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greenpeace magazin 2.97
Der Fluch der späten GeburtUmweltprobleme und Arbeitsplatzsorgen gelten Jugendlichen als Hypothek auf die Zukunft, ermittelte „Forsa“ für das GPM.
Die Politik der Elterngeneration bekommt von den befragten Jugendlichen schlechte Noten: Mehr als die Hälfte (56%) fürchtet, daß die Erwachsenen ihnen Probleme hinterlassen, die sie später nicht mehr lösen können. Vor allem Umweltprobleme fürchten die 14- bis 18jährigen als „Altlasten“ zu erben (84%). Selbst die Arbeitslosigkeit gilt „nur“ für 58% als zukünftig unlösbar. Bei der Frage nach einer Rangfolge der Umweltprobleme werden zuerst mit 70% Klimaerwärmung und Ozonloch genannt, das Waldsterben (67%), Massentierhaltung und Atomkraft mit je 63% und die Belastung von Luft und Gewässern durch Chemikalien (61%) machen aber kaum weniger Sorgen. Die Gentechnik ist für immerhin 39% ein Umweltproblem.
Das größte Vertrauen als Institution genießt Greenpeace mit 52%, gefolgt von der Polizei (51%) und den Gerichten (46%). An letzter Stelle liegen die politischen Parteien mit 16% und der Berufsstand der Politiker mit 12%.
Bei aller Unzufriedenheit – nur eine Minderheit der Jugendlichen ist bereit, selbst aktiv zu werden. Lediglich 41% der Befragten haben sich schon einmal für oder gegen etwas engagiert. Von den Engagierten haben sich 34% an der Schule für den Naturschutz eingesetzt, Greenpeace oder andere Umweltschutzorganisationen haben 19% zum Handeln bewegt, die Parteijugend ist Schlußlicht mit 6%. Für die Herabsetzung des Wahlalters ist ebenfalls nur eine Minderheit zu begeistern: 38% wollen es auf 16 Jahre senken. Auch die 16jährigen selbst fühlen sich noch nicht reif genug – oder sind sie schon wahlmüde? Ganze 38% wollen per Stimmzettel mitmischen.
* Mehrfachnennungen waren möglich 80% der 14- bis 18jährigen machen sich Sorgen um ihre Zukunft.
56% fürchten, daß die Erwachsenen ihnen unlösbare Probleme hinterlassen.
52% vertrauen Greenpeace, Politikern nur 12%.
59% haben sich noch nie für etwas engagiert. |
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