Reports / Meinungen / Interviews

Winterwunder

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Im Kinodrama „Nanouk“ versucht sich ein einsames altes Paar in der Eiswüste Jakutiens vor der Moderne abzuschirmen – doch Klimawandel und Fortschritt rauben den beiden unaufhaltsam die Heimat.

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Donnerstag, 18. Oktober 2018

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Netzausbau soll noch schneller werden, Kli­ma­wan­del bedroht Welterbe-Stätten und eine Koh­le­kri­ti­ke­rin wird belagert

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige Navigator steht unter dem Motto: The pressure is on. Wirtschaftsminister Altmaier verlangt noch mehr Dampf beim Bau neuer Stromleitungen – erreichen will er das mit dem bereits zweiten Gesetz zur Beschleunigung des Netzausbaus. Ob’s diesmal klappt? Dringlichkeit vermitteln wollen auch die Autoren einer neuen Studie zu den Folgen des Klimawandels für Welterbestätten. Ihr Appell: Wenn wir nichts gegen die Erderwärmung tun, ist nicht nur die Lagunenstadt Venedig verloren. Und Druck, zum Dritten: Im Ort Buir am Hambacher Forst haben am Mittwoch RWE-Mitarbeiter das Haus einer Kohlekritikerin belagert. Der Betriebsrat des Unternehmens wehrt sich gegen den Vorwurf des „Psychoterrors“.

Auf unserer eigenen Seite lesen Sie eine Rezension zum Kino-Drama „Nanouk“: In dem Film versucht sich ein altes Paar in der Eiswüste Jakutiens vor der Moderne abzuschirmen. Doch Klimawandel und Fortschritt rauben den beiden unaufhaltsam die Heimat.

Uns wird schon beim Lesen ganz kalt. Wir wärmen uns jetzt erst mal auf und melden uns morgen zurück – mit gewohnter Betriebstemperatur. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Regierung will Netzausbau beschleunigen – jetzt aber wirklich

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Bereits 2011 hatte die Bundesregierung ein „Netzausbaubeschleunigungsgesetz“ lanciert. Ohne einen schnelleren Ausbau der Stromnetze werde der Umstieg auf erneuerbare Energien „schlichtweg nicht funktionieren“, sagte Kanzlerin Merkel damals. Wirklich geholfen haben weder das Merkel’sche Donnerwetter, noch das Gesetz: Von 5.900 Kilometern Leitungen, die bundesweit neu oder ausgebaut werden sollen, sind bislang nur 150 Kilometer fertig. Jetzt hat Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU) der SZ zufolge ein neues Gesetz entworfen, das den Netzausbau noch einmal beschleunigen soll. Geplant sind demnach einfachere Genehmigungen, eine bessere Kontrolle der Fortschritte und sogar verschiedene Zwangsmaßnahmen.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Klimawandel bedroht Dutzende Welterbe-Stätten

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Von der Lagune in Venedig bis zur antiken Ausgrabungsstätte von Ephesos: Weil durch die Klimaerwärmung die Meeresspiegel steigen, sind laut einer neuen Studie Dutzende Unesco-Welterbestätten in Gefahr. Das schreiben Forscher im Fachblatt Nature Communications; der ORF berichtet. Bereits jetzt seien von 49 untersuchten Welterbestätten in niedrig gelegenen Küstengebieten des Mittelmeers 37 von einer sogenannten Jahrhundertsturmflut bedroht, 42 durch mögliche Küstenerosion gefährdet. Den Menschen müsse klar gemacht werden, was ein Verlust der Stätten bedeuten würde, appellieren die Wissenschaftler. Zum anderen könne besserer Küstenschutz helfen, was aber sehr teuer sei. Venedig ist Klimaforschern zufolge auch mit Barrieren nicht zu retten – die Frage ist demnach nur, wann es untergehen wird. 

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Kanada legalisiert Cannabis als Freizeitdroge

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Seit Mittwochmorgen können Erwachsene in Kanada legal Marihuana erwerben und konsumieren. Um Mitternacht ist dort ein Gesetz in Kraft getreten, das Cannabis als Freizeitdroge legalisiert. Die liberale Partei von Premierminister Justin Trudeau hatte das im Wahlkampf versprochen. Kanada ist das erste große Industrieland, das diesen Schritt geht. Bisher hatte nur Uruguay ein ähnliches Gesetz. In den USA haben mehrere Bundesstaaten Marihuana legalisiert, nach dem Bundesgesetz aber ist die Droge weiter illegal. Die Regulierung von Anbau und Verkauf in Kanada soll einerseits bewirken, dass Cannabis nicht in die Hände von Jugendlichen gelangt, andererseits soll der illegale Markt ausgetrocknet werden. Mehr Informationen gibt es beim Tagesspiegel

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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RWE-Mitarbeiter protestieren vor Haus von Kohlekritikerin

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Das Haus von Antje Grothus, die für die Bürgerinitiative „Buirer für Buir“ in der Kohlekommission der Bundesregierung sitzt, wurde am Mittwoch von Kohle-Befürwortern belagert. Das berichtet die taz. Etwa 100 Menschen zogen demnach durch den Ort Buir am Hambacher Forst – mit Erlaubnis der Polizei vorbei am Haus von Grothus. Zehn bis 15 Minuten sollen sich die Demonstranten vor ihrem Haus aufgehalten und dabei „Hambi weg, Hambi weg“ und „Grothus raus“ skandiert haben. Auch Trillerpfeifen und Tuten kamen zum Einsatz. Der RWE-Betriebsrat, der die Demo organisiert hatte, wehrt sich gegen den Vorwurf des „Psychoterrors“ und spricht von einer „Ortsbegehung“. Einen Eindruck von den Geschehnissen vor Ort gibt es in diesem Video; ein Statement des RWE-Betriebsrats hier.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Grünen-OB verteidigt fiktiven Merkel-Rücktritt als Satire

