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Greenpeace Magazin Ausgabe 1.15

Picasso und die Taube

Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf das Malergenie ein Symbol, das sich bis heute erhalten hat Pablo Picasso liebte Tauben. Sein Vater hatte sie daheim in Málaga gezüchtet, der Sohn hielt die Vögel in seinem Atelier. Auf vielen seiner Werke sind sie zu sehen. Als man Picasso, seit 1944 Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs, 1949 um ein Motiv für das Plakat zum Pariser Friedenskongress bat, reduzierte er die Taube auf einen Umriss. Sozialistischer Realismus war mit ihm nicht zu machen. Seine am Abend des Kongresses geborene Tochter nannte er Paloma (das spanische Wort für Taube). Erst später fügte Picasso den Olivenzweig hinzu, ein Symbol aus der Bibel: Die Taube, die Noah vom Berg Ararat ausschickte, kehrte mit so einem Zweig im Schnabel zur Arche zurück. Von Natur aus sind Tauben übrigens alles andere als friedlich, sondern gegenüber Artgenossen recht angriffslustig. Ihre Fähigkeit, über große Distanzen zum heimischen Schlag zurückzufinden, machte sie einst zu geschätzten Nachrichtenübermittlern – auch im Krieg.

Umweltsünder sollen vor Gericht
Die Zerstörung von Ökosystemen ist ein Verbrechen. Das ist die simple Aussage der Graswurzelbewegung „End Ecocide on Earth“. Sie fordert: Umweltverbrechen, wie etwa die Ölverschmutzung im Nigerdelta, müssen international strafbar sein. Deswegen kämpft die Bewegung dafür, „Ökozid“ in das Rom-Statut aufzunehmen, das die Grundlagen des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag festlegt. Davon will sie die Vereinten Nationen bis 2017 überzeugen. Zur Petition geht es hier: iecc-tpie.org


"Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende."
John F. Kennedy



Ohne Frauen kein Frieden
Dass Frauen auf dem Weg zum Frieden eine entscheidende Rolle spielen, stellte der UN-Sicherheitsrat im Jahr 2000 fest und goss seine Erkenntnis in die Resolution Nummer 1325. Sie fordert, Kriegsverbrechen an Frauen zu ahnden, sie in Kriegsgebieten stärker zu schützen, mehr Frauen bei Friedensmissionen einzusetzen und sie verstärkt an Verhandlungen und Wiederaufbau zu beteiligen. Die Resolution schaffe Gleichberechtigung und Humanität, sagte Anwaruk Chowhury, einer ihrer Initiatoren. Deutschland betonte, die Resolution „von Beginn an“ gefördert zu haben, setzte einen nationalen Aktionsplan dazu aber erst zwölf Jahre später um.


Auch Kunst ist von Kriegen bedroht. Deswegen gründete die Schweiz als weltweit erstes Land ein „Flüchtlingslager“ für Kunstwerke – in einem ehemaligen Munitionsdepot.