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Das Beste der Natur

Der Geschäftsführer der Securvita-Krankenkasse und ehemalige Präsident der Berliner Ärztekammer, Ellis Huber, hat gemeinsam mit der Hamburger Verbraucherzentrale erstmals eine Liste mit 600 empfehlenswerten Naturheilmitteln veröffentlicht.

GPM: Rund 4000 Naturheilmittel wurden überprüft. Sind das alle auf dem Markt?

 

HUBER: Nein. Es gibt noch sehr viel mehr Mittel. Wir haben uns bei der Auswahl an den gängigen Nachschlagewerken orientiert.

 

In der Liste steht, dass nur Beispiele angeführt wurden. Bedeutet dies, dass ungenannte Produkte fragwürdig sind?

 

Fragwürdig nur im Sinne von hinter- oder nachfragen – am besten beim Arzt. Es werden laufend Präparate nachgemeldet. Bereits im Herbst gibt es eine erweiterte Auflage. Die Liste ist als Kommunikationsmittel zu verstehen, nicht als Kochbuch für die Arzneimittel-Schluckkultur.

 

Warum wurden keine Einzelmittel geprüft?

 

Darauf wurde verzichtet, weil Einzelsubstanzen in der hochspezialisierten Heilkunst ein Bestandteil umfassender Therapien sind. Unsere Empfehlungen richten sich an Verbraucher und Allgemein-Ärzte.

 

China-Öl ist in der Liste aufgeführt, aber kein japanisches Heilpflanzenöl.

 

Wir konnten auf dem deutschen Markt kein japanisches Öl finden, dass gewissen Qualitätsprinzipien entspricht. Das heißt aber nicht, dass es überhaupt nicht wirkt. Es sind nur Produkte aufgeführt, die das Label „sehr gut“ verdienen. Andere Mittel sind dagegen vielleicht nur „ausreichend“.

 

 

Die „Naturheilmittel-Liste“ plus die „Kieler Liste“ mit empfehlenswerten herkömmlichen Arzneien gibt es für 19 Mark in der Verbraucherzentrale, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg.



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