Reports / Meinungen / Interviews

Neuer Industriehafen: Wie Island sich auf die Erschließung der Arktis vorbereitet

Neuer Industriehafen: Wie Island sich auf die Erschließung der Arktis vorbereitet

Die Arktis ist besonders stark von steigenden Temperaturen betroffen. Statt sie zu schützen, freuen sich Reedereien über neue Schiffsrouten und die Anrainerstaaten über Möglichkeiten, Bodenschätze zu fördern. Island plant einen Mega-Hafen, um das Areal zu erschließen – mit Unterstützung aus Deutschland.

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Mittwoch, 21. November 2018

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Fahr­ver­bo­te sollen mit Vi­deo­kon­trol­len durch­ge­setzt werden, UN-Umweltchef tritt zurück und ein Wal mit Plastik im Bauch

Liebe Leserinnen und Leser,

es geht um Konsequenzen im heutigen Navigator: umstrittene, nicht ganz freiwillige und möglicherweise tödliche. 

Fahrverbote in Städten machen nur dann Sinn, wenn sie auch kontrolliert werden. Da gibt es keine Diskussion. Zur Durchsetzung der Verbote plant das Verkehrsministerium jetzt allerdings ein Gesetz, das eine dauerhafte Überwachung des gesamten Verkehrs erlauben würde. Kommunen und Datenschützer sind alles andere als begeistert. Folgen hat auch der Reisekosten-Skandal des UN-Umweltchefs: Der Norweger Erik Solheim hat seinen Rücktritt eingereicht – beharrt aber darauf, dass alle Ausgaben nötig waren. Und zuletzt haben wir eine traurige Meldung aus Indonesien: Dort wurde ein toter Pottwal angeschwemmt – mit fast sechs Kilo Plastik im Bauch.

Auf unserer eigenen Seite geht es um die Profiteure steigender Temperaturen in der Arktis. Statt die Gebiete zu schützen, freuen sich Reedereien über neue Schiffsrouten und die Anrainerstaaten über Möglichkeiten, Bodenschätze zu fördern. Island plant einen Mega-Hafen, um das Areal zu erschließen – mit Unterstützung aus Deutschland.

Für uns gibt es abschließend nur eine logische Konsequenz: Morgen mit frischen Umwelt-News zurück zu sein. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Dieselverbot: Bundesregierung will Nummernschilder kontrollieren

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Um die Fahrverbote für Dieselautos in deutschen Städten durchzusetzen, plant die Regierung ein Gesetz zur dauerhaften elektronischen Überwachung des Verkehrs. Das berichtet die SZ. Landesbehörden dürften künftig Kennzeichen, ein Bild des Fahrzeugs sowie Ort und Zeitpunkt der Aufnahme speichern. Die Daten würden automatisch mit denen des zentralen Fahrzeugregisters verglichen. Dieselsünder ließen sich massenhaft und vollautomatisch aufspüren. Was CSU-Verkehrsminister Scheuer als Hilfe für die Städte sieht, stößt bei den Kommunen allerdings auf Kopfschütteln. Sie halten eine Massenüberwachung von Autofahrern für viel zu teuer und warnen vor Verstößen gegen den Datenschutz. Mehr dazu auch in unserer Meinung am Mittwoch.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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UN-Umweltchef tritt wegen Reisekosten-Skandal zurück

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Der Chef des UN-Umweltprogramms (UNEP), Erik Solheim, hat seinen Rücktritt eingereicht. Der 63-Jährige, der die Organisation seit 2016 leitete, war wegen seiner vielen Reisen in die Kritik geraten – wir haben berichtet. Einem UN-Prüfbericht zufolge hatte Solheim in den ersten 22 Monaten im Job umgerechnet etwa 424.000 Euro für seine Touren veranschlagt. Neben den Auswirkungen auf das Klima und den Kosten kritisierte der Bericht, dass Solheim nicht ausreichend dokumentiert habe, dass alle Reisen tatsächlich dienstlich gewesen seien. Der Norweger rechtfertigte sich damit, dass umfangreiches Reisen wichtig sei, um die Arbeit des UNEP sichtbar zu machen. „Der Prüfbericht ist voller Fehler“, sagte Solheim einer norwegischen Zeitung. Interimsmäßig soll nun seine bisherige Stellvertreterin Joyce Msuya aus Tansania übernehmen. Die Meldung hat Spiegel Online.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Nach Schlachthof-Skandal: Ikea schmeißt Lieferanten von Hotdog-Würstchen raus

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In der vergangenen Woche haben wir über Tierquälerei in deutschen Schlachthöfen berichtet. Jetzt hat die Skandalserie erstmals für einen Lieferanten Konsequenzen, wie n-tv meldet: Die Möbelhauskette Ikea nimmt in ihren deutschen Filialen Hotdog-Würstchen von Goldschmaus aus dem Sortiment. Ikea könne nicht ausschließen, dass die Gruppe Rindfleisch aus einem wegen Tierquälerei geschlossenem Schlachthof in Oldenburg bezogen habe, teilte das Unternehmen mit. Auch die Fast-Food-Kette McDonalds wurde nach eigenen Angaben von dem betroffenen Schlachthof in Oldenburg beliefert – das Geschäftsverhältnis bestehe aber seit 2017 nicht mehr.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Toter Wal hat fast sechs Kilo Plastik im Bauch

