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lügendetektor20. Februar 2012, 13:56
Fraport: Ja zu Fluglärm!Schon wieder ein echt engagierter Großkonzern: Die Fraport AG hat als Reaktion auf die anhaltenden Proteste gegen den anschwellenden Fluglärm rund um den Frankfurter Flughafen zusammen mit Lufthansa und Condor die Initiative „Ja zu FRA!“ gegründet. Erst ließ der Flughafenbetreiber rund eine Million Flugblätter an die Haushalte in der Region verteilen, auf denen Vorstandschef Stefan Schulte erklärt, dass man die „Sorgen und Klagen der Menschen ernst nehmen“ müsse – ohne allerdings das Wort Nachtflugverbot auch nur zu erwähnen. Am 1. März soll es dann auch noch eine Bemerkenswert finden wir vor allem das Logo, mit dem sich die Luftfahrtindustrie für sich selbst engagiert: Der Schriftzug „Ja zu FRA!“ wird von fluffigen Kondensstreifen auf himmelblauem Untergrund gebildet – im Kinderzimmer-Schäfchenwolkendesign. Kondensstreifen stehen jedoch in den Augen von Umweltschützern für eine andere Nebenwirkung des Luftverkehrs: Sie sind eine der Hauptursachen dafür, dass Flugzeuge so extrem klimaschädlich sind. Auch deshalb sollten diese – zum Wohle der gesamten Menschheit – so selten wie möglich abheben. Kondensstreifen für Werbezwecke zu nutzen ist dreist und genial zugleich, und wir freuen uns schon auf Nachahmer aus anderen Branchen. BP zum Beispiel könnte mit bunt schillernder Ölschlieren-Schrift eine Initiative „Ja zu Tiefseebohrungen“ illustrieren. Aufmerksamkeit würde bestimmt auch eine Imagekampagne „Ja zum Kleinwaffenexport“ für den berüchtigten G3-Hersteller Heckler & Koch erregen – mit einem Schriftzug aus Einschusslöchern. Und wie wär’s mit einer Pro-Endlager-Demo der Atomindustrie mit Bannern zum Runterladen: „Ja zur Asse“ – geformt aus rostigen Atommüllfässern? |
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