Spreu und Weizen

Greenpeace Magazin Ausgabe 5.14

Spreu und Weizen

Text: Wolfgang Hassenstein Illustration: Christoph Niemann

Außerhalb der Stadt können wir unseren Blick über grüne Wiesen, goldene Weizenfelder und Weiden mit Fleckvieh schweifen lassen. Das verdanken wir den Landwirten, die diese Kulturlandschaft pflegen. Dafür und natürlich für die Sicherung unserer Ernährung, erhält ein deutscher Bauer im Schnitt 40 Prozent seines  Einkommens per Direktzahlung von der Europäischen Union. Hinzu kommen Finanzspritzen von Bund und Ländern. Doch vielerorts entsprechen solche Bilderbuchszenen nicht der Realität, stattdessen säumen endlose Reihen Mais die Straßen, liegt der Gestank aus Großställen in der Luft und belastet zu viel Gülle unser Trinkwasser. Subventionszweck verfehlt.

Alle vier Jahre überprüft die EU ihre Agrarpolitik, zuletzt tat sie das 2013. Erklärtes Ziel war es, die Zahlung von Fördergeldern stärker an Leistungen für das Gemeinwohl – wie etwa den Schutz der Umwelt – zu knüpfen, und vor allem die kleine, die sogenannte bäuerliche Landwirtschaft zu fördern. Am Ende schützte die Politik aber die Interessen der Großbetriebe. Mit dem Ergebnis, dass die Fördermilliarden aus Brüssel noch immer nach dem Prinzip „Mehr Fläche, mehr Prämie“ fließen. Wer hat, dem wird gegeben.

Nicht nur das Geld, auch neun von zehn rechtlichen Vorgaben für Bauern stammen von der EU. Die Korrekturmöglichkeiten von Bund und Ländern sind vergleichsweise gering. Und doch sieht die Landwirtschaft in Deutschlands Regionen ganz unterschiedlich aus. Nicht alle Agrarminister nutzen ihren Spiel raum für die Umsetzung der Agrarwende: Niedersachsen ist noch immer das Land der Massentierhaltung, Großbetriebe prägen das Bild in Brandenburg und die Idylle in Bayern ist bedroht.

NIEDERSACHSEN
Beschützer der Ringelschwänze

von Wolfgang Hassenstein

Wenn ein Landwirtschaftsminister beim Tag des offenen Bauernhofes vorbeischaut, ist ein Foto mit Kuh obligatorisch: Tapfer lächelt Christian Meyer über den Rücken des Tieres in die Kameras. Doch den öffentlichen Biss in eine Bratwurst, der nun folgen könnte, spart er sich: „Das mach ich nicht“, sagt er knapp. Schließlich wird hier, auf dem Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover, das Vieh nicht so gehalten, wie er sich das vorstellt. Nebenan verkauft ein Stand Hähnchennuggets, in denen Wiesenhof-Fähnchen stecken. „Ich bin kein Vegetarier“, erklärt er, „aber solches Fleisch esse ich nicht mehr, seit ich die Bedingungen in einem industriellen Hühnerstall gesehen habe.“

Niedersachsen ist Deutschlands Agrarland Nummer eins. Im Emsland und den Landkreisen Cloppenburg und Vechta liegen die Zentren der Tierhaltung, die ehemals rückständige Region zwischen Bremen und der holländischen Grenze ist dadurch zu Wohlstand gekommen. Und nun steht da ein Agrarminister und weigert sich, das Erfolgsprodukt Billigfleisch auch nur anzurühren. Für viele ist das eine kaum erträgliche Provokation.

