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Die Straße ist dreckig und divers – die Ausstellung „Space“ zeigt Konsumexzess und urbane Enge

Die Straße ist dreckig und divers – die Ausstellung „Space“ zeigt Konsumexzess und urbane Enge

Das Stadtleben als eins der schillerndsten Sujets innerhalb fotografischer Bildwelten – so wird das Thema Urbanität beim Fotofestival „Triennale der Photographie Hamburg“ präsentiert. Die Ausstellung „Space“ zeigt den fotografischen Blick auf Anonymität und Enge, Schmutz und Verkehr, Konsum und Exzess.

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Freitag, 19. Oktober 2018

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Grüne kri­ti­sie­ren Diesel-Ver­schrot­tung als „öko­lo­gi­schen Schwach­sinn“, Liste mit kli­ma­freund­li­chen Autos ver­öf­fent­licht und niedriger Rhein-Pegel

Liebe Leserinnen und Leser,

es geht ums Auto heute im Navigator: VW verspricht, alte Diesel im Rahmen seines Umtauschprogramms nicht nach Osteuropa zu verkaufen, sondern zu verschrotten. Für die Grünen ist das Augenwischerei: Ökologisch mache es mehr Sinn, die Fahrzeuge nachzurüsten – doch vor diesen Kosten wollten sich die Autobauer nach wie vor drücken. Apropos neues Auto: Für wen ein fahrbarer Untersatz familiär oder beruflich unabdingbar ist, der kann sich an die „Auto-Umweltliste“ des ökologisch orientierten Verkehrsklubs VCD halten. Die Fahrzeuge, die dort vertreten sind, zeichnen sich durch einen geringen Verbrauch und eine vergleichsweise niedrige Umweltbelastung aus.

Außerdem werfen wir einen Blick auf die guten Umfragewerte der Grünen in Hessen und den besorgniserregend niedrigen Pegelstand des Rheins, bevor wir Sie mit beeindrucken Aufnahmen von Industriebrachen ins Wochenende verabschieden.

Genießen Sie den Herbst, am besten bei einem Spaziergang auf ihren eigenen zwei Beinen – wir melden uns am Montag zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Grüne kritisieren Diesel-Verschrottung als „ökologischen Schwachsinn“

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Dass Volkswagen Diesel-Besitzern eine „Prämie“ zahlen will, wenn die ihr altes Model gegen ein neues eintauschen, war bekannt. Jetzt hat der Konzern sein Umtauschprogramm offiziell beschlossen und um ein weiteres Detail erweitert: Demnach sollen zurückgenommene Diesel der Abgasnormen 1 bis 4 verschrottet werden. Zuvor hatte die EU-Kommission die Autobauer gewarnt, die älteren, schadstoffreicheren Diesel nicht nach Osteuropa weiterzuverkaufen. Für die Grünen ist das vermeintliche Entgegenkommen der Konzerne allerdings nur Augenwischerei. Sie kritisieren, dass die Autobauer sich weiterhin vor den Kosten für die Nachrüstung älterer Diesel mit Abgasfiltern drücken wollten. „Ökologisch ist es Schwachsinn, Autos zu verschrotten, statt zu reparieren“, sagte die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock dem Handelsblatt.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Ökologischer Verkehrsklub stellt Liste mit umweltfreundlichen Fahrzeugen vor

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Nicht jeder kann komplett auf ein Auto verzichten. Für Neukäufer hat der ökologisch orientierte Verkehrsklub VCD eine Liste mit Pkw-Modellen aufgestellt, die er wegen ihres geringen Verbrauchs und ihrer vergleichsweise geringen Umweltbelastung empfiehlt. Klimareporter° berichtet. 61 Modelle sind in der diesjährigen „Auto-Umweltliste“ enthalten, darunter auch wieder Diesel-Modelle, die der Klub im vergangenen Jahr wegen des Abgasskandals ausgeschlossen hatte. Früher standen teilweise 400 Modelle auf der VCD-Liste. Zurzeit gebe es aber einfach wenig Modelle, die den Kriterien sicher entsprechen, heißt es von Seiten der Organisation. Der VCD kritisiert die deutsche Autoindustrie für ihr mangelndes Engagement, klimaverträgliche PKW auf den Markt zu bringen. 

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
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Grüne auch in Hessen auf Rekordkurs

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Neun Tage vor dem Urnengang in Hessen liegen die Grünen der jüngsten ARD-Vorwahlumfrage zufolge auf dem dritten Platz: Mit 20 Prozent der Wählerstimmen würde sich die Partei fast verdoppeln. Im aktuellen ZDF-Politbarometer sind die Grünen sogar zweitstärkste Kraft hinter der CDU. Ökologische Themen würden von vielen Wählern inzwischen als existenziell wahrgenommen, ordnet der Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte die Zahlen im Mittagsmagazin ein. „Die Grünen sind eine Sympathieorganisation für das besorgte Bürgertum.“ Der zweite grüne Ministerpräsident der Bundesrepublik sei „nicht ausgeschlossen“.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit
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Warum gut gedämmte Häuser für Vögel eine Gefahr sind

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Der Herbst ist Vogelzugzeit. Auch Arten, die sich sonst gerne mit Menschen das Haus teilen, ziehen derzeit in den Süden. Weil viele Gebäudenister unter Artenschutz stehen, dürfen Besitzer von Altbauten erst mit geplanten Sanierungsarbeiten anfangen, wenn die Vögel ihre Nistplätze verlassen haben. Doch damit ist die Gefahr für die Tiere nicht gebannt: Denn durch moderne Dämmsysteme gehen Nischen und Hohlräume verloren – und damit Brutplätze für Mauersegler und Hausrotschwänze. Über den Konflikt Klimaschutz versus Artenschutz berichtet die taz.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Rhein-Pegel sinkt auf 33 Zentimeter

