Kreislauf mit Alpenschweinen

Wegweiser: Josef Andreas Holzer (35)
„Schweine gab’s bei uns am Hof schon immer,“ sagt Andreas Holzer. Doch seit Neuestem stehen „Schwarze Alpenschweine“ auf den Wiesen des Bergbauern. Holzers Hof im Süden des Salzburger Landes ist bekannt für seine nachhaltige Kreislaufbewirtschaftung, die „Holzer Permakultur“. 2009 übernahm er den Hof von seinem Vater. „Landwirtschaft ist angewandter Naturschutz“, sagt Holzer. Dazu gehört für ihn auch der Erhalt alter Rassen. Das ursprüngliche Weideschwein des Alpenraums galt lange Zeit als ausgestorben, trotzdem machte Holzer sich auf die Suche nach Reliktbeständen. Denn die besonders gut angepassten Tiere ergänzen die Bewirtschaftung der Berge, indem sie etwa die bei der Käserei anfallende Molke und andere Restprodukte verwerten. Bei einem Zuchtprojekt in Italien wurde Holzer dann fündig: Fünf Alpenschweine schmücken nun seine Landwirtschaft, bald sollen es mehr werden. Zum Streichelzoo wird der Krameterhof aber nicht: „Es geht darum, Schweine im Alpenraum wieder als Weidetiere zu halten“, so Holzer. Er ist überzeugt: Alte Rassen kann man nur erhalten, wenn man sie nutzt – also auch isst.
krameterhof.at