Dass Meyer trotzdem Minister wurde, ist aber kein Zufall – sondern das Ergebnis einer Entfremdung zwischen jenen, die Lebensmittel produzieren, und jenen, die sie verzehren. Die Turbomast zurechtgestutzter Tiere in riesigen Anlagen, die Zunahme von Antibiotikaresistenzen, die auch auf den massenhaften Medikamenteneinsatz in den Ställen zurückzuführen ist, das ist vielen Menschen unheimlich geworden. Als Ende 2010 Niedersachsens damalige Landwirtschaftsministerin und Teilhaberin einer Mastputen-Brüterei, Astrid Grotelüschen (CDU), über Vorwürfe von Tierquälerei und Dumpinglöhnen in Betrieben ihrer Familie stürzte, wurde die enge Verflechtung von Politik und Agrarlobby für jedermann sichtbar. Dutzende Bürgerinitiativen, die zwischen Nordsee und Harz gegen einen Bauboom von Riesenställen und -schlachthöfen protestierten, erhielten Zulauf, und an ihrer Seite engagierte sich auch der umtriebige grüne Landespolitiker Christian Meyer. Bei der Landtagswahl Anfang 2013 konnte seine Partei ihren Stimmenanteil auf 14 Prozent fast verdoppeln, was zum Machtwechsel in Hannover führte. Laut Wahlanalysen war der Streit um Ställe und Tierschutz eine der Ursachen.

Meyer, 39, wirkt nur auf den ersten Blick jungenhaft und gutmütig. Mit lauter Stimme und schnellen Sätzen macht er klar, dass er seine Amtszeit dazu nutzen möchte, möglichst viel zu verändern. „Wir dürfen Tiere nicht mehr so halten, dass es automatisch auf Quälerei hinausläuft“, erklärt er und geißelt die „Massentierhaltung“. Sein Glück ist, dass schon die Vorgängerregierung einen Kurswechsel eingeleitet hat: Ministerpräsident David McAllister verabschiedete nach dem Rücktritt von Astrid Grotelüschen – wohl um seine Abwahl zu verhindern – einen überraschend weitreichenden „Tierschutzplan“. Dessen zentrales Ziel ist es, durch bessere Haltungsbedingungen die umstrittenen Verstümmelungen überflüssig zu machen, die bisher verhindern sollen, dass sich die beengt lebenden Tiere gegenseitig verletzen. Meyer muss den Plan nun abarbeiten: „Auch wenn das einige aus der Agrarindustrielobby hoffen“, sagt er, „ich verschiebe nichts nach hinten.“

Der größte Einschnitt kommt Ende 2016, wenn mit dem Schnabelkürzen bei Legehennen und dem Kupieren der Schwänze von Mastschweinen Schluss sein soll. Intakte Ringelschwänze eignen sich laut Tierschutzexperten gut als Indikatoren für eine artgerechte und stressfreie Haltung und sind deshalb zum Symbol für den Kampf gegen tierquälerische „Agrarfabriken“ geworden (Greenpeace Magazin 3.12). Testläufe zeigen, dass Schweine nicht nur mehr Platz, gute Luft und am besten Stroh zum Wühlen brauchen, um friedlich zu bleiben, sondern überdies einen Halter, der ein Auge auf seine Tiere hat.

Doch die Widerstände gegen das Kupierverbot sind groß: Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter beschimpft Meyer als „Höfesterben-Minister“, weil er den Landwirten zu viel abverlange. Der lockt nun mit „Tierschutzprämien“: Für jeden unversehrten Ringelschwanz beim Schlachter soll es künftig rund 17 Euro geben, damit schon vor 2016 möglichst viele Halter Erfahrungen mit der neuen Vorgabe sammeln. „Das ist attraktiv und es werden viele mitmachen“, hofft er.

Meyer braucht Verbündete, nicht nur in den Städten und unter den Biobauern, deren Förderung er kräftig aufstockt. Deshalb umwirbt er auch kleinere und mittlere konventionell wirtschaftende Landwirte. Viele sehen wie er die fortschreitende Industrialisierung der Branche, die explodierenden Pachtpreise und das ewige „Wachsen oder Weichen“ mit Sorge. „Große Betriebe, große Auflagen – kleine Betriebe, kleine Auflagen“, verspricht er ihnen.

