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Polarfieber

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Die Arktis taut. Was Forscher jetzt entdecken und wie die Industrie auf Beutezug geht. Ab sofort in der neuen Ausgabe des Greenpeace Magazins

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Mittwoch, 19. Februar 2020

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Grüne kri­ti­sie­ren Tesla-Blockade, Carsharing nimmt auch in kleinen Städten zu und Bienen-Klau

Liebe Leserinnen und Leser,

für Film und Fernsehen scheint manchmal zu gelten: Je abwegiger das Katastrophenszenario, desto höher die Quote. So wurde im deutschen TV bereits vor einigen Jahren Haialarm auf Mallorca ausgelöst und die Nordseeinsel Sylt musste sich für einen Tsunami wappnen. Der Klimawandel zwingt nun jedoch auch die seriöse Wissenschaft, das Schlimmste anzunehmen und alle möglichen Gegenmaßnahmen zu prüfen. Jüngstes Beispiel: Zwei Forscher haben durchgespielt, ob sich die Nordsee bei steigenden Pegeln nicht einfach aussperren ließe – mithilfe gigantischer Dämme. Ergebnis: Was abstrus klingt, könnte durchaus effektiv sein.

Mehr dann gleich im Nachrichtenblock. Vorher noch ein Hinweis auf unser neues Heft: Die Veränderungen am Polarkreis locken nicht nur Wissenschaftler – Bodenschätze und neue Seewege wecken auch Wirtschaftsinteressen. Das „Polarfieber“ ist ausgebrochen.

Damit sind wir durch für heute. Morgen mehr!

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Streit um Tesla-Fabrik – Grünen-Politiker wenden sich gegen Naturschützer

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Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Oliver Krischer, hat die Grüne Liga für ihr Vorgehen gegen die Rodungsarbeiten auf dem Gelände des geplanten Tesla-Werkes in Brandenburg scharf kritisiert. „Eine Kiefernholzplantage zum Kampffeld zu machen, ist absurd. Das hat mit Naturschutz nichts zu tun“, sagte der Bundestagsabgeordnete dem Tagesspiegel. Er warf der Grünen Liga vor, das Artenschutzrecht zu miss­brau­chen. In Deutschland herrsche ein „nie da gewesenes Artensterben“, dieses habe aber nichts mit Teslas Fabrik zu tun. Für „Investitionen in nachhaltige Infrastruktur und zukunfts­fähige Industrie“ müsse auch Fläche bereitgestellt werden. Parallel warnte auch Wirtschafts­minister Peter Altmaier vor einer Verzögerung. Das Tesla-Projekt sei „von großer Bedeu­tung für mehr Klimaschutz und eine der wichtigsten Industrieansiedlungen in den neuen Ländern seit langer Zeit“, sagte der CDU-Politiker laut ZDF-heute.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Forscher entwerfen gigantische Dämme für die Nordsee

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Gelingt es nicht, der Klimaerwärmung etwas entgegenzusetzen, droht ein deutlicher Anstieg des Meeresspiegels. Große Teile der Niederlande und Norddeutschlands könnten unbe­wohn­bar werden. Zwei Forscher haben nun einen geradezu unglaublichen Vorschlag zur Ver­hinderung des Katastrophenszenarios geprüft – mit erstaunlichem Resultat, wie Spiegel On­line berichtet: Den Wissenschaftlern zufolge könnte es effek­tiver sein, die Nord­see mit gi­gantischen Wällen einzudämmen, als eine viel längere Küsten­linie mit vielen Einzel­pro­jekten weiter zu verteidigen. Unter anderem geht es um einen 161 Kilo­me­ter lan­gen Damm, der den Ärmelkanal schließen würde. Ne­ben den gigantischen Materialmengen, die für die Aufschüttung solcher Dämme notwen­dig wären, würden Pumpwerke benötigt, die das aus den Flüssen kommen­de Wasser in den At­lantik befördern. Die Forscher wollen ihre Studie dann auch mehr als Gedankenspiel verstan­den wissen: „Wir möchten betonen, dass die beste Option nach wie vor darin besteht, gegen den Klimawandel vorzugehen“, kommentieren sie ihre Studie.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Carsharing-Angebote nehmen auch in kleineren Städten zu

