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Heimreise: Und plötzlich war die Drohne weg und das Abenteuer zu Ende

Heimreise: Und plötzlich war die Drohne weg und das Abenteuer zu Ende

Zwei Monate in der Einöde überleben und forschen: Drei junge Wissenschaftlerinnen zählen bedrohtes Rotwild in der Mongolei. Mithilfe von Drohnenaufnahmen wollen sie überprüfen, ob die Population sich erholt. Doch dann verliert sich das Fluggerät unauffindbar in der Wildnis – und die Forscherinnen müssen in die Zivilisation zurückkehren.

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Mittwoch, 26. September 2018

Daily Navigator: Alte Diesel sollen nur in Pro­blem­städ­ten nach­ge­rüs­tet werden, H&M-Näherinnen bekommen immer noch Hun­ger­löh­ne und Elek­tro­bus­se in Wiesbaden

es geht ums liebe Geld heute im Navigator: Verkehrsminister Scheuer will die Besitzer alter Diesel erst an den Kosten für den nachträglichen Einbau von Abgasfiltern beteiligen – rudert nach Kritik aber zurück. Hätte an der Wählerfront wahrscheinlich teuer werden können. Möglichst billig lässt nach wie vor die schwedische Bekleidungskette H&M in Asien produzieren. Das ist das Ergebnis von Recherchen der Initiative Saubere Kleidung. Die Rede ist von Hungerlöhnen, exzessiven Überstunden und Fällen von Mangelernährung. Keine Kosten scheut dagegen Wiesbaden: Die hessische Landeshauptstadt will bereits bis in vier Jahren alle 250 Dieselbusse abgeschafft haben. Stattdessen sollen emissionsfreie E-Busse die Wiesbadener von A nach B bringen.

Da kaufen wir uns doch gern ein Ticket und fahren mit. Morgen sind wir natürlich erst einmal zurück. Bis dahin!

Das Team vom Navigator

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Konzept zur Lösung der Dieselaffäre: Hardware-Nachrüstungen nur in Problemstädten

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Rückkauf, Umtausch und Hardwarenachrüstung. Diese drei Wahlmöglichkeiten wollen Bundesregierung und Autoindustrie Besitzern von Diesel-Fahrzeugen der Schadstoffklasse Euro 4 und Euro 5 anbieten. Das geht aus einem Konzept des Bundeskanzleramts hervor, aus dem Spiegel und BR zitieren. Gelten sollen die Maßnahmen allerdings nur in zehn sogenannten Intensivstädten, in denen die Luft besonders belastet ist. Brisant sind die Details zur Nachrüstung mit Abgasfiltern – diese Möglichkeit hatte Verkehrsminister Scheuer (CSU), aus dessen Ressort das Konzept maßgeblich stammt, lange kategorisch abgelehnt. In dem Papier wird nun vorgeschlagen, dass die Hersteller 80 Prozent der geschätzten Kosten von 3.000 Euro pro Fahrzeug tragen sollen, die Diesel-Besitzer die verbleibenden 20 Prozent. Das wären immerhin 600 Euro. Nach massiver Kritik ruderte Scheuer in diesem Punkt allerdings zurück. Er diskutiere mit den Herstellern ein Hardware-Nachrüstungsmodell „auf Basis von null Selbstbeteiligung“, sagte er einem Bericht von n-tv zufolge.

Bericht, 5 Minuten Lesezeit
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Näherinnen für H&M in Asien werden immer noch miserabel bezahlt

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In der Vergangenheit kam es in Kleiderfabriken in Asien immer wieder zu verheerenden Bränden mit vielen Toten. 2013 gelobte H&M Besserung: Die schwedische Bekleidungskette versprach öffentlich, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen – innerhalb von fünf Jahren wollte man bei strategischen Zulieferern in der Region existenzsichernde Löhne durchsetzen. Nach Interviews mit Näherinnen in vier Ländern stellt die Initiative Saubere Kleidung H&M allerdings ein miserables Zeugnis aus: „Die Ergebnisse der Recherche haben uns geschockt“, zitiert die SZ die Autorin der Studie, Bettina Musiolek. Sie spricht von Hungerlöhnen, exzessiven Überstunden und Fällen von Mangelernährung. Der Textilkonzern hält dagegen: Mit den bisherigen Maßnahmen würden etwa eine Million Textilarbeiter erreicht – „mehr als erwartet“.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit
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Berlin halbiert CO2-Emissionen früher als geplant

