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lügendetektor 5. Juni 2012, 14:59
Bauer Joghurt: Erster sein ist relativKaum ein Produkt kommt so harmlos daher wie Fruchtjoghurt. Doch gerade das scheint halbseidene Werber besonders zu inspirieren. Seit Jahren geraten Joghurts und andere Milchprodukte immer wieder ins Visier von Verbraucherschützern – und des Greenpeace Magazins. Schon im Jahr 2004 haben wir eine Werbung der Molkerei Bauer in einer Fake-Anzeige aufgespießt: Acht Erdbeeren standen dort um einen „Großen Bauer“ Spalier, der nur eine Frucht enthielt – dafür aber Aroma aus dem Labor. Auch die Konkurrenten der Privatmolkerei aus dem bayerischen Wasserburg fördern den Joghurtabsatz mit allerlei Tricks. Danone zum Beispiel preist seine süßen, teuren Actimel-Joghurts als abwehrkräftesteigernd und Activia-Becher aus Mais-Plastik als „umweltfreundlicher“ an – obwohl beides nicht belegt ist.
Inzwischen hat Bauer reagiert – mit einem Winkelzug. Die sonst unveränderte Anzeige erscheint nun mit dem Slogan: „Der erste Fruchtjoghurt ohne Gentechnik Deutschlands“. Für Juristen mag der Unterschied zwischen gentechnikfrei und ohne Gentechnik bedeutsam sein, denn das Bauer-Produkt wurde als erstes konventionell erzeugtes Fruchtjoghurt mit dem offiziellen Siegel „Ohne Gentechnik“ ausgezeichnet und durchläuft ein entsprechendes Kontrollverfahren. Für Verbraucher ist der Unterschied zwischen beiden Aussagen nicht nachvollziehbar, die Werbung bleibt irreführend. Dass Bauer dem Druck von Umweltschützern nachgibt und die Fütterung der Kühe umstellt, ist schön – die Reklame aber einfach dreist. |
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Nun versucht es wieder einmal Bauer: „Der erste gentechnikfreie Fruchtjoghurt Deutschlands“ prangte kürzlich in großen Lettern auf Werbeanzeigen in „Focus“, „Bunte“ und „Freundin“. Plötzlich ist der Bauer-Schriftzug grün und alles sieht total öko aus. Ist es aber nicht: Die Milch liefern nach wie vor konventionell gehaltene Kühe. Und vor allem: Was da steht, stimmt gar nicht – Bauer ist nicht „erster“. Schließlich geben Ökobauern ihren Tieren schon immer gentechnikfreies Futter. Die Biobranche reagierte verständlicherweise verschnupft, und die 