greenpeace magazin 1.96

Solarfabrik rechnet sich

Solarmodule können auch in Deutschland wirtschaftlich produziert werden.

Eine kleine Fabrik für Photovoltaik-Anlagen wäre bereits mit der Herstellung von 2500 Solarmodulen jährlich ausgelastet. Eine komplette Zwei-Kilowatt-Anlage aus dieser Fertigung würde inklusive Dachmontage rund 22.000 Mark plus Mehrwertsteuer kosten – Ergebnisse einer Studie der „Ludwig-Bölkow-Stiftung“, die kürzlich von der Greenpeace-Solarkampagne vorgelegt wurde. Greenpeace stellt zur Zeit eine Liste von Interessenten zusammen, die eine dieser „Cyrus“ genannten Solaranlagen kaufen würden. Die gesammelten Absichtserklärungen sollen Investoren beweisen, daß in Deutschland sehr wohl ein Markt für Photovoltaik vorhanden ist. Das bestreiten Unternehmen wie „ASE“ oder „Siemens Solar“. Sie erklären, eine Solarfabrik könne in Deutschland nicht rentabel arbeiten. ASE, letzter deutscher Hersteller von Standard-Solarmodulen, will seine Fabrik Ende 1995 schließen. Greenpeace ist der Ansicht, daß die Firmen zwar Hunderte Millionen Mark Fördergeld kassiert, die Markteinführung der Photovoltaik aber nie ernsthaft verfolgt haben. Wer sich für „Cyrus“ interessiert, kann auf der zwischen den Seiten 18 und 19 beigehefteten Postkarte seine Kaufabsicht erklären oder weitere Informationen anfordern.



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