Reports / Meinungen / Interviews

Sie wollten doch nur spielen

Sie wollten doch nur spielen

JUBILÄUMSRÜCKBLICK: Redakteurin Andrea Hösch weinte mit der Mutter von drei Kindern, die von einer Killermine getötet wurden. Daraufhin entwickelte das Greenpeace Magazin eine sehr erfolgreiche Spendenaktion zur Minenräumung in Bosnien. 

Weiterlesen

Das Green­peace Magazin hat
Ge­burts­tag!

Jubiläumsspezial der 150 Ausgaben – Macherinnen und Macher erzählen persönliche Geschichten aus 25 Jahren

Weiterlesen
Dienstag, 11. Dezember 2018

Daily Navigator

Der Navigator steuert Sie täglich durch die relevantesten Meldungen und besten Geschichten zum Thema Umwelt.

Deutsch­land rutscht im Kli­ma­schutz­in­dex ab, Macron versucht den Be­frei­ungs­schlag und Känguru Roger

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich gilt die Vorweihnachtszeit ja als besonders besinnlich. Doch in diesem Jahr ist Klimagipfel und da wird vor allem eines: gestritten. Im polnischen Kattowitz gehen die Verhandlungen über ein Regelbuch zum Pariser Vertrag von 2015 in die entscheidende Woche – und immer wieder erschweren Quertreiber die Arbeit. So haben die USA jüngst dafür gesorgt, dass der Hinweis auf die Menschenrechte aus dem gemeinsamen Text verschwinden musste.

Auch in Frankreich stehen derzeit alle Zeichen auf Krawall: Obwohl die französische Regierung angekündigt hat, die hochumstrittene Erhöhung der Treibstoffsteuern zu verschieben, gehen die gewaltsamen Proteste weiter. Jetzt hat Präsident Macron sich in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung gewandt: Er räumte eigene Fehler ein und kündigte Hilfen für Arbeiter und Einkommensschwache an.

Wir versuchen für heute, die Stimmung mit Plätzchen und Mandarinen zu drehen. Und melden uns morgen zurück, vielleicht dann ja schon mit Meldungen in weihnachtlicherem Geiste. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

Schließen
emoji

Deutschland rutscht im Klimaschutzindex ab

mehr

Deutschland hat im Klimaschutzindex 2019 im Vergleich zum Vorjahr fünf Plätze verloren und liegt nun auf Rang 27. Als Grund nennen die Autoren unter anderem die seit Jahren kaum noch sinkenden CO2-Emissionen, die zuletzt sogar wieder angestiegen sind. Der Bericht bewertet den Klimaschutz von 56 Staaten, die zusammen für 90 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich sind. Die ersten drei Plätze bleiben wie in den Vorjahren unbesetzt, weil derzeit kein Land die Bedingungen des Pariser Abkommens erfüllt. Auf Platz vier liegt Schweden, dahinter kommt Marokko. Alle Hintergründe gibt es bei der Tagesschau. In Kattowitz verhandeln die Teilnehmer des Klimagipfels unterdessen weiter über ein Regelbuch für das Pariser Übereinkommen von 2015 – und immer wieder kommt es zu Dissonanzen. So sorgten die USA dafür, dass der Hinweis auf die Menschenrechte aus dem gemeinsamen Text verschwinden musste. Der Tagesspiegel hat die Einzelheiten. Die taz berichtet über die einzige offizielle Veranstaltung der US-Delegation: Dort zelebrierte die Trump-Regierung ihre Liebe zu Kohle und Atom – unter dem Gelächter von Umweltschützern. Dabei hat mittlerweile selbst die Finanzbranche die Zeichen der Zeit erkannt: 415 Großinvestoren aus aller Welt haben Reuters zufolge zum verstärkten Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Bund nimmt mehr Geld mit Emissionshandel ein

mehr

Deutschland hat in diesem Jahr so viel Geld wie noch nie mit den Versteigerungen von CO2-Emissionsrechten verdient. Fast 2,6 Milliarden Euro brachten die Auktionen ein. Damit seien die Erlöse mehr als doppelt so hoch wie 2017, berichtet Spiegel Online/dpa unter Berufung auf das Umweltbundesamt. Der Emissionshandel funktioniert im Kern nach einem einfachen Prinzip: Seit seinem Start im Jahr 2005 müssen etwa 12.000 Unternehmen und Stromproduzenten in der EU für jede von ihnen ausgestoßene Tonne Kohlendioxid ein Zertifikat vorweisen. Das klimaschädliche Gas wird so zum Kostenfaktor, was die Unternehmen dazu bewegen soll, Emissionen zu senken. Wenn der Ausstoß wie 2018 teurer wird, werden vor allem Kohlekraftwerke kostspieliger, weil sie besonders viel COabgeben. Das Aus des dreckigen Energieträgers könnte sich beschleunigen – so zumindest die Hoffnung.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
emoji