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Die Zahl und Verbreitung von Carsharing-Angeboten in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Demnach standen bundesweit zu Beginn dieses Jahres 25.400 Fahrzeuge zur Verfügung – 5.200 mehr als noch im Vorjahr. Inzwischen sind 2,29 Millionen Kunden bei den Anbietern verzeichnet. Nach Angaben von Verbandschef Gunnar Nehrke wächst Carsha­ring nicht mehr nur in den Großstädten, sondern „ist auch in der Fläche immer stärker verbreitet“. So stehen derzeit an 840 Orten in Deutschland Fahrzeuge zur Verfügung – bei 238 davon handelt es sich um Städte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern. Dies entspricht einem Anteil von 46,8 Prozent. Die Meldung hat Zeit Online.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Organisierte Kriminalität als Gefahr für Bienen

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Im Central Valley in Kalifornien wird ein Viertel aller landwirtschaftlichen Produkte der USA angebaut. Salat, Trauben, Zitronen, Aprikosen und vor allem: Mandeln. Damit die Pflanzen wachsen, sind die Farmer auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Doch natürlicher­wei­se gibt es weniger Bienen, als für die riesigen Anbauflächen nötig wären – Bienenstöcke sind in der Region deshalb ein wertvolles Gut. Auf diese Idee sind vor einigen Jahren offenbar auch Kriminelle gekommen: Seit 2016 sind die Diebstähle von Bienenkolonien rasant gestiegen. Mittlerweile gibt es Polizisten, die sich auf Bienenstock-Verbrechen spezialisiert haben, wie der Guardian schreibt.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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US-Umzugsunternehmen will keine Raucher mehr einstellen

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Schlechte Nachrichten für Raucher – in den USA kann Nikotinkonsum künftig ein Ausschluss­kriterium bei der Bewerbung sein. Beim Umzugsunternehmen U-Haul mit etwa 30.000 Mit­arbeitern heißt es seit dem 1. Februar: Wer Zigaretten, Vapingprodukte oder moder­ne E-Varianten nutzt, hat keine Chance auf einen Job. Mit der neuen Anti-Raucher-Regel ist U-Haul nach eigenen Angaben Pionier. In einer Pressemit­tei­lung heißt es, das Unternehmen wolle damit „eine Kultur des Wohlbefindens aufbauen und die Gesundheit der Mitarbeiter fördern“. Experten vermuten allerdings vor allem eine clevere Sparmaßnahme, wie ZDF-heute meldet: In den Vereinigten Staaten fallen für rauchende Mitarbeiter bis zu 6.000 Dollar höhere Krankenkassenbeiträge pro Jahr an.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Neuer Misstrauensbeweis im VW-Skandal

Volkswagen hat die Vergleichsverhandlungen mit dem Bundesverband der Verbraucherzen­tralen über Entschädigungen für Diesel-Opfer mit einem großen Knall platzen lassen. Die Anwälte der Geschädigten, so stellt es der Konzern dar, seien habgierig.

Für taz-Redakteurin Anja Krüger zeigt die ganze Sache aber vor allem eines: dass die Konzernführung noch immer nicht verstanden hat, welchen gewaltigen Vertrauensverlust es aufzuarbeiten gilt.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 2.20 Polarfieber

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Amazon-Werbung: Prahlen mit dem (Betriebs)klima

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Amazon droht Mitarbeitern mit Kündigung, weil sie ihren Arbeitgeber öffentlich für mangelnden Klimaschutz kritisieren. Dabei wirbt der Konzern gerade für seine angeblich so hervorragenden Arbeitsbedingungen. Die bittere Ironie in unserer Gegenanzeige.

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10.Feb 2020

Um­welt­schüt­zer in Gefahr: Der riskante Kampf für die Schmet­ter­lin­ge

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Zwei Umweltschützer wurden in Mexiko tot aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass sie bei dem Versuch starben, den Lebensraum der Monarchfalter zu schützen. Lateinamerika ist für Umweltschützer die gefährlichste Region der Welt. Das Greenpeace Magazin sprach darüber mit der britischen Organisation „Global Witness“

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14.Feb 2020

Irene und ich

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal geht es ausnahmsweise um die Vergangenheit, die aber bis in die Gegenwart reicht.

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Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal braucht sie dafür eine Taschenlampe.

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