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Nach dem heißen Sommer nun ein goldener Herbst ohne Regen. Was für den Menschen toll ist, hat für die Natur gravierende Folgen: Viele deutsche Flüsse führen zu wenig Wasser. Der Rhein-Pegel ist mit 33 Zentimetern stellenweise so niedrig wie seit 15 Jahren nicht mehr – zu sehen in einem Video bei Spiegel Online. Auch die in Köln gemessenen 82 Zentimeter sind für die Schifffahrt ein Problem: Die Schiffe müssen ihre Ladung reduzieren. Ergiebige Regenfälle sind vorerst nicht zu erwarten. Fahrverbote wird es deswegen allerdings nicht geben – die Schiffer entscheiden selbst, ob sie das Risiko eingehen.

Video, 2 Minuten 30 Sekunden Laufzeit

Fotos am Freitag: Die Handschrift des Menschen

Rohstoffgewinnung, Verstädterung, Rodungen. Der Mensch greift auf vielfältige Art und Weise in die Natur ein. Die teilweise verheerenden Folgen sind vielfach beschrieben – aber manchmal sagt ein Foto bekanntermaßen mehr, als es Worte je tun könnten. 

Die großformatigen Aufnahmen des kanadischen Fotografen Edward Burtynsky erzählen von den Verletzungen, die wir der Natur zufügen: von Öl-Verschmutzungen im Nigerdelta über riesige Müllhalden in Nairobi bis hin zu Abholzungen in kanadischen Wäldern. Eine Auswahl von Burtynskys Arbeiten zeigt der Guardian.

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 6.18 Verantwortung

Alle mal die Ärmel hochkrempeln! Wo es sich lohnt mit anzupacken und warum (Selbst-)Verantwortung das beste Mittel gegen Zukunftsängste ist, darüber berichten wir in unserer neuen Ausgabe „Bloß nicht hinwerfen!".

Verantwortung – 6.18

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Reports / Meinungen / Interviews

Filmkritik
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17.Okt 2018

Win­ter­wun­der

Winterwunder

Im Kinodrama „Nanouk“ versucht sich ein einsames altes Paar in der Eiswüste Jakutiens vor der Moderne abzuschirmen – doch Klimawandel und Fortschritt rauben den beiden unaufhaltsam die Heimat.

Newsletter
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12.Okt 2018

Schul­streik fürs Klima

Schulstreik fürs Klima // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal dreht sich alles ums Klima – der Protest einer schwedischen Schülerin, das Urteil eines niederländischen Gerichts, der neueste Bericht des Weltklimarats und sogar der Nobelpreis für Wirtschaft.

Interview Sven Giegold
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15.Okt 2018

„Die Deutschen reden nur dann vom Kli­ma­schutz, wenn es ihren Wirt­schafts­in­ter­es­sen dient“

„Die Deutschen reden nur dann vom Klimaschutz, wenn es ihren Wirtschaftsinteressen dient“

Bayern-Wahlen, Weltklimabericht, Hambacher Wald – grüne Themen haben in Deutschland derzeit Hochsaison. Sven Giegold, Sprecher der Grünen im Europaparlament, erzählt im Interview, wie Deutschland im Europaparlament wahrgenommen wird und warum die Bundesregierung hier eher Bremser als Vorreiter ist.

Wilderei
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12.Okt 2018

Wie lassen sich Wildtiere besser schützen?

Wie lassen sich Wildtiere besser schützen?

Zu Fuß in der Wildnis, ohne Handy-Empfang, der ständigen Gefahr ausgesetzt, von Wilderern angegriffen zu werden – so sieht der Alltag für Ranger in Asien und Afrika aus. Sie setzen sich mit ihrem eigenen Leben für den Schutz wilder Tiere ein. Auf einer Konferenz in London werden politischen Strategien erarbeitet, um Ranger und Tiere besser zu schützen.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Scha­fe­ka­len­der 2019

Wo sich Models weder um Frisur noch Figur scheren – hinter den Kulissen unserer Kalenderproduktion

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Rätselhafter Rotkohl

À la Saison – Rätselhafter Rotkohl

Seit Juni auf dem Markt, jetzt endlich überall auf dem Tisch: Die Brassica oleracea convar. capitata var. rubra ist ein Kraut mit Kolorit

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Wundersame Weinbeere

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Die Tafeltrauben hängen zu hoch? Egal. Trinken Sie Wein! So wie Jesus. Oder Baudelaire. Oder alle anderen. Wo wir da hinkommen? In die künstlichen Paradiese.

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À la Saison – Heldenhafte Heidelbeere

Im Märchenwald nervt sie kleine Menschen und andere Zwerge. Im echten Leben aber hat sie Superkräfte, die sogar essbar sind. Auf, auf und davon!

Geht doch!

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Madrid: Neue Regierung macht sich stark für Radfahrer

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Deutschland: Aldi Süd nimmt Ausbeuter-Erdbeere aus dem Regal

Greenpeace Magazin - Geht doch: Zurück für die Zukunft

Zurück für die Zukunft

Bayern: Gelungenes Comeback der Wildkatze

Um­welt­zer­stö­rung
in der Kunst

Das Kunstfestival „Triennale der Photographie Hamburg“ greift die zentralen Fragen unserer Zeit auf: Wann ist die Belastungsgrenze für Natur und Gesellschaft erreicht? Was müssen wir ändern?

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