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Vattenfall hat nach eigenen Angaben seine mit dem Land Berlin vereinbarten Klimaziele erreicht – zwei Jahre früher als ausgemacht. Verglichen mit 1990 stießen die Berliner Anlagen des Energiekonzerns 2017 nur noch knapp halb so viel Kohlendioxid aus, nämlich 6,3 statt 13,3 Millionen Tonnen. Auf die Halbierung der CO2-Emissionen bis eigentlich 2020 hatte sich Vattenfall vor neun Jahren mit dem Land verständigt. Dass es schneller ging, liegt laut einem Bericht der Berliner Zeitung/dpa vor allem daran, dass im Kraftwerk Klingenberg seit Mai 2017 keine Braunkohle mehr verbrannt wird, sondern Erdgas und Biomasse. Noch wichtiger war aber eine Maßnahme, die schon vor Abschluss der Klimaschutzvereinbarung getroffen wurde: Alte Anlagen aus der DDR-Zeit gingen vom Netz.

Bericht, 1 Minute Lesezeit
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Wiesbaden steigt komplett auf Elektrobusse um

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Es gibt sie noch nicht in Serie, die Anschaffung ist teuer und die Reichweite der Akkus unbefriedigend. Mit diesen Argumenten wehren sich Stadtverwaltungen gerne gegen die Anschaffung von Elektrobussen. Wiesbaden will jetzt trotz aller Hürden umsteigen – bis 2022 sollen die 250 Dieselbusse der hessischen Landeshauptstadt durch eine E-Flotte ersetzt werden, wie Zeit Online berichtet. Um das derzeitige Reichweitenproblem zu lösen, sollen die Elektrobusse mehrmals am Tag geladen werden – immer dann, wenn sie sowieso im zentral gelegenen Betriebshof einen Zwischenstopp machen. Eine Anzeige soll angeben, welcher Bus, je nach Ladestand der Akkus, gerade für welche Strecke geeignet ist. Für die gesamte Umstellung wird mit Kosten von 140 Millionen Euro gerechnet. Zum größten Teil will Wiesbaden das aus dem eigenen Haushalt stemmen.

Bericht, 6 Minuten Lesezeit
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Bundesregierung bringt Klimavorsorgeportal an den Start

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Die Bundesregierung hat eine Webseite zum Thema Klimawandel lanciert – Deutschlandfunk berichtet. Das Klimavorsorgeportal – oder kurz: KliVO Portal (hier geht’s zur Startseite) – bietet staatlich geprüfte und aktuelle Informationen sowie ganz konkrete Tipps zur Vorsorge gegen Klimaschäden. Angesprochen werden sollen nicht nur Behörden und Unternehmen, sondern auch interessierte Bürger. So gibt es auf der Seite beispielsweise Informationen über die Hitzewarn-App des Deutschen Wetterdienstes sowie Ratschläge, was bei heißen Temperaturen hilft. Auf der anderen Seite bekommen betroffene Bauern Hilfestellung, welche Pflanzensorten die veränderten klimatischen Bedingungen am besten vertragen. Die Bundesregierung hat bereits 2008 die Deutsche Anpassungsstrategie beschlossen. Ziel ist es, Wege zu finden, mit den Klimawandel-bedingten Veränderungen umzugehen und Schäden zu vermeiden.

Bericht, 3 Minuten Lesezeit

Meinung am Mittwoch: Nicht der Helm macht das Radfahren sicher, sondern klug gestaltete Straßen und Kreuzungen

Wie kann Deutschland zum Fahrradland werden? Der Blick ins Nachbarland Niederlande hilft, sagt der kanadische Verkehrsexperte Chris Burtlett. Aber er darf nicht verklärt sein. Auch hier brauchte es einen langen Atem und Bürger, die sich einmischten, bevor das Auto aus dem Zentrum aller Überlegungen rückte.

Im Interview mit klimareporter° erklärt Burtlett, wie eine sichere Kreuzung gebaut sein muss, was dabei helfen würde, tödliche Unfälle mit LKW zumindest zu reduzieren (Stichwort: Lastenfahrräder!) und warum das Projekt Fahrradland am Ende auch eine Geldfrage ist. 

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Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.18 Artenvielfalt

Neueste Ausgabe: Greenpeace Magazin 5.18 Artenvielfalt

Die Lage ist ernst: Die Insekten verschwinden aus unserer Umwelt und mit ihnen viele Vögel, Fische und Pflanzen. Warum auch wir die Artenvielfalt zum Überleben brauchen, zeigen wir in unserer neuen Ausgabe: Ein Jahr nach der Krefelder Studie über den drastischen Insektenschwund in Deutschland gehen wir der Frage nach, was wahrer Reichtum ist – und wie wir ihn erhalten können.

