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Greenpeace Magazin Ausgabe 4.14

Pestizide überflüssig

Es hat sich rumgesprochen: Bienen sind unverzichtbar für die biologische Vielfalt und die Ernährungssicherheit, denn sie gehören zu den wichtigsten Bestäubern von Wild- und Kulturpflanzen. Doch zwischen 1985 und 2005 ist die Zahl der fleißigen Insekten weltweit um ein Viertel geschrumpft, stellt die Greenpeace-Studie „Plan Bee – Leben ohne Pestizide“ fest. Das liegt Greenpeace zufolge zum großen Teil an chemisch-synthetischen Unkrautvernichtungsmitteln. Deren Einsatz sei überflüssig. Grundlage der Untersuchung sind Forschung und Erfahrung von Ökolandbau-Pionieren: Landwirte aus Italien, Deutschland und Griechenland sowie Wissenschaftler aus Frankreich, Holland und Polen bemühen sich seit längerem um biologische Alternativen zur Chemie bei Mais, Paprika und Obst. Fallstudien hätten gezeigt, dass etwa der Einsatz von Fadenwürmern bei der Bekämpfung des Maiswurzelbohrers genau so wirksam sei wie die häufig verwendeten Neonikotinoide – drei dieser Giftstoffe sind seit kurzem EU-weit verboten. „Mit ökologischen, bienenfreundlichen Anbaumethoden produzieren Landwirte gesunde Lebensmittel und schützen zugleich natürliche Ressourcen. Das sichert dem Menschen auch in Zukunft die Ernährung“, erklärt die Greenpeace-Agrarexpertin Christiane Huxdorff. Die Umweltschutzorganisation fordert deshalb ein vollständiges Verbot für Pestizide sowie ein Umdenken in der Landwirtschaft.
greenpeace.de/kampagnen/bienen