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Greenpeace Magazin Ausgabe 2.15

SOS Hotline

Das Massensterben im Mittelmeer will die Initiative „Watch the Mediterranean Sea“ nicht länger hinnehmen. Deshalb hat sie eine rund um die Uhr erreichbare, kostenlose und mehrsprachige Hotline (+334 86 51 71 61) eingerichtet, die Flüchtlinge in Seenot anrufen können. Die Organisation selbst kann keine Rettungsaktionen durchführen, will aber erreichen, dass die zuständigen Behörden schnell reagieren. Das „Alarmphone“, das genau ein Jahr nach dem großen Bootsunglück vor Lampedusa freigeschaltet wurde, will durch schnelles Bekanntmachen der Notlagen die Rettungspflicht der europäischen Staaten einklagen. „Unser Ziel ist es, ein alternatives Notrufsystem einzurichten. Damit üben wir politischen Druck auf die Rettungsorganisationen und die Regierungen aus“, erklärt Helmut Dietrich, einer der Köpfe der Organisation in Deutschland.