greenpeace magazin 1.06

43 Vorhang auf für Ihren Protest

 

Verwandeln Sie Straßen und Plätze in Protest-Plattformen. Machen Sie Kabarett vor einer Überwachungskamera. Nehmen Sie an Lachparaden in Einkaufsmeilen teil: auslachen statt shoppen. Maskieren Sie sich als grinsender Innenminister. Schmücken Sie Ihren Regenschirm mit politischen Parolen. Organisieren Sie eine Straßenparty und bringen Sie die Verhältnisse zum Tanzen. „Demnächst in diesem Theater" - das kann dann überall sein.

 

 

Als ABC des öffentlichen Widerstands eignet sich die Lektüre von "go.stop.act! – Die Kunst des kreativen Straßenprotests" von Marc Amann (Hrsg.), Trotzdem Verlag, 230 Seiten, 18 Euro
Weitere Anregungen (die lustiger sind als in Deutschland üblich):Subversive Straßenpartys propagiert das international bekannte Netzwerk www.reclaimthestreets.net. Surveillance Camera Players veranstalten politische Theaterstücke vor Überwachungskameras: www.notbored.org/the-scp.html  Die Hamburger „Liga“ nutzt den Radiosender FSK (Freies Sender Kombinat) und  choreographiert atypisches Verhalten im öffentlichen Raum: http://republicart.net/disc/artsabotage/wieczorek01_de.htm 
Parodien auf militärisches Gehabe und Demos mit charmantem Lächeln: www.clownarmy.org
Die Pioniere des "Theaters der Unterdrückten" entstanden 1971 in Brasilien. Heute ist es eine weltweite, gewaltfreie und ästhetische Bewegung, die nach Frieden und nicht nach Passivität strebt: www.theatreoftheoppressed.org

 



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