Macron kündigt Maßnahmen für Arbeiter und Einkommensschwache an

mehr

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versucht den Befreiungsschlag: Angesichts der anhaltenden Proteste gegen ihn kündigte er mehrere Hilfen für Arbeitnehmer und einkommensschwache Rentner an. „Ich will ein Frankreich, in dem man würdig von seiner Arbeit leben kann“, sagte Macron in einer Fernsehansprache – die SZ berichtet. Der junge Staatschef räumte auch Fehler ein: Seit seiner Wahl im Mai 2017 sei er nicht genug auf die Sorgen von Geringverdienern eingegangen. Tatsächlich gilt Macrons teils als arrogant empfundene Sprache als ein Motor der Proteste der „Gelbe Westen“-Bewegung, die hohe Steuern und teure Lebenshaltungskosten anprangert. Unter Klimaschützern nicht nur in Frankreich geht indes die Sorge um, dass richtige Instrumente zur Förderung der Verkehrswende künftig noch schwerer durchzusetzen sind – wie eben beispielsweise die von den Demonstranten kritisierte Erhöhung der Abgaben auf Treibstoffe. Die angekündigte Aufschiebung oder gar Aufhebung der CO2-Steuer-Erhöhung sei keine Lösung und auch keine Antwort auf die wachsende Ungleichheit im Land, mahnte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. Mehr dazu bei klimareporter°.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit
emoji

Trump-Regierung plant Aufweichung von Gewässerschutz-Gesetzen

mehr

Einem Bericht der New York Times zufolge will die Regierung von US-Präsident Donald Trump am Dienstag einen Plan vorstellen, der vorsieht, Bundesgesetze zum Schutz von Gewässern abzuschwächen. Die Regularien schützen derzeit Feuchtgebiete und Flüsse vor dem Zulauf von Pestiziden und anderen Schadstoffen. Amerikanische Umweltschützer bezeichnen das Vorhaben als historischen Angriff auf den Gewässerschutz – und das, obwohl Trump wiederholt versprochen hatte, für „kristallklares Wasser“ zu sorgen. Feuchtgebiete spielen eine Schlüsselrolle beim Filtern von Oberflächenwasser und dem Schutz vor Hochwasser. Außerdem bieten sie Lebensraum für verschiedene Tiere. Es wird erwartet, dass Trump den Schritt als Maßnahme gegen eine übergriffige Bundespolitik verkauft, die in der Vergangenheit die Rechte von Bauern, Landbesitzern und Immobilienentwicklern beschnitten hatte.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit
emoji

Australien trauert um sein berühmtestes Känguru Roger

mehr

Das mehr als zwei Meter große und 90 Kilogramm schwere Tier – bekannt dank seiner enormen Muskeln und beeindruckenden Box-Künste – wurde zwölf Jahre alt. Nach Angaben des Känguru-Parks von Alice Springs, wo Roger praktisch sein ganzes Leben verbracht hatte, starb er an Alters­schwäche. Roger war als Baby in die Anlage gekommen, nachdem Parkbesitzer Chris Barnes ihn auf einem Highway aufgesammelt hatte – Rogers Mutter war von einem Auto überfahren worden. Mit seinem mächtigen Oberkörper wurde das Känguru zur Attraktion der Stadt. Über die sozialen Netzwerke schaffte er es dann auch international zu großer Prominenz: Auf einer Instagram-Seite hatte Roger zuletzt mehr als 900.000 Follower, bei Facebook mehr als eine halbe Million. Die Meldung hat die FAZ.

Bericht, 2 Minuten Lesezeit

Debatte am Dienstag: Nur Kapitalismus kann die Erde retten

Es gibt unter Klimaschützern und Ökonomen einen stillen Konsens darüber, wie die Erderwärmung noch gestoppt werden kann: Aus dem Schutz des Planeten muss das größte Geschäft des 21. Jahrhunderts werden. Dieser Weg ist paradox. Kapitalismus, das ist die Idee ewigen Wachstums, befeuert von der Ausbeutung der Natur. Das System hat die Klimakrise herbeigeführt – und soll sie jetzt beenden.

Bis 2050 muss die Menschheit eine Wirtschaft etabliert haben, die die Erde nicht nur nicht weiter anheizt, sondern abkühlt, schreibt taz-Redakteur Ingo Arzt. Das können nur die einzigen beiden Sprachen, die global über alle politischen Lager und Religionen hinweg verständlich sind: Die Rede ist von Wissenschaft und Geld. Die erste Sprache liefert die Handlungsanweisung gegen die Klimakrise. Die zweite die Mittel dagegen. Doch nur die Bosse und Banker besitzen diese Mittel, um das Klima zu retten.

Daily Navigator abonnieren?

Hier klicken! Jeden Tag die wichtigsten Umweltmeldungen direkt ins Postfach

Wöchentlichen Newsletter bestellen?

Hier klicken! Jede Woche der ganz besondere Blick auf aktuelle Umweltereignisse – direkt ins Postfach

Reports / Meinungen / Interviews

Bundeswehr-Werbung
/
04.Dez 2018

„Krieg ist kein Spiel!“

„Krieg ist kein Spiel!“

Werbung auf Youtube, Instagram und Snapchat, Auftritte auf Spielemessen und in Schulen – die Bundeswehr versucht, ihr Image bei Schülern und Jugendlichen zu pimpen und wirbt immer mehr Minderjährige als Nachwuchs an. „Mach, dass du wegkommst!“, warnt deshalb das Greenpeace Magazin in seiner Werbesatire „Keine Anzeige“ in Anlehnung an den markigen Originalslogan.

Newsletter
/
30.Nov 2018

Eine Schippe drauflegen: Kli­ma­gip­fel im Koh­le­re­vier

Eine Schippe drauflegen: Klimagipfel im Kohlerevier // Unsere Leseempfehlungen zum Wochenende

Im wöchentlichen Newsletter wirft unsere Autorin Kerstin Eitner einen sehr persönlichen Blick auf aktuelle Umweltthemen, Ereignisse und Entwicklungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Wissenschaft. Diesmal muss sie dazu erst mal den Smog rund um den Tagungsort des Klimagipfels durchdringen.

Neue Ausgabe
/
Dezember 2018

Frieden!

Frieden!

Das weltweite Leiden, Töten und Sterben muss ein Ende haben. Wie Frieden statt Krieg möglich ist und was wir Menschen dafür tun können.

Klimagespräche
/
30.Nov 2018

Mee­res­for­sche­rin Antje Boetius: „Es ist nie zu spät“

Meeresforscherin Antje Boetius: „Es ist nie zu spät“

Am Montag beginnt die 24. Weltklimakonferenz, die Regeln zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens festzurren soll. Es wird höchste Zeit: Die Treibhausgasemissionen sind so hoch wie nie. Wir sprachen mit Antje Boetius, der Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, über die Dringlichkeit zu handeln

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
Hier Klicken

So geht
Ver­ant­wor­tung

Zum Beispiel nur von dem leben, was die Natur uns gibt – wie diese beiden Selbstversorger im Portrait

Weiterlesen

Um­welt­zer­stö­rung
in der Kunst

Das Kunstfestival „Triennale der Photographie Hamburg“ greift die zentralen Fragen unserer Zeit auf: Wann ist die Belastungsgrenze für Natur und Gesellschaft erreicht? Was müssen wir ändern?

Weiterlesen

Scha­fe­ka­len­der 2019

Wo sich Models weder um Frisur noch Figur scheren – hinter den Kulissen unserer Kalenderproduktion

Weiterlesen

À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: Standhafte Steckrübe

Standhafte Steckrübe

Mahlzeit der Könige und Kühe, Basis von Kraftbrühe und Konfitüre? Was ihr wollt. Brassica napus var. rapifera ist das Chamäleon der Wintergemüse. Und: Sie ist wieder da

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Rätselhafter Rotkohl

À la Saison – Rätselhafter Rotkohl

Seit Juni auf dem Markt, jetzt endlich überall auf dem Tisch: Die Brassica oleracea convar. capitata var. rubra ist ein Kraut mit Kolorit

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Wundersame Weinbeere

À la Saison – Wundersame Weinbeere

Die Tafeltrauben hängen zu hoch? Egal. Trinken Sie Wein! So wie Jesus. Oder Baudelaire. Oder alle anderen. Wo wir da hinkommen? In die künstlichen Paradiese.

Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: Nicht nur sauber, sondern rein

Nicht nur sauber, sondern rein

Hamburg: Was haben Schuhe, Smartphones und Akkus gemeinsam?

Greenpeace Magazin - Geht doch: Autoaggression ist heilbar

Autoaggression ist heilbar

Madrid: Neue Regierung macht sich stark für Radfahrer

Greenpeace Magazin - Geht doch: An die große Glocke damit

An die große Glocke damit

Deutschland: Aldi Süd nimmt Ausbeuter-Erdbeere aus dem Regal

3 von 33.000

Wir sind von Insekten umgeben, aber nehmen
sie kaum wahr – die artenreichste
Tiergruppe in Einzelportraits

Weiterlesen

Appell gegen
Plas­tik­müll

Ein Greenpeace Magazin Kalender rüttelt auf – Plädoyer für einen achtsamen Umgang mit unseren Ressourcen

Weiterlesen