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Greenpeace Magazin Ausgabe 6.16

Programmieren für den Wandel

Wegweiser: Maria Reimer (32)
120 Jugendliche, unzählige Ideen, wenig Schlaf: Das sind die Zutaten für die Programmierkongresse des Netzwerkes „Jugend hackt“. Nerds zwischen 12 und 18 Jahren verknüpfen dort ihre Technikbegeisterung mit Gesellschaftskritik – und entwickeln daraus etwa ein Armband, das den Träger durch Vibration auf Überwachungskameras hinweist. Oder eine App, die Flüchtlingen dabei hilft, erste Anlaufstellen und Unterstützung zu finden. Es gehe ums Programmieren mit Haltung, sagt Initiatorin Maria Reimer. „Technik prägt unsere Gesellschaft maßgeblich. Deshalb ist es so wichtig, dass wir die Ausbildung des Nachwuchses nicht den großen Forschungs- und Industrieunternehmen überlassen.“ Gemeinsam mit über hundert ehrenamtlichen Mitstreitern vermittelt sie den Jugendlichen, wie sie ihre Talente verantwortungsvoll einsetzen können. Seit drei Jahren finden die Treffen in Deutschland statt, bald gibt es sie auch in Österreich und der Schweiz. „Bei ,Jugend hackt‘ geht es nicht darum, noch eine weitere Shopping-App zu entwickeln“, sagt Reimer. „Wir wollen zeigen, dass man mit Code die Welt zum Besseren verändern kann.“
jugendhackt.org