Reports / Meinungen / Interviews

Lieber nicht nackt als Pelz

Lieber nicht nackt als Pelz

„Fehlt dir nichts?“ Als queere Frauen, die sich vegan ernähren, müssen India Kandel und Daniela Zysk sich diese Frage oft anhören. Mit dem „Vegan Rainbow Project“ setzen sie sich für die Gleichberechtigung aller Tiere, Geschlechter und sexueller Ausrichtungen ein. India Kandel erklärt im Interview, auf welche Widerstände sie damit stoßen. 

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Dienstag, 20. August 2019

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Elefanten sollen nicht mehr in Zoos und Zirkussen landen, auf Gran Canaria brennt der Wald und Schanghai trennt Müll

Liebe Leserinnen und Leser,

dass Donald Trump die USA lenkt wie ein Unternehmer, ist nicht neu. Jetzt hat der amerikanische Prä­si­dent ein neues Gebiet gefunden, das er als lohnenswerte Investition sieht: Grönland. Als am Wochenende erste Meldungen die Runde machten, Trump erwäge, das Eiland zu kaufen, das poli­tisch zum Königreich Dänemark gehört, klang das wie eine Sommerloch-Ente. Doch mittlerweile hat der Republikaner selbst sein Kaufinteresse bestätigt – und die Begründung laut FAZ gleich mitgeliefert: „Im Grunde wäre es ein großes Immobiliengeschäft“. Für Washington könnte Grönland durch seine Lage in der Arktis, die Nähe zu Russland und wegen dort vermuteter Bodenschätze strategisch bedeutend sein. Aber wie sieht das eigentlich die Gegenseite? Wir zitieren an dieser Stelle der Einfachheit halber die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, die am Sonntag Grönland besuchte und die Trump‘schen Gedankenspiele wie folgt kommentierte: „Ich hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint ist.“ 

Wir sind morgen in gewohnter Seriosität zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator 

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UN-Artenschutzkonferenz will Elefanten und Reptilien besser schützen

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Wilde afrikanische Elefanten sollen künftig nicht mehr an Zoos oder Zirkusse verkauft werden dürfen. Dafür hat sich überraschend eine Mehrheit der Delegierten bei der UN-Artenschutzkonferenz Cites in Genf ausgesprochen, wie Zeit Online meldet. Umweltschützer sprachen von einem „historischen Sieg“. Bevor das Verbot in Kraft treten kann, muss es in der kommenden Woche aber noch vom Ple­num der 180 Vertragsstaaten angenommen werden. Die aktuelle Cites-Konferenz hat die längs­te Tagesordnung aller bishe­rigen Treffen. Neben dem Zwerggecko sollen Agamen-Arten aus Sri Lan­ka, Glasfrösche aus Lateiname­ri­ka, Spaltenschildkröten aus Ostafrika und Molche aus Südostasien besser geschützt werden. Was fern klingt, betrifft heimi­sche Terrarien: Deutschland ist das mit Ab­stand größte Importland für Reptilien. Hintergründe bei Spiegel Online.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Waldbrand auf Gran Canaria außer Kontrolle

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Der schwere Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria hat den bekanntesten Naturpark der Insel erreicht und droht, ihn zu zerstören – die Tagesschau berichtet. Etwa 6.000 Hektar Fläche auf der spanischen Urlaubsinsel seien schon von dem Feuer betroffen; die Flammen würden bis zu 50 Meter hoch schlagen, schrieben spanische Medien unter Berufung auf die Behörden. Der Brand sei „jenseits der Löschkapazitäten“, erklärte der Leiter der Rettungsdienste, Federico Grillo. Die Behörden be­fürch­ten, dass die Kiefernwälder des Nationalparks Tamadaba von den Feuern erfasst werden könn­ten. Bei dem Park handelt es sich um ein UNESCO-Biosphärenreservat, er liegt im Westen Gran Cana­rias und gilt als „grüne Lunge“ der Insel. Bereits vor einer Woche waren in der gleichen Bergregion 1.500 Hektar verbrannt.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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VW-Kläger schreiben Drohbrief an Scheuer

