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Bio-Lebensmittel vom Discounter – „Luft wird dünner“ für Fachhändler

Bio-Lebensmittel vom Discounter – „Luft wird dünner“ für Fachhändler

Aldi, Edeka und Co. haben sich bereits rund zwei Drittel des Bio-Marktes gesichert. Und sie geben weiter Gas. Den Verbrauchern gefällt das. Doch viele Naturkosthändler können da nicht mehr mithalten.

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Montag, 23. Juli 2018

Daily Navigator: Weiter schwere Waldbrände in Schweden, Glyphosat in Ar­gen­ti­ni­en und Müll in der Karibik

unsere Nachrichten im heutigen Navigator führen uns beinahe einmal um die Welt: Wir blicken auf die Waldbrände in Schweden und Norwegen und wir haben einen längeren Bericht über die immer noch anhaltende Wasserknappheit in Kapstadt. Wir lernen, dass Glyphosat in Argentinien ein großes Problem ist und wie die Strände der Karibikinsel Santo Domingo im Müll versinken.

Außerdem geht es nach Cottbus in die Lausitz — und auf unserer eigenen Seite blicken wir hier auf die Auswirkungen der hiesigen Fleischindustrie auf das Klima.

Vorerst bleiben wir erst einmal am heimischen Schreibtisch und sind morgen zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Waldbrände in Schweden breiten sich weiter aus

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Die schweren Waldbrände in Schweden breiten sich weiter aus, besonders Mittelschweden ist weiter besonders betroffen. Auch in Norwegen wird die Situation immer problematischer, dort wurden im Süden des Landes innerhalb der vergangenen zwei Wochen rund 350  Wald- und Feldbrände registriert. Einen Blick auf beide Länder hat die taz. Auch 52 deutsche Feuerwehrleute sind nach Schweden gereist, beschreibt Spiegel Online.

Bericht, 4 Minuten Lesezeit
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Cottbus plant großes Gaskraftwerk in der Lausitz

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In der Lausitz wird seit Jahren ausgiebig über den möglichen Ausstieg aus der Braunkohleförderung diskutiert, ausgerechnet in der größten Stadt der Region treiben nun die Stadtwerke die Debatte voran: In Cottbus soll bis 2022 ein Gaskraftwerk große Teile des Energiebedarfs decken. Zeit Online war vor Ort und beschreibt die Diskussion.

Reportage, 4 Minuten Lesezeit
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Glyphosat bleibt Tabu-Debatte in Argentinien

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Während sich in Deutschland die Glyphosat-Debatte etwas beruhigt hat, lenkt der Deutschlandfunk den Blick auf Fälle aus Argentinien mit teils dramatischen Auswirkungen. Dort wurde das Pflanzengift zusammen mit anderen Agrarchemikalien vor allem beim Anbau von genomodifiziertem Soja eingesetzt. Es gebe zwar wissenschaftliche Hinweise, dass sich diese Mittel auf die Gesundheit der Landbevölkerung ausgewirkt haben, aber eine öffentliche Diskussion dazu finde kaum statt, heißt es bei den Kollegen in der Reihe „Hintergrund“.

Bericht mit Audioclip, 19 Minuten Laufzeit
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Wasserknappheit in Kapstadt wird normal

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Im Frühjahr stand Kapstadt in Südafrika wegen großer Wasserknappheit wochenlang in den Schlagzeilen. Die komplette Abschaltung der Wasserversorgung und die Umstellung auf Tanklaster konnte zwar verhindert werden, aber der Deutschlandfunk beschreibt in der Reihe „Spaziergang“, wie sehr die Krise die Stadt immer noch im Griff hat. Vielerorts wird beispielsweise extrem auf die Doppelnutzung von Wasser geachtet, indem Duschwasser aufbereitet und erneut für Toiletten benutzt wird.

Bericht mit Audioclip, 14 Minuten Laufzeit
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Karibik-Strand in Santo Domingo versinkt im Müll

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Das vielleicht beunruhigendste Video der vergangenen Tage stammt aus der dominikanischen Hauptstadt Santo Domingo: Der Karibikstrand dort ist so sehr mit Plastikmüll übersät, dass kaum noch Wasser zu sehen ist. Freiwillige reinigen nun den Strand und haben in weniger als einer Woche mehr als 60 Tonnen Müll aus dem Meer gefischt, berichtet die Deutsche Welle.

