Reports / Meinungen / Interviews

You can't sink a rainbow

You can't sink a rainbow

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Heute erinnert sie sich an eine Staatsaffäre.

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Montag, 13. Juli 2020

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China leidet unter kli­ma­wan­del­be­ding­tem Ex­trem­re­gen, Rekord-Eisberg droht im Süd­at­lan­tik zu zerbrechen und die letzten Lemuren

Liebe Leserinnen und Leser,

der kritische Blick der Öffentlichkeit liegt derzeit auf den für Menschen wie Tiere unwürdi­gen Zuständen in der Agrarindustrie. Und das natürlich zurecht. Darüber sollte aber nicht un­tergehen, dass es in der Landwirtschaft auch positive Entwicklungen zu vermelden gibt. So hat der Öko-Landbau seinen Anteil im vergangenen Jahr erhöht – nach Daten des Landwirtschaftsministeriums kamen etwa 116.000 Hektar an nachhaltig betriebenen Flächen hinzu. Das entspricht Zeit Online zufolge einem Plus von 7,7 Prozent. Grüner Vorreiter ist demnach Bayern mit einem Öko-Anteil von 23 Prozent am gesamten Landbau. Deutschlandweit sieht es bedeutend trister aus: Lediglich 9,7 Prozent der Flächen genügen ökologischen Standards.

Genaues Hinschauen ist also auch hier Bürgerpflicht. Weitere Branchennews lesen Sie in unseren Meldungen – und auch bei den „Menschen am Montag“ kommen wir nicht vom Thema los. Deshalb fangen wir auch direkt an. Angeregte Lektüre!

Das Team vom Navigator

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China ruft wegen Extremregen zweithöchste Warnstufe aus

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China hat wegen anhaltender Regenfälle und Überschwemmungen den Hochwasseralarm auf die zweithöchste Stufe angehoben. Am stärksten betroffen seien die im Osten gelegenen Provinzen Jiangsu und Jiangxi, berichteten staatliche Medien. Der Pegelstand des Poyang-Sees, des größten Süßwassersees des Landes, sei auf über 22,52 Meter gestiegen – so hoch wie noch nie. Tausende Soldaten wurden in die Region geschickt, um die Uferbe­fes­tigung auf einer Länge von fast neun Kilometern zu verstärken und einen Durchbruch der Wasser­massen zu verhindern. Die chinesische Regierung macht extreme Wetterbedingun­gen infol­ge des Klimawandels für den starken Regen verantwortlich. Die Meldung hat die Tagesschau.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Massive Kritik an Tönnies-Antrag auf Lohnkostenerstattung

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Der Schlachtbetrieb Tönnies hat die Erstattung von Lohnkosten für die Zeit der Corona-Qua­ran­täne beantragt – eine Entscheidung, die auf Kritik stößt. Die Signalwirkung einer solchen Forderung sei bedenklich, so CDU-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Durch die Vor­fälle sei eine ganze Region in Mitleidenschaft gezogen worden. „Der Ärger der Bürger darü­ber wird durch das jetzige Vorgehen sicherlich nicht kleiner werden.“ Der nordrhein-westfä­li­sche Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, CDU, hält einen gesetzlichen Anspruch der Firma Tönnies und ihrer Subunternehmer für möglich, warnte aber ebenfalls vor der Wirkung eines solchen Antrags: „Ich würde mir anstelle von Herrn Tönnies und seinen Geschäftspartnern sehr genau überlegen, was man den Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen ei­gent­lich noch alles zumuten will.“ ZDF-heute/dpa berichtet.

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Rekord-Eisberg droht im Südatlantik zu zerbrechen

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Drei Jahre nach seiner Entstehung treibt ein riesiger Eisberg mitten im Südatlantik – und droht dort zu zerfallen. Das meldet Spiegel Online unter Berufung auf die europäische Welt­raumorganisation ESA, die den Weg des Kolosses mithilfe von Satelliten verfolgt. Der Eisberg mit der Bezeichnung A-68A hatte sich am 12. Juli 2017 vom Larsen-Schelfeis an der Ostküste der Antarktischen Halbinsel gelöst. Mittlerweile befinde er sich 1.050 Kilometer von dieser Stelle entfernt in der Nähe der Südlichen Orkneyinseln, teilte die ESA mit. Ursprünglich sei der Eisberg doppelt so groß wie das Saarland gewesen – und war damit einer der größten bekannten Eisberge der Geschichte. Er hat bereits zwei Eisbrocken verloren und könnte nun, da er sich in raueren Gewässern befinde, weiter zerbrechen, befürchtet die ESA.