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Im Dieselskandal zielen die Anwälte von VW-Besitzern verstärkt auf die Politik und wollen die Bun­des­re­gie­rung in die Pflicht nehmen. In einem fünfseitigen Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) droht die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer, die mehr als 15.000 Dieselgeschädigte vertritt, eine Flut von Klagen gegen die Bundesregierung an – sollte das Ministerium Kläger nicht stärker unterstüt­zen. „Um es in deutliche Worte zu fassen, sehr geehrter Herr Minister Scheuer, wir werfen Ihnen und Ihrem Vorgänger Alexander Dobrindt persönlich Beihilfe zum Betrug vor und werden Sie deshalb in Anspruch nehmen“, heißt es in dem Schreiben, das dem Spiegel vorliegt. Der Drohbrief kommt eineinhalb Monate vor einem wichtigen Prozessstart: Am 30. September wird vor dem Oberlandesgericht Braunschweig erstmals die Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) verhandelt. Dafür haben sich etwa 430.000 VW-Besitzer ins Klageregister eingetragen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Schanghai trennt jetzt Müll

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Die Millionenstadt Schanghai soll sauberer werden. Und trennt sich deshalb – von ihrem Müll. Bisher warf man alles in eine Tonne. Nun hat die Stadt eine Mülltrennungs- und Recyclingkam­pag­ne gestar­tet. Es gibt eine Tonne für trockene Abfälle und einen für feuchte, recycling­fähi­ger Müll wird extra gesammelt, genauso wie Sondermüll. Beim Trennen nehmen es die Chinesen noch genauer als wir Deutschen – wer nicht richtig sortiert, dem droht eine Geldstrafe. Wohlhaben­de Chinesen wollen sich die Finger nicht selbst schmutzig machen und lassen ihren Müll auseinander­klamüsern. Das ZDF-Auslandsjournal hat Li Yang, einen der ersten professionellen Mülltrenner, be­glei­tet.

Video-Reportage, 6 Minuten Laufzeit
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Wie Sie mit wenig Vitaminverlust konservieren

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Beeren und Mirabellen, Erbsen und Bohnen kommen jetzt ausgereift und frisch auf den Markt, mit ei­nem Maximum an Vitaminen. Die richtige Zeit also, um sich einen Vorrat anzulegen. Einfrieren oder einkochen, trocknen oder fermentieren – je nach Konservierungsme­tho­de geht das mit mehr oder weniger großem Vitaminverlust einher. Gemüse beispielsweise sollte vor dem Einfrieren blanchiert werden. Das unterbindet den Vitaminabbau durch Enzyme, erklärt Alwine Kraatz, Oecotrophologin an der Fachhochschule Münster. Was aber nicht heißt, dass bei Obst und Gemüse in der Tiefkühltru­he überhaupt kein Vitaminabbau stattfindet. „Vitamin C wird doch zu 30 Prozent verloren gehen beim Einfrieren.“ Der Deutschlandfunk gibt einen Überblick über verschie­dene Formen des Haltbar­machens und ihre Vor- und Nachteile.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Braucht es wirklich mehr Realismus in der Klimadiskussion?

Wenn Unternehmen plötzlich Interesse an Umweltthemen zeigen, steckt dahinter nicht selten die Hoffnung auf ein lohnendes Geschäft – oder schlicht Angst. Jüngst mischte sich nun BASF-Boss Martin Brudermüller in die laufende Klimadebatte ein. Und es dürfte nicht überraschen, wofür der Chef eines Chemiekonzerns plädiert.