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25 Plastiktüten, ein Nylonsack, 115 Plastikbecher, zwei Flip-Flops und 1.000 weitere Plastikteile: Diese Gegenstände haben Einsatzkräfte in Indonesien nicht etwa am Strand gefunden – sondern im Magen eines angespülten Pottwals. Insgesamt habe das Tier fast sechs Kilogramm Plastik im Bauch gehabt, schreibt die Tagesschau unter Berufung auf den Leiter des Nationalparks Wakatobi. Ob das Plastik auch ursächlich für den Tod des Wals war, wird sich nicht mehr feststellen lassen: Wegen des fortgeschrittenen Verwesungszustands soll das fast zehn Meter lange, männliche Tier ohne weitere Obduktion vergraben werden. Der WWF bezeichnete das, was die Experten sehen konnten, als „wirklich furchtbar“.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Initiative für faire Kleidung fordert Entschädigung für Minderjährige

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Was sollte eine Bekleidungsmarke tun, die sich Nachhaltigkeit und fairen Arbeitsbedingungen verschrieben hat, wenn in einer ihrer Fabriken in Asien Kinderarbeit stattfindet? Die Zusammenarbeit kündigen? Nicht, wenn es nach der Fair Wear Foundation (FWF) geht. Die Non-Profit-Organisation plädiert dafür, dass die betroffene Marke zusammen mit der entsprechenden Fabrik minderjährige Arbeiter entschädigen. Beispielhaft stellt die Initiative in ihrem Report „The Face of Child Labour: Stories from Asia’s Garment Sector“ ein Mädchen vor, das für 12-Stunden-Tage in einem nicht näher benannten Land 60 Dollar monatlich erhielt. Dank der Entschädigung konnte sie eine eigene Nähmaschine kaufen und eine Fortbildung besuchen. Um Kinderarbeit langfristig zu bekämpfen, sei es wichtig, auch die Lebensumstände der betroffenen Familien zu beachten, so die Organisation. Im Fall des genannten Mädchens etwa verlor die Familie durch eine Überschwemmung ihr Ackerland und zog in eine Stadt, wo sie zunächst kein Einkommen hatte. Mehr Informationen hat die taz.

 

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Totalüberwachung von Autos ist Wahnsinn

Diesel-Fahrverbote machen nur dann Sinn, wenn sie auch kontrolliert werden. Kontrolle bedeutet jedoch auch Überwachung des Verkehrs. Wie kann das gehen, ohne gegen den Datenschutz zu verstoßen?

Datenschützer Thilo Weichert lehnt im Gespräch mit dem Deutschlandfunk eine umfassende Überwachung von Autos ab. So würden nicht nur Diesel erfasst, die Umweltnormen verletzten, sondern sämtliche Fahrzeuge. Weichert plädiert für eine Chip-Lösung: Dieser wird in jedem Diesel implementiert, der nicht befugt ist, bestimmte Strecken zu fahren – und schlägt dann an, wenn das Auto doch in einen geschützten Bereich hineinfährt.  

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

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Alle mal die Ärmel hochkrempeln! Wo es sich lohnt mit anzupacken und warum (Selbst-)Verantwortung das beste Mittel gegen Zukunftsängste ist, darüber berichten wir in unserer neuen Ausgabe „Bloß nicht hinwerfen!".

Verantwortung – 6.18

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Reports / Meinungen / Interviews

Öko-Nazis
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16.Nov 2018

„Natur ist kein Museum!“

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Völkische Naturschützer, die unerkannt auf Hambacher-Wald-Demos mitlaufen. Rechte Magazine, die sich um Tiere, Nachhaltigkeit und Frauenrechte sorgen. Atomkraftgegner, denen es ausschließlich um die Erhaltung „des arischen Gen-Materials“ geht. Rechtsextremismus-Experte Lukas Nicolaisen erklärt, woran man braunes Gedankengut in der Umweltbewegung erkennt und wie man sich davon abgrenzen kann.

Youth for Peace
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14.Nov 2018

„Wir alle wollen Frieden. Obwohl die meisten gar nicht wissen, was Krieg ist.“

„Wir alle wollen Frieden. Obwohl die meisten gar nicht wissen, was Krieg ist.“

Vor hundert Jahren ging der erste Weltkrieg zu Ende, aber noch immer gibt es rund um Europa Krieg. Ab diesem Mittwoch werden 500 Jugendliche bei der Jugendbegegnung „Youth for Peace“ über Ideen für den Frieden nachdenken. Die 19-jährige Raghad Alrez aus Syrien ist eine von ihnen und beschreibt im Interview, was Frieden für sie bedeutet.

Newsletter
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16.Nov 2018

Wale, Weltraum, Wis­sen­schaft

Wale, Weltraum, Wissenschaft

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal erspäht sie Wale aus großer Höhe.

Kritische Karten
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12.Nov 2018

Die räumliche Eman­zi­pa­ti­on ohne Worte – sondern mit Atlas-Karten

Die räumliche Emanzipation ohne Worte – sondern mit Atlas-Karten

Karten sind ein unverzichtbarer Teil unseres Lebens geworden, doch wir haben nie gelernt, richtig mit ihnen umzugehen. Deshalb zeigt das Kollektiv orangotango im Sammelband „This is not an Atlas“, wie kritische Kartografie aussehen kann.

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