Der Antragsboom für neue Hühner- und Schweinemastanlagen ist inzwischen abgeebbt, auch weil sie sich weniger rentieren als erhofft. Nun folge „Phase zwei“ der Agrarwende, sagt Meyer, „der Umbau zu einer artgerechteren Haltung“. Für entsprechende Maßnahmen in den Ställen soll es Fördergelder geben – aber nur unter der Bedingung, dass bestimmte Tierzahlen nicht überschritten werden. Ob der Agrarminister, der sich mit der Agrarlobby anlegt, am Ende Erfolg hat, muss sich zeigen. Seine Gegner in der Opposition verhöhnen ihn als landwirtschaftliches Greenhorn und johlen, wenn er in der Hitze des Gefechts von Sauen spricht, die „Ferkel legen“. Die Wähler aber hat Meyer weiter hinter sich: Laut einer NDR-Umfrage war er ein Jahr nach dem Regierungswechsel einer der beliebtesten Minister, und bei den Grünen sehen die Befragten mit Abstand die größte Kompetenz in der Landwirtschafts- und Verbraucherpolitik.

BRANDENBURG
Der Mann fürs Große

von Kurt Stukenberg

Sieben Königinnen hat Jörg Vogelsänger um sich geschart. Sie sind in barocke Ballkleider aus Synthetikstoff gehüllt. Ihre Insignien, breite Schärpen, tragen sie stolz über der Brust: Weinkönigin, Kirsch-, Spargel- oder Milchkönigin ist dort in großen Lettern aufgestickt. Dem Landwirtschaftsminister von Brandenburg weichen die Damen an diesem Vormittag nicht von der Seite. Jörg Vogelsänger hält Hof auf Gut Schmerwitz, 80 Kilometer südwestlich von Berlin. Hier hat er soeben die  Brandenburger Landpartie“ eröffnet, eine Art Tag der offenen Tür der landwirtschaftlichen Betriebe. Es gibt frisch gezapftes Bier, Erbsensuppe und Wildschweinbraten mit Graubrot. In einer großen Scheune stehen Biertische bereit und es spielt das Jugendblasorchester aus Wiesenburg.

Rund 200 Kilometer nordöstlich von Schmerwitz ist zwei Wochen später von dieser heiteren Stimmung nichts zu spüren. In Nordbrandenburg demonstrieren 1000 Bürger mit Trommeln und Megafonen gegen eine geplante Schweinemastanlage. In Haßleben möchte ein niederländischer Investor 36.000 Schweine in einem Riesenstall zusammenpferchen – ausgerechnet zwischen zwei Naturschutzgebieten. Verhindern kann das wohl nur noch eine Klage vor Gericht. Im brandenburgischen Wittstock ist das Gegnern einer Hähnchenmastanlage gerade erst geglückt: Das Verwaltungsgericht Potsdam hat den Bau vorerst gestoppt. Allerdings nur, weil die Geltungsdauer der Zulassung für den Bau abgelaufen war. In Haßleben war 1991 ein Schweinemastbetrieb an der gleichen Stelle auch wegen der Auswirkungen auf die Natur geschlossen worden. Für Landwirtschaftsminister Vogelsänger ist das offenbar kein Grund, die ehemalige DDR-Mastanlage nicht wieder aufleben zu lassen. Überhaupt ist der SPD-Politiker eher der Mann fürs Große. Moderne Megaställe verkauft er gerne als „Investition in das Tierwohl“. Und es waren vor allem die östlichen Bundesländer, die es geschafft haben, die von der EUKommission geplante Entkoppelung der Agrarsubventionen von der Hofgröße weitgehend zu Fall zu bringen.

