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Greenpeace Magazin Ausgabe 6.13

Personalien

Edward J. Snowden, 30, ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, bekam den Whistleblower-Preis 2013, den die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler vergibt. Im Juni enthüllte er, dass Bürger, Behörden und sogar politische Gremien aus­gespäht und überwacht werden. „Wir sind es Edward Snowden schuldig, dass seine mutigen Taten Konsequen­zen haben“, sagt Edda Müller, Vorsitzende von Transparency International, und fordert Deutsch­land auf, Snowden einen sicheren Aufenthaltsstatus anzubieten. Derzeit gewährt ihm Russland Asyl.


Jessica Mathew, 25, nigeria­nische Havard-Absolventin, konstruierte einen Fußball, der durch Bewegung Energie erzeugt. Nach einem 30-minütigen Spiel mit dem „soccket ball“ reicht der Strom, um eine Lampe drei Stunden lang mit Strom zu versorgen. Der Ball soll knapp 40 Euro kosten und in diesem Herbst auf den Markt kommen.

PJ Harvey, 44, britische Sängerin, macht sich gemeinsam mit der Initiative „Reprieve“ (Begnadigung) für die Rechte der Häftlinge im US-Gefangenenlager Guantánamo stark. Ihren Song „Shaker Aamer“ widmete sie dem gleichnamigen saudischstämmigen Briten, dessen Familie in London lebt. Obwohl ihm die US-Regierung keine terroristischen Handlungen nachweisen kann, ist Aamer seit elf Jahren ohne Anklage und ohne Ver­fahren interniert. Er hat an mehreren Hungerstreiks teilgenommen. Das Lied kann man gratis herunterladen unter:
pjharvey.net

Arun Krishnamurthy, 26, säubert Seen in Indien. Schon als kleiner Junge war er am liebsten draußen in der Natur. Arun Krishnamurthy liebt es, Vögel, Schlangen und Frösche zu beobachten. Umso mehr schmerzt es ihn, erleben zu müssen, wie schnell sich die Seen aus seinen Kindheitstagen in Müllkippen verwandeln. Der Naturfreund studiert in Delhi Mikrobiologie und Public Relations und arbeitet beim Internetkonzern Google in Hyderabad. Doch schon nach drei Jahren lässt er 2010 die vielversprechende IT-Karriere sausen und gründet in Chennai die Umweltinitiative „Environmentalist Foundation of India“ (EFI). „Der Job hat mir für meine wahre Leidenschaft einfach zu wenig Zeit gelassen“, sagt der junge Inder. Fortan geht er an Schulen und Unis, überzeugt Behörden und Anwohner und gewinnt Hunderte von jungen Freiwilligen, die mithelfen, Seen und Teiche vom Müll zu befreien, zu entschlammen, einzuzäunen und die Wasserqualität zu prüfen. „Die Leute glauben, sie könnten mit einem Klick im Internet Tiger oder Schildkröten retten. Das ist absurd“, sagt Krishnamurthy. „Um etwas zu ändern, müssen sie selber anpacken.“ Im ganzen Land hat EFI mit inzwischen rund 900 ehrenamtlichen Aktivisten bereits 17 Seen gerettet. In Zukunft will der 27-Jährige auch Menschen in Sri Lanka und Nepal für den Schutz der Umwelt gewinnen. Außerdem baut er zurzeit eine Ambulanz und eine Auffangstation für streunende Tiere auf.

indiaenvironment.org