Artenvielfalt – 5.18

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Nachrichten

Hambacher Forst
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22.Sep 2018

„Von einem Räu­mungs­stopp kann keine Rede sein“

„Von einem Räumungsstopp kann keine Rede sein“

Im Hambacher Forst ist am vergangenen Mittwoch ein 27-jähriger Journalist aus großer Höhe in die Tiefe gestürzt und verstorben. Die Räumung sei bis auf weiteres unterbrochen, teilte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen mit. Wir haben mit einem Aktivisten gesprochen, dessen Baumhaus in den letzten Tagen geräumt wurde. Er widerspricht der Darstellung der Polizei.

Wackersdorf-Film
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19.Sep 2018

„Wie eine grie­chi­sche Tragödie“

„Wie eine griechische Tragödie“

In der Oberpfalz spielten sich in den Achtzigerjahren bürgerkriegsähnliche Szenen ab: Die Proteste am Bauzaun der geplanten atomaren Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf veränderten die Bundesrepublik. Nun startet der Spielfilm „Wackersdorf“ in den Kinos, der die Geschichte des Widerstands aus Sicht eines Landrats erzählt. Im Interview mit dem Greenpeace Magazin spricht Regisseur Oliver Haffner darüber, warum es heute so schwer ist, Menschen zum Protest zu mobilisieren.

Artenvielfalt
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21.Sep 2018

Wie Schüler in Kolumbien lernen, die Ar­ten­viel­falt zu schützen

Wie Schüler in Kolumbien lernen, die Artenvielfalt zu schützen

Im größten Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens lernen Kinder, wie wichtig Insekten für die Pflanzenbestäubung sind – sodass sie vielleicht sogar ihre Eltern dazu bringen, weniger Pestizide zu spritzen. Unser Autor hat das pädagogische Artenvielfaltsprojekt besucht.

Verkehrswende
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15.Sep 2018

Europa auf dem Sprung: eine Woche Zukunfts-Mobilität

Europa auf dem Sprung: eine Woche Zukunfts-Mobilität

Für sieben Tage legen sich Städte und Gemeinden in Europa ins Zeug, um zu zeigen, wie man Verkehr alternativ gestalten kann: Neben kreativen Aktionen für eine Umnutzung des öffentlichen Raums geht es dabei vor allem um Werbung fürs Radfahren, für Elektromobilität und digitale Verkehrsvernetzung.

Mehr davon? Schauen Sie in unserem Nachrichten-Archiv vorbei.
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Ihr Fleisch und
sein Gemüse

Eine Köchin, die Biofleisch produziert. Ein Veganer, der Fertigprodukte verkauft. Zwei Leute, ein Ziel: die Menschen besser zu ernähren. Über den richtigen Weg streiten Sarah Wiener und Jan Bredack

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Um­welt­zer­stö­rung
in der Kunst

Das Kunstfestival „Triennale der Photographie Hamburg“ greift die zentralen Fragen unserer Zeit auf: Wann ist die Belastungsgrenze für Natur und Gesellschaft erreicht? Was müssen wir ändern?

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À la Saison

Greenpeace Magazin - Saison: Wundersame Weinbeere

Wundersame Weinbeere

Die Tafeltrauben hängen zu hoch? Egal. Trinken Sie Wein! So wie Jesus. Oder Baudelaire. Oder alle anderen. Wo wir da hinkommen? In die künstlichen Paradiese.

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Heldenhafte Heidelbeere

À la Saison – Heldenhafte Heidelbeere

Im Märchenwald nervt sie kleine Menschen und andere Zwerge. Im echten Leben aber hat sie Superkräfte, die sogar essbar sind. Auf, auf und davon!

Greenpeace Magazin - Saison: À la Saison – Ehrwürdige Erdbeere

À la Saison – Ehrwürdige Erdbeere

Von Asterix bis '68 probt diese Rote die Revolte – und hat ein saftiges Geheimnis. Welches? Merken Sie sich erstmal die Parole der Saison: Erdbeerfelder für immer!

„Ob Studenten für oder gegen etwas stimmen, ist, als würden sie mir erzählen, sie mögen Erdbeeren.“ Mit diesen Worten reagiert Herbert Dean, der stellvertretende Dekan der Columbia University in New York, auf massive Proteste. Wir befinden uns im Jahr 1968 nach Christus. Der ganze Campus ist von Studenten besetzt. Der ganze Campus? Nein, im Dekanat sitzt Dean und gibt sein „Erdbeer-Statement“ von sich: Ob nun gegen Rassismus an der Uni, den Vietnamkrieg oder gleich das ganze System protestiert wird, könnte ihm egaler nicht sein. Eine belanglosere Mitteilung als „Ich mag Erdbeeren“ gibt es nicht. Jeder mag Erdbeeren. Unabsichtlich macht Dean so gerade das Konsensgewächs zum Symbol des Widerstands. Und als 1970 ein Spielfilm über die Columbia-Revolte in die Kinos kommt, tut er das zumindest in Deutschland unter dem Titel „Blutige Erdbeeren“.

