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greenpeace magazin 3.00
Übereifrige Forscher haben möglicherweise alle Exemplare einer neu entdeckten Eidechsenart weggefangen.
Erst letzten Sommer stießen Biologen auf der Kanaren-Insel La Gomera auf eine Rieseneidechse, von deren Existenz niemand geahnt hatte — und das, obwohl das Tier stattliche 50 Zentimeter lang werden kann. Galottia gomerana tauften die Wissenschaftler den Miniaturdrachen und waren von ihrem Fund so begeistert, dass sie das seltene Reptil sofort nachzüchten wollten. Deshalb fingen sie sechs Exemplare — die gesamte bekannte Population — ein und verschleppten sie auf die Nachbarinsel Teneriffa. „Ein Verstoß gegen die internationalen Regeln für den Umgang mit bedrohten Tieren“, kritisiert der auf Gomera ansässige deutsche Naturschützer Christoph Zink. In der fremden Umgebung könnten die Raritäten leicht erkranken. Die geplante Nachzucht sei ohnehin fragwürdig, weil im Terrarium aufgewachsene Reptilien in freier Wildbahn schlechte Überlebenschancen haben.
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