greenpeace magazin 1.06

14 Mit Biomilch die Welt retten

 

Wer ein paar Cent drauflegt und Milch aus ökologischer Landwirtschaft kauft  pmacht Kühe glücklich  pbewahrt Südamerikas Regenwald vor der Abholzung, sichert die Artenvielfalt, schont das Klima, verbessert den Hochwasserschutz, schützt Grundwasser und Meere, versperrt den Agrarkonzernen das Einfallstor für Gentechnik, schafft Arbeitsplätze, hat mehr Vitamine im Glas. Wie das? Schauen Sie auf Seite 83 nach!

 

 

Nicht nur, dass Biolebensmittel oft besser schmecken und weniger mit Schadstoffen belastet sind. Der Genuss steigt noch einmal, wenn man sich klar macht, was ökologische Landwirtschaft Tieren, Menschen und Umwelt an Vorteilen bringt.

Unser Beispiel:
Biomilch …
... macht Kühe glücklich – denn die Bioanbauverbände garantieren artgerechte Tierhaltung mit genügend Platz, Licht und Luft.
... sichert die Artenvielfalt – denn es werden keine synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt, die in der deutschen Landschaft die Vielfalt an Schmetterlingen und anderen Tieren extrem reduziert haben.
... bewahrt Südamerikas Regenwälder vor der Abholzung – denn importierte Futtermittel sind für Ökobauern tabu. Für den Anbau von Soja, das an Europas konventionell gehaltenes Vieh verfüttert wird, wird dagegen in Brasilien großflächig der Regenwald gerodet.
... schont das Klima – denn der Transport von Futtermitteln aus Übersee und die energieaufwändige Herstellung chemischer Dünger und Pestizide fallen weg. Das Futter wächst auf dem Hof, durch Kreislaufwirtschaft und flächengebundene Tierhaltung entstehen weniger Klimagase.
... verbessert den Hochwasserschutz – denn in ökologisch bewirtschafteten Böden
leben sieben mal mehr Regenwürmer und bohren „Bioporen“, sodass das Wasser bei starkem Regen doppelt so schnell versickert.
... schützt Grundwasser und Meere – denn von Biohöfen fließen keine überschüssigen Nährstoffe in die Gewässer. Der „diffuse“ Nitrat- und Phosphateintrag aus der Landwirtschaft, verursacht durch Chemiedünger und die Haltung von viel Vieh auf
wenig Fläche, verseucht das Grundwasser und führt in Nord- und Ostsee zu Algenblüten und Sauerstoffmangel.
... versperrt den Agrokonzernen das Einfallstor für Gentechnik – denn genmanipulierte Pflanzen kommen bislang hauptsächlich als Viehfutter aus Argentinien und den USA nach Europa. Und auch bei uns soll der Einsatz der Gentechnik zuerst bei Futterpflanzen wie Mais durchgesetzt werden, weil dort weniger Widerstand erwartet wird. Im Öko-Landbau ist Gentechnik verboten.
... schafft Arbeitsplätze – denn obwohl auch Biohöfe größer werden und rationalisieren, fällt doppelt so viel Arbeit an.
... enthält mehr Vitamine – denn Bio-Kühe fressen viel frisches Grün, zum Beispiel Klee, und die Milch wird schonender verarbeitet. Wissenschaftler fanden deutlich höhere Anteile von Vitamin E, Omega-3-Fettsäuren und der immunstärkenden konjugierten Linolsäure (CLA) in Biomilch.

 



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