„Gesellschaftliche Unterstützung wird es nur geben, wenn Klimaschutz nicht in Arbeitslosigkeit mündet“, sagte Brudermüller. Und warnte davor, „einfach noch“ eine CO2-Steuer zu bestehenden Belastungen für Unternehmen hinzuzufügen. Sein eigenes Unternehmen kämpft derzeit im Übrigen mit einer schwachen Auftragslage. Eine Zusammenfassung der Aussagen Brudermüllers bietet die AFP.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.19 Klimaanpassung

Seit dem Hitzesommer 2018 ist klar: Der Klimawandel ist da, und er ist überall. „Überleben in der Heißzeit“ ist ein Heft über die Frage: Gibt es ein richtiges Leben im falschen Klima? Jetzt lesen

Klimaanpassung – 5.19

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Reports / Meinungen / Interviews

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16.Aug 2019

Kundschaft am Rande des Ner­ven­zu­sam­men­bruchs

Kundschaft am Rande des Nervenzusammenbruchs

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal nimmt sie Ampeln, Schlüssellöcher und andere lustige Lebensmittelkennzeichnungen unter die Lupe.

interview
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09.Aug 2019

„Herr Bolsonaro muss verstehen, dass der Kli­ma­wan­del auch Brasilien bedroht“

„Herr Bolsonaro muss verstehen, dass der Klimawandel auch Brasilien bedroht“

Laut dem neuen Sonderbericht des Weltklimarates IPCC sind Land- und Forstwirtschaft für 23 Prozent des menschengemachten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, einer der Leitautoren, erklärt im Interview, welchen Wandel er sich durch die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse erhofft.

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09.Aug 2019

Kli­ma­wan­del: Anpassen ja, verzagen nein

Überleben in der Heißzeit // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal hat sie die neue Ausgabe des Greenpeace Magazins durchgeblättert.

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06.Aug 2019

Condor-Werbung: Ein zynisches Hello zum steigenden Mee­res­spie­gel

Condor-Werbung: Ein zynisches Hello zum steigenden Meeresspiegel

Die Fluggesellschaft Condor möchte mit Bildern von Strand, Meer und Abenteuer Fernweh wecken. Doch in Zeiten der Klimakrise könnten die Motive zynischer kaum sein – das zeigen unsere satirischen Fake-Anzeigen.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Wem gehört der Brokkoli?

Eine Landwirtin kämpft für ihr Recht auf eigene Sorten.
Ein Portrait aus dem Greenpeace Magazin

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Copycat

Von der Natur lernen - etwa von Schmetterlingsflügeln. Wir zeigen Beispiele aus dem aktuellen Heft

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Paradies am Abgrund

Die Idylle täuscht – auf den Malediven richten Millionen Touristen verheerende Umweltschäden an. Ein Zustandsbericht aus dem Greenpeace Magazin

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: Taktische Tomate

Taktische Tomate

Golden und giftig, teuer und treulos, süß und salzig – Solanum lycopersicum steckt voller vermeintlicher Gegensätze, die in Wahrheit wunderbar zusammenpassen

Greenpeace Magazin - Saison: Köstliche Kartoffel

Köstliche Kartoffel

Gemüse von Welt und Arme-Leute-Essen, zartlila Blüte im Haar von Marie-Antoinette und Treibstoff der Industrialisierung. Solanum tuberosum steckt voller Stärken und ist in jeder Pelle zu Hause

Greenpeace Magazin - Saison: Ruchloses Radieschen

Ruchloses Radieschen

Kein Wurzelgemüse, aber radikal – die rote Radieschenfraktion geht über Leichen, wenn man sie lässt. Es ist an der Zeit, Raphanus sativus var. sativus mit Haut und Laub in die Pfanne zu hauen

Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: Lass' das mal Mutter Natur machen

Lass' das mal Mutter Natur machen

Mensch, warum strebst du stets nach mehr? Um deinen Lebensraum zu erhalten, musst du lernen, die Füße hochzulegen

Greenpeace Magazin - Geht doch: Sommer der (Natur-)Liebe

Sommer der (Natur-)Liebe

Klar, solange man beim Open-Air-Vergnügen auf sie achtgibt

Greenpeace Magazin - Geht doch: Gebt der Jugend das Kommando

Gebt der Jugend das Kommando

Darf man Zwölfjährige entscheiden lassen, was mit einer Million Dollar geschehen soll? Dieses Beispiel zeigt: Man muss