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Bereits vor dem Wahlsonntag in Bayern war der Tübinger Grünen-OB Boris Palmer nicht unumstritten. Doch dann überspannte er nach Meinung mancher Internetnutzer den Bogen: Am Sonntagmorgen veröffentlichte er bei Facebook eine Eilmeldung, in der der sofortige Rücktritt von Kanzlerin Merkel als CDU-Vorsitzende und Horst Seehofer als CSU-Chef verkündet wurde. Zunächst stand als Quelle unter dem Beitrag noch die Nachrichtenagentur dpa, diesen Hinweis entfernte Palmer später. Vom Tagesschau-Faktenfinder auf seine Aktion angesprochen erklärte der Grünen-Politiker, es habe sich um Satire gehandelt. Er habe mit seinem Post vor allem AfD-Anhänger ansprechen und dazu bringen wollen, Meldungen nicht unbenommen zu glauben, sondern zu hinterfragen.

Bericht, 7 Minuten Lesezeit

Denkzettel am Donnerstag: VW-Chef Diess hat kein Recht, zu jammern

Mit flammenden Worten hat Volkswagen-Boss Herbert Diess die zunehmende Autoskepsis in Deutschland beklagt. Wir haben gestern darüber berichtet. Aus Umweltsicht – und aus Sicht all jener Diesel-Besitzer, die vom Abgasskandal betroffen sind – muss das wie Hohn klingen. Trotzdem sollte man die Wutrede des VW-Chefs nicht einfach abtun.

In einigen Punkten hat Diess nämlich durchaus recht, wie Spiegel Online analysiert. Das gesellschaftliche Image des Autos hat sich verändert. Wer sich heute einen Neuwagen zulegt, prahlt nicht mehr mit technischen Raffinessen, sondern bringt fast schon verteidigend den niedrigen Verbrauch vor. Allerdings, so schreibt SpOn-Autor Michael Kröger: Den Anteil der Branche an der Misere des Autos verschweigt der VW-Chef geflissentlich.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Alle mal die Ärmel hochkrempeln! Wo es sich lohnt mit anzupacken und warum (Selbst-)Verantwortung das beste Mittel gegen Zukunftsängste ist, darüber berichten wir in unserer neuen Ausgabe „Bloß nicht hinwerfen!".

Verantwortung – 6.18

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Reports / Meinungen / Interviews

Interview Sven Giegold
/
15.Okt 2018

„Die Deutschen reden nur dann vom Kli­ma­schutz, wenn es ihren Wirt­schafts­in­ter­es­sen dient“

„Die Deutschen reden nur dann vom Klimaschutz, wenn es ihren Wirtschaftsinteressen dient“

Bayern-Wahlen, Weltklimabericht, Hambacher Wald – grüne Themen haben in Deutschland derzeit Hochsaison. Sven Giegold, Sprecher der Grünen im Europaparlament, erzählt im Interview, wie Deutschland im Europaparlament wahrgenommen wird und warum die Bundesregierung hier eher Bremser als Vorreiter ist.

Wilderei
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12.Okt 2018

Wie lassen sich Wildtiere besser schützen?

Wie lassen sich Wildtiere besser schützen?

Zu Fuß in der Wildnis, ohne Handy-Empfang, der ständigen Gefahr ausgesetzt, von Wilderern angegriffen zu werden – so sieht der Alltag für Ranger in Asien und Afrika aus. Sie setzen sich mit ihrem eigenen Leben für den Schutz wilder Tiere ein. Auf einer Konferenz in London werden politischen Strategien erarbeitet, um Ranger und Tiere besser zu schützen.

Newsletter
/
12.Okt 2018

Schul­streik fürs Klima

Schulstreik fürs Klima // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal dreht sich alles ums Klima – der Protest einer schwedischen Schülerin, das Urteil eines niederländischen Gerichts, der neueste Bericht des Weltklimarats und sogar der Nobelpreis für Wirtschaft.

Artenvielfalt
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10.Okt 2018

Jedes Korn zählt: Ein Film über die Saat­gutret­ter der Welt

Jedes Korn zählt: Ein Film über die Saatgutretter der Welt

Ohne Saatgut keine Kulturpflanzen, ohne Kulturpflanzen keine Kultur. So einfach ist das. Der US-amerikanische Dokumentarfilm „Unser Saatgut“ zeigt diesen Zusammenhang in all seinen Facetten – der Film ist eine Ode an die Pflanzenvielfalt und ein Weckruf zu deren Schutz.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Um­welt­zer­stö­rung
in der Kunst

Das Kunstfestival „Triennale der Photographie Hamburg“ greift die zentralen Fragen unserer Zeit auf: Wann ist die Belastungsgrenze für Natur und Gesellschaft erreicht? Was müssen wir ändern?

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Rätselhafter Rotkohl

À la Saison – Rätselhafter Rotkohl

Seit Juni auf dem Markt, jetzt endlich überall auf dem Tisch: Die Brassica oleracea convar. capitata var. rubra ist ein Kraut mit Kolorit

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Die Tafeltrauben hängen zu hoch? Egal. Trinken Sie Wein! So wie Jesus. Oder Baudelaire. Oder alle anderen. Wo wir da hinkommen? In die künstlichen Paradiese.

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Im Märchenwald nervt sie kleine Menschen und andere Zwerge. Im echten Leben aber hat sie Superkräfte, die sogar essbar sind. Auf, auf und davon!

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