Dabei bräuchten gerade in Brandenburg kleinere Betriebe dringend mehr Unterstützung: Das Flächenland rund um Berlin ist landwirtschaftlich von Großbetrieben geprägt. Mehr als 240 Hektar umfasst ein durchschnittlicher Betrieb hier. In Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen sind es nicht mehr als 30 oder 60 Hektar. Viele ehemalige Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG), die in den 90er-Jahren privatisiert wurden, werden seither vererbt. Wollen Bauern mit kleineren Höfen Land dazukaufen, haben sie oft das Nachsehen. Anbauflächen für Energiepflanzen, die die zahlreichen Biogasanlagen füttern, treiben die Preise für das knappe Gut Boden zusätzlich in die Höhe.

Auch die Bio-Landwirte leiden. Zwar wurde nun erstmals die Öko-Förderung aus EU-Töpfen erhöht. „Das ist aber auch bitter nötig“, sagt Michael Wimmer,  Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg. Laut dem statistischen Landesamt ist nämlich die Zahl der Bio- Betriebe und der beackerten Fläche zwischen 2010 und 2013 erstmals zurückgegangen, trotz bester Vermarktungschancen im Raum Berlin. In der Branche ist Vogelsänger als Dinosaurier verschrien. Nicht zuletzt auch aufgrund seines medienwirksamen Plädoyers für Großtierställe: Im Vorfeld der Grünen Woche hatte er sich in einem Interview für den Neubau von Mastanlagen ausgesprochen – „Minister: Darum fördern wir Massentierhaltung“ lautete anschließend die Überschrift einer Tageszeitung.

„Dieses klare Bekenntnis unseres Landwirtschaftsministers lässt uns alle erschaudern“, sagt Michael Wimmer. Vogelsänger gehe der Agrarindustrielobby voll auf den Leim. Im Nachhinein will Vogelsänger das so nicht gesagt haben. Für Massentierhaltung habe er nie geworben, lässt er wissen. Bei einer neuen Mastanlage „kommt es immer auf die Haltungsbedingungen für das Einzeltier an. Daher gilt die Aussage ,kleiner Stall gleich guter Stall und großer Stall gleich schlechter Stall‘ nicht“, sagt er.

Viele Bürger sehen das allerdings etwas anders. Seit der Gründung Mitte März sammelte die Volksinitiative „Stoppt Massentierhaltung“ mehr als 21.000 Unterschriften gegen neue Megaställe. 656 solcher Bauten gibt es schon in Brandenburg, 19 weitere sind genehmigt und 15 beantragt. Kritiker befürchten sogar negative Auswirkungen auf den Tourismus. Und Vogelsänger? „Im Fall der Fälle stören sich Einzelne auch schon an einem einzeln krähenden Hahn“, sagt er.

BAYER
Der Regional-Patriot

von Susanne Tappe

Was für eine Postkartenidylle: Im Hintergrund dösen 70 Rinder mit ihren Kälbchen im halboffenen Freilaufstall. Am Rand haben – nach Größe sortiert – die Bäuerin im feschen Dirndl und ihr Mann mit den drei Söhnen in Lederhosen Aufstellung bezogen. Und auf der kleinen Bühne überreichen Grundschulkinder dem Herrn Minister einen Korb mit Erdbeeren als Dank dafür, dass er ihnen einen Tag auf dem Land ermöglicht hat. Das Ganze ist natürlich ein PR-Termin. Agrarminister Helmut Brunner (CSU) feiert in Hilgertshausen nördlich von München das zweijährige Bestehen seines Bildungsprogramms für Stadtkinder: „Erlebnis Bauernhof“. Aber die Szene ist auch repräsentativ dafür, dass in Bayerns Landwirtschaft noch ein Stück heile Welt herrscht.