Die druckempfindliche Rote mag keine Heldin sein. Sie piesackt die Macht aber gern. Selbes Obst, andere Zeit: Wir befinden uns im ersten Asterix-Abenteuer, erschienen 1959. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein. Und außerdem ist gerade nicht Erdbeerzeit! Asterix und Miraculix werden von Cäsars Truppen festgehalten und sollen Zaubertrank kochen. Listig sagt der Druide, eine wichtige Zutat fehle: Erdbeeren. „Um diese Jahreszeit?!?“, brüllt der Zenturio und lässt (das bitte niemals nachmachen!) trotzdem welche besorgen, fernab der Saison. Als die Legionäre endlich für einen Wucherpreis (recht so!) ein Körbchen aufgetrieben haben, essen die Gallier es leer und erklären kühl: „Es geht auch ohne Erdbeeren.“ Nur schmecke es dann nicht so gut.

Ein Leben ohne Erdbeeren ist möglich, aber traurig. Das sahen auch die alten Germanen so und weihten das Rosengewächs ihrer Liebesgöttin Freya. Auf mittelalterlichen Gemälden umrankte es dann die keusche Maria. Die Erdbeere ist eine für alle. Nicht von ungefähr prangt sie auf den Einmachgläsern der Firma Weck. Wessen Aroma sollte man bewahren wollen, wenn nicht das Ihre? Die Gartenerdbeeren unserer Tage allerdings entstammen der Neuen Welt. Im 18. Jahrhundert kreuzten Franzosen die nordamerikanische Scharlach- und die südamerikanische Chile-Erdbeere. Die so entstandene „Ananas-Erdbeere“, ein Kind des Kolonialismus, ist die Urmutter aller modernen Sorten.

Wie Rubine leuchten die ersten Exemplare der Saison im Korb. Sonnenwarm vom Stiel genascht, erwecken sie alle Sommer der Erinnerung zum Leben. Erdbeeren, die es bis in die Küche schaffen, vertragen sich gut mit Quark oder mildem Weichkäse. Ihre Karamellaromen lassen sie neben gerösteten Haselnüssen glänzen. Ihrer feinen Säure wegen liegen sie auf einer Wellenlänge mit Rhabarber und Balsamicoessig. Ihre grünen Noten docken perfekt an Avocado und Gurke an. Und trotz ihrer Süße enthalten sie kaum Kalorien, dafür viel Kalium, Kalzium, Eisen und sogar mehr Vitamin C als Zitronen.

Nur eine Sache muss noch auf den Tisch: Botanisch gesehen sind Erdbeeren gar keine Beeren, ja nicht einmal Früchte, sondern Scheinfrüchte. Alles Fleischige, Saftige – nichts als verdickte Blütenachse. Das eigentliche Obst sind die winzigen Kerne, die in der Konfitüre stören. Und wo wir schon dabei sind: Erdbeeren sind auch keine Pilze, schon gar keine halluzinogenen. Obwohl man darauf kommen könnte, wenn man den Beatles dabei zusieht, wie sie im Video zu Strawberry Fields Forever mit ernsten Mienen über eine Wiese hüpfen, die so traurig aussieht, wie der Song klingt. Was auch immer die vier Pilzköpfe da intus hatten, Erdbeeren waren es wohl nicht. Doch egal, wovon das Lied in Wirklichkeit handelt: Erdbeerfelder für immer!

Text: Katja Morgenthaler
Foto: Hans Hansen

Das Monster
im Meer

Wie U-Boote mit Nuklearwaffen den
Westen Schottlands prägen

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Geht doch!

Greenpeace Magazin - Geht doch: An die große Glocke damit

An die große Glocke damit

Deutschland: Aldi Süd nimmt Ausbeuter-Erdbeere aus dem Regal

Greenpeace Magazin - Geht doch: Zurück für die Zukunft

Zurück für die Zukunft

Bayern: Gelungenes Comeback der Wildkatze

Greenpeace Magazin - Geht doch: Gutes statt Plastik

Gutes statt Plastik

Großbritannien: Queen Elisabeth geht mit gutem Beispiel voran