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Fast alle Lemuren-Arten vom Aussterben bedroht

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Madagaskars berühmteste Säugetiere, die Lemuren, gehören zu den jüngsten Opfern des welt­weiten Artensterbens: 103 der 107 noch existierenden Arten der Primaten mit den riesigen Augen sind nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN inzwischen gefähr­det, 33 Arten stehen bereits kurz vor dem Aussterben. Die aktualisierte Rote Liste der IUCN umfasst nun 120.372 Tier- und Pflanzenarten, davon ein Viertel in den höchsten Gefähr­dungs­kategorien. Dazu gehören auch der Atlantische Nordkaper, eine im Nordatlantik ver­brei­tete Art der Glattwale – und der Feldhamster. Die Nichtregierungsorganisation ruft ein­dringlich zu einem anderen Umgang des Menschen mit der Natur auf. Mehr bei Stern/AFP.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Jamaika hält seine Zusage zum Pariser Abkommen ein

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Jamaika hat geliefert: Anfang Juli hat der karibische Inselstaat den Vereinten Nationen ein neues Klimaziel für dieses Jahrzehnt gemeldet, als Beitrag zum Paris-Abkommen. Gegenüber einem Business-as-usual-Szenario, also einer Welt ohne zusätzlichen Klimaschutz, will der In­sel­staat nicht nur 7,8 Prozent, sondern 25,4 Prozent der Emissionen einsparen. Für den Fall, dass internationale Gelder bereitgestellt werden, sogar 28,5 Prozent. Ja­maika hat damit formal erbracht, was zahlreiche Staaten mit dem Paris-Abkommen versprochen haben: das 2015 selbst gesteckte Klimaziel alle fünf Jahre zu aktualisieren, also dieses Jahr. Das ist erwähnenswert – denn schon das bloße Einhalten von Formalien ist beim globalen Klimaschutz die Ausnahme geworden. Hintergründe bei der taz.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Menschen am Montag: Norbert Marcher – Österreichs Großschlachter

Die Marcher Fleischwerke sind für Österreich das, was die Firma Tönnies hierzulande ist. Bei Marcher werden jährlich etwa eine Million Schweine und 130.000 Rinder geschlachtet und zer­legt. Wie denkt Chef Norbert Marcher über die Krise seiner Branche?

Im Interview mit dem Standard spricht er über raue Arbeitsbedingungen, Missstände in der Tierhaltung – und (vermeintliche) Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.20 Zukunft Wirtschaft

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Reports / Meinungen / Interviews

Diesel
/
07.Jul 2020

Diesel-Abgase in Städten: Vor­sich­ti­ges Durchatmen

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Die Luft in Deutschlands Städten war 2019 etwas weniger dreckig als 2018. Doch die Abgaswerte könnten noch viel niedriger sein, wenn die Regierung endlich aufhören würde, Dieselkraftstoff mit Milliardensummen zu fördern

Rezension
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30.Jun 2020

Von der Macht, Welten zu zerstören

Von der Macht, Welten zu zerstören

Vor 75 Jahren warfen die Amerikaner ihre Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab. Die neue Graphic Novel „Die Bombe“ erzählt, wie eine Verkettung von Zufällen, Intrigen und Machtspielen dazu führte

Newsletter
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03.Jul 2020

Grün: In Frankreich en vogue

Grün: In Frankreich en vogue

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal fällt ihr zuerst Frankreich ins Auge.

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26.Jun 2020

Bericht aus Hamburg

Bericht aus Hamburg

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal spitzt sie die Ohren, hört aber keinen Motorradlärm.

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Ein Essay aus unserer Auto-Ausgabe

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Ge­heim­nis­se aus eisigen Tiefen

Was Forscher in Eishöhlen am Ende der Welt herausfinden: ein Bericht aus unserer Arktis-Ausgabe

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Er ist ein junges Gemüse und gedeiht ohne Sonne. Das ist kein Grund, Cichorium intypus varietas foliosum als Kellerkind zu behandeln. Wer aus dem Spross nur Salat macht, hat nix in der Rübe. Unser Gemüse der Saison im Porträt

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