Jeder dritte deutsche Hof liegt in Bayern, und das nicht nur, weil es das größte Bundesland ist, sondern vor allem, weil es hier so viele kleine Betriebe gibt. Rund die Hälfte besitzt weniger als 20 Hektar Fläche. Bäuerliche Landwirtschaft in Familienhand statt Agrarindustrie. Darauf ist Helmut Brunner stolz. „Mit dem bayerischen Weg haben wir ein Gegenmodell zum ‚Wachsen oder Weichen‘ entwickelt. Und das hat sich – erstaunlich für viele Außenstehende – als durchaus wettbewerbsfähig erwiesen“, berichtet er. Viele hätten Bayern eine Zukunft als Bauernhofmuseum prophezeit. „Doch heute stehen wir an der Spitze des gesellschaftlich Gewollten, und unsere Philosophie der Agrarpolitik wird zunehmend auch in Berlin und Brüssel ernst genommen.“

Das „gesellschaftlich Gewollte“ konnte sich bei der letzten EU-Agrarreform bekanntlich nicht durchsetzen. Immerhin hat Brunner – gegen den Widestand seiner Kollegen vor allem aus den östlichen Bundesländern – erreicht, dass jeder Betrieb für die ersten 46 Hektar zusätzlich gefördert wird. „Bayern mit seinen vielen kleinen Höfen ist hierbei der Nutznießer, das ist sozusagen der erste Länderfinanzausgleich von Ost- nach Westdeutschland“,stellt er schmunzelnd fest.

Abgesehen von den Subventionen, wie kommt es, dass Bayerns kleine Betriebe sich dem Postulat vom Überleben durch Größe erfolgreich widersetzen können? „Nebenerwerb“ heißt das Zauberwort: Mehr als jeder zweite bayerische Bauer verdient sein Geld nicht nur mit der Produktion von Nahrungsmitteln, sondern auch mit Forstwirtschaft, Energieerzeugung oder Tourismus – um nur die drei wichtigsten Nebenjobs zu nennen. Helmut Brunner kennt das aus eigener Erfahrung: Weil sein älterer Bruder lieber Pfarrer werden wollte, übernahm er nach dem frühen Tod des Vaters den elterlichen Betrieb im Bayerischen Wald und damit bis zu seiner Wahl in den Landtag 1994 die Verantwortung für 30 Milchkühe mit Nachzucht, ein Stück Forst und zwei Ferienwohnungen.

Doch die Idylle auf der Postkarte hat Knitterfalten und bekommt erste Risse, das macht Gertraud Gafus von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft klar: „Weil hier noch Platz ist und sich noch nicht so viel Widerstand formiert hat wie etwa in Niedersachsen, drängen die Betreiber von riesigen Mastanlagen inzwischen auch nach Bayern. Außerdem kommt der Ausbau des Ökolandbaus nicht voran.“ Zurzeit bewirtschaften knapp sieben Prozent der bayerischen Bauern ihren Hof ökologisch. Brunner hat vor zwei Jahren angekündigt, ihre Zahl bis 2020 verdoppeln zu wollen. Im Schnitt hieße das 800 Ökohöfe mehr pro Jahr, 2013 waren es aber gerade einmal 17 mehr als im Vorjahr. Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau fordert mehr Geld. Der Minister weist das zurück. „Wir zahlen bei der Ökoförderung den Höchstsatz und haben auch die Umstellungsprämie erhöht. Aber es ist viel zu kurz gesprungen, zu glauben, mit mehr Subventionen sei alles in Butter.“

Rund ein Drittel der Milch, die Hälfte des Gemüses und 90 Prozent des Fleisches mit Biosiegel müssen zurzeit nach Bayern importiert werden. „Ich will die bayerische Kartoffel fördern und nicht die aus Ägypten“, sagt Brunner. Deswegen hat er bereits das Siegel „Geprüfte Qualität – Bayern“ eingeführt, ein bayerisches Biosiegel und ein Label „Holz aus Bayern“ sollen folgen. „Der Einzelhandel muss unsere Produkte besser platzieren, und von den Verbrauchern wünsche ich mir ein patriotischeres Einkaufsverhalten.“ Helmut Brunners Botschaft ist klar: Für das „gesellschaftlich Gewollte“ müssen alle an einem Strang ziehen.