Video, 2 Minuten Laufzeit

Menschen am Montag: Bernd Schmitz muss früher schlachten

Weiter hat die Hitzewelle Deutschland fest im Griff, der fehlende Regen sorgt für riesige Probleme in der Landwirtschaft. Einige Bauern beginnen, Tiere früher als geplant zu schlachten.

Seit Juni ist laut Verband der Fleischwirtschaft die Zahl der Rinderschlachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent gestiegen. Die Dürre dafür sei ein nachvollziehbarer Grund, hieß es. Was das für einen einzelnen Landwirt bedeutet, beschreibt die taz: Dort erzählt Biobauer Bernd Schmitz, dass er zuletzt zehn seiner hundert Tiere früher als beabsichtigt zum Schlachter brachte. 

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.18 Veganer

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 4.18 Veganer

Was auf den Tellern landet, ist politisch. Was wir essen, wirkt sich darauf aus, wie unsere Landschaften aussehen, wie es der Artenvielfalt und dem Klima ergeht – und natürlich uns selbst. Und: Es ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die besten Karten im Poker um den nachhaltigsten Speiseplan haben, so heißt es, die Veganer auf der Hand. Höchste Zeit also, sich die reine Pflanzenküche genauer anzusehen. Ein Essen Spezial über Veganismus.

Zur Ausgabe

Nachrichten

Landwirtschaft
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20.Jul 2018

Forscher fordern Umdenken in der Fleisch­in­dus­trie

Forscher fordern Umdenken in der Fleischindustrie
Es geht um die Wurst: Eine neue Studie zeigt, dass die globalen Fleisch- und Molkereikonzerne deutlich mehr zum Klimawandel beitragen als bislang angenommen. Vegetarisch und Vegan leben hilft. Aber auch mikrobielle „Astronautennahrung" für Kühe kann das Klima schonen.
Pestizide
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12.Jul 2018

Neue In­sek­ten­gif­te auf deutschen Äckern

Neue Insektengifte auf deutschen Äckern
Kaum hat die Europäische Union drei bienengefährliche Pestizide verboten, steht schon ihr Ersatz bereit. In Deutschland könnten die neuen Pflanzenschutzmittel bereits diesen Sommer auf den Markt kommen.
Vegan
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17.Jul 2018

Die Wurst ist die Zigarette der Zukunft

Die Wurst ist die Zigarette der Zukunft
Markus Keller, Deutschlands erster Professor für vegane Ernährung, erzählt im Interview, warum die vegane Lebensweise mehr ist als nur ein Trend. Und was das für Fleischesser bedeutet. 
Grundrechte
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06.Jul 2018

Neue Po­li­zei­ge­set­ze – was droht uns da?

Neue Polizeigesetze – was droht uns da?
Bayern hat sie schon, Nordrhein-Westfalen will sie: Die drohende Gefahr findet als Rechtsbegriff zurzeit Eingang in die neuen Polizeigesetze der Bundesländer. Der Protest dagegen treibt die Menschen massenhaft auf die Straße, die nächste Großdemonstration steht schon an – diesen Samstag in Düsseldorf.
Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Wat mutt, datt mutt.
Oder?

Süße Kutter, nette Leute: Krabbenfischerei im Nationalpark Wattenmeer wirkt ganz harmlos. Doch Naturschützer sehen das ein bisschen anders

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Heldenhafte Heidelbeere

À la Saison – Heldenhafte Heidelbeere

Im Märchenwald nervt sie kleine Menschen und andere Zwerge. Im echten Leben aber hat sie Superkräfte, die sogar essbar sind. Auf, auf und davon!

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Ehrwürdige Erdbeere

À la Saison – Ehrwürdige Erdbeere

Von Asterix bis '68 probt diese Rote die Revolte – und hat ein saftiges Geheimnis. Welches? Merken Sie sich erstmal die Parole der Saison: Erdbeerfelder für immer!

„Ob Studenten für oder gegen etwas stimmen, ist, als würden sie mir erzählen, sie mögen Erdbeeren.“ Mit diesen Worten reagiert Herbert Dean, der stellvertretende Dekan der Columbia University in New York, auf massive Proteste. Wir befinden uns im Jahr 1968 nach Christus. Der ganze Campus ist von Studenten besetzt. Der ganze Campus? Nein, im Dekanat sitzt Dean und gibt sein „Erdbeer-Statement“ von sich: Ob nun gegen Rassismus an der Uni, den Vietnamkrieg oder gleich das ganze System protestiert wird, könnte ihm egaler nicht sein. Eine belanglosere Mitteilung als „Ich mag Erdbeeren“ gibt es nicht. Jeder mag Erdbeeren. Unabsichtlich macht Dean so gerade das Konsensgewächs zum Symbol des Widerstands. Und als 1970 ein Spielfilm über die Columbia-Revolte in die Kinos kommt, tut er das zumindest in Deutschland unter dem Titel „Blutige Erdbeeren“.

Die druckempfindliche Rote mag keine Heldin sein. Sie piesackt die Macht aber gern. Selbes Obst, andere Zeit: Wir befinden uns im ersten Asterix-Abenteuer, erschienen 1959. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein. Und außerdem ist gerade nicht Erdbeerzeit! Asterix und Miraculix werden von Cäsars Truppen festgehalten und sollen Zaubertrank kochen. Listig sagt der Druide, eine wichtige Zutat fehle: Erdbeeren. „Um diese Jahreszeit?!?“, brüllt der Zenturio und lässt (das bitte niemals nachmachen!) trotzdem welche besorgen, fernab der Saison. Als die Legionäre endlich für einen Wucherpreis (recht so!) ein Körbchen aufgetrieben haben, essen die Gallier es leer und erklären kühl: „Es geht auch ohne Erdbeeren.“ Nur schmecke es dann nicht so gut.

Ein Leben ohne Erdbeeren ist möglich, aber traurig. Das sahen auch die alten Germanen so und weihten das Rosengewächs ihrer Liebesgöttin Freya. Auf mittelalterlichen Gemälden umrankte es dann die keusche Maria. Die Erdbeere ist eine für alle. Nicht von ungefähr prangt sie auf den Einmachgläsern der Firma Weck. Wessen Aroma sollte man bewahren wollen, wenn nicht das Ihre? Die Gartenerdbeeren unserer Tage allerdings entstammen der Neuen Welt. Im 18. Jahrhundert kreuzten Franzosen die nordamerikanische Scharlach- und die südamerikanische Chile-Erdbeere. Die so entstandene „Ananas-Erdbeere“, ein Kind des Kolonialismus, ist die Urmutter aller modernen Sorten.

Wie Rubine leuchten die ersten Exemplare der Saison im Korb. Sonnenwarm vom Stiel genascht, erwecken sie alle Sommer der Erinnerung zum Leben. Erdbeeren, die es bis in die Küche schaffen, vertragen sich gut mit Quark oder mildem Weichkäse. Ihre Karamellaromen lassen sie neben gerösteten Haselnüssen glänzen. Ihrer feinen Säure wegen liegen sie auf einer Wellenlänge mit Rhabarber und Balsamicoessig. Ihre grünen Noten docken perfekt an Avocado und Gurke an. Und trotz ihrer Süße enthalten sie kaum Kalorien, dafür viel Kalium, Kalzium, Eisen und sogar mehr Vitamin C als Zitronen.

Nur eine Sache muss noch auf den Tisch: Botanisch gesehen sind Erdbeeren gar keine Beeren, ja nicht einmal Früchte, sondern Scheinfrüchte. Alles Fleischige, Saftige – nichts als verdickte Blütenachse. Das eigentliche Obst sind die winzigen Kerne, die in der Konfitüre stören. Und wo wir schon dabei sind: Erdbeeren sind auch keine Pilze, schon gar keine halluzinogenen. Obwohl man darauf kommen könnte, wenn man den Beatles dabei zusieht, wie sie im Video zu Strawberry Fields Forever mit ernsten Mienen über eine Wiese hüpfen, die so traurig aussieht, wie der Song klingt. Was auch immer die vier Pilzköpfe da intus hatten, Erdbeeren waren es wohl nicht. Doch egal, wovon das Lied in Wirklichkeit handelt: Erdbeerfelder für immer!

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

Der
globale Nager

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Die
Retterin der
Meere

Sylvia Earle ist eine Legende der Ozeanforschung und kämpft für den Schutz der Meere. Wir haben sie gefragt, wie er gelingen kann und warum Tauchen auch ein Sport fürs Alter ist

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Glo­ba­li­sie­rungs­geg­ner:
Zustand kritisch

Einst war sie groß und neu. Heute müht sich die Antiglobalisierungsbewegung, richtig wahrgenommen zu werden

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Miese
Masche

Nylonstrümpfe sind Teil des Schönheitsideals der westlichen Welt. Das hat Folgen – auch ökologische

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Geht doch!

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Bayern: Gelungenes Comeback der Wildkatze

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Kanada: Grizzlybären dürfen